Sehr geehrter Herr Dr.

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik. Darüber hinaus möchten wir Sie in eigener Sache auf die Seminare des FVDZ aufmerksam machen.

Unsere Themen in dieser Ausgabe:

  • FVDZ-Hauptversammlung vom 11. Oktober bis 13. Oktober 2018 in Lübeck
  • KBV zu TSVG: Missachtung des freien Berufes
  • Ärztemonitor 2018: Zu viel Bürokratie belastet auch Mediziner
  • Fristverlängerung: TI-Anbindung bis Mitte 2019 Pflicht
  • Warnung vor Fax von so genannter „Datenschutzauskunft-Zentrale“
  • Zu guter Letzt: Neue Kommunikationstechnologie: „Handy“ am Zahn

Aus dem Verband:

FVDZ-Hauptversammlung vom 11. Oktober bis 13. Oktober 2018 in Lübeck

Die Hauptversammlung des Freien Verbands Deutscher Zahnärzte (FVDZ) tagt vom 11. Oktober bis 13. Oktober in der Musik- und Kongresshalle Lübeck. Die drei Kernthemen der diesjährigen Hauptversammlung sind: die Kampagne des FVDZ gegen die Ausbreitung von Fremdinvestoren in der Zahnmedizin, die Digitalisierung in der Zahnheilkunde und die Freiberuflichkeit. Das Grußwort hält Dr. Heiner Garg, Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein. Im anschließenden Festreferat spricht Prof. Dr. Jürgen Wasem zum Thema: „Der selbstständige freiberufliche Vertragszahnarzt aus ökonomischer Perspektive“.
red

Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

KBV zu TSVG: Missachtung des freien Berufes

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) wehrt sich gegen einen vermeintlichen Kontrollwahn des Gesetzgebers. Die Vertreterversammlung (VV) der Körperschaft hat in einer Resolution klargestellt, dass das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) von „einer Missachtung des freien Berufes“ geprägt sei. „Es ist viel zu kleinteilig und nicht geeignet, die Versorgung zu verbessern“, urteilte die VV.
Das Gesetz beinhalte zwar durchaus positive Bausteine: So gebe es für mehr Leistung auch mehr Geld, sagte KBV-Chef Dr. Andreas Gassen. Manche gute Regelung gebe es auch bei der Bedarfsplanung, für die MVZ oder die KV-Eigenbetriebe. „Das kann den KVen die Arbeit erleichtern", erklärte Gassen. Damit höre das Positive aber auch schon auf. „Eine Bevormundung folgt der anderen", stellte der KBV-Chef klar. Ein Kritikpunkt sei die Ausweitung der Pflichtsprechstunden für Vertragsärzte auf 25 Stunden pro Woche sowie die Pflicht zur offenen Sprechstunde für Fachärzte. „Wir werden einen unglaublichen Kontrollapparat brauchen", warnte auch KBV-Vize Dr. Stephan Hofmeister im Gespräch mit der „Ärzte Zeitung“. Hier würden Personal und finanzielle Mittel verbrannt. Zwar vertraue die KBV darauf, dass das zusätzliche Geld, das der Gesundheitsminister versprochen hat, auch fließe. Aus dem Ministerium habe es dazu klare Aussagen gegeben, dass die „üblichen Bereinigungstricks der Kassen nicht geduldet werden", sagte Gassen. Aber bei der Kontrolle der Dinge, die zu exekutieren sind, könne man sich richtig austoben, mahnte Hofmeister.
Quelle: Ärzte Zeitung

Ärztemonitor 2018: Zu viel Bürokratie belastet auch Mediziner

So wie die Zahnärzte sind auch Ärzte und Psychotherapeuten nach wie vor unzufrieden mit dem hohen bürokratischen Aufwand in ihren Praxen. Das ergab eine aktuelle Befragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Die Körperschaft befragte im Rahmen des Ärztemonitors 2018 rund 11.000 Vertragsärzte zu ihren Arbeitssituationen. Der Report macht einmal mehr deutlich, dass der Verwaltungsaufwand viele deutsche Mediziner und Psychotherapeuten belastet. Sie gaben an, im Schnitt 7,4 Stunden pro Woche für bürokratische Arbeiten aufwenden zu müssen. Damit nehmen Verwaltungsarbeiten neben der Patientenversorgung den größten Raum im Praxisalltag ein. Die Folge: Zu viel Papierkram, dagegen kommen die Patienten an vielen Stellen zu kurz. Die KBV spricht sich klar dafür aus, die Bürokratielast abzubauen. Insbesondere sei darauf zu achten, im Zuge der Digitalisierung im Gesundheitswesen, Chancen zu nutzen und Prozesse zu optimieren. Ärzte können über das Online-Forum „Mehr Zeit für Patienten“ ihre Erfahrungen teilen und Vorschläge zum Abbau einreichen, teilt die KBV mit.
Quelle: ZWP online

Fristverlängerung: TI-Anbindung bis Mitte 2019 Pflicht

Für die Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI) gibt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Zahnärzten und Ärzten bis Mitte 2019 Zeit. Allerdings muss der Vertrag noch 2018 geschlossen werden. Demnach müssen Praxisinhaber bis zum 31.12. dieses Jahres einen Anschluss bestellt und den Vertrag dafür unterzeichnet haben.
Spahn kommt Ärzten und Zahnärzten damit entgegen. Der Termin, bis zu dem alle rund 150.000 Arzt- und Zahnarztpraxen mit einem Konnektor ans Internet angeschlossen sein müssen, soll auf Mitte nächsten Jahres verschoben werden. Darauf haben sich laut Medienberichten die Gesundheitspolitiker der großen Koalition geeinigt. „Niedergelassene Ärzte bekommen ein halbes Jahr mehr Zeit, ihre Praxen an die Telematik-Infrastruktur anzuschließen. Dass es länger dauert, haben nicht die Ärzte verschuldet, sondern Lieferengpässe der Industrie", sagte Spahn gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
„Egal, wie wir die digitale Zukunft des Gesundheitswesens gestalten, der Anschluss der Praxen an die Telematik-Infrastruktur ist die Basis dafür", sagte Spahn weiter.
Bislang galt der Dezember 2018 als letzter Zeitpunkt, zu dem die Praxen hierzulande flächendeckend an die TI angeschlossen sein müssen. Danach drohte den Medizinern nach der bisherigen Regelung eine Honorarkürzung um ein Prozent. Allerdings gab es bislang bei der Industrie Lieferschwierigkeiten für die Konnektoren.
Derzeit gibt es mit der CompuGroup und der Deutschen Telekom nur zwei Geräteanbieter, wobei die Telekom erst Anfang September an den Start gegangen ist.
Quelle: zm online, FAZ

Warnung vor Fax von so genannter „Datenschutzauskunft-Zentrale“

Vor einer dreisten Abzock-Masche haben die Datenschutzbeauftragten der Länder gewarnt. Vergangene Woche haben zahlreiche Unternehmer und Vereine – darunter auch Ärzte, Zahnärzte und Anwälte – ein Fax von einer so genannten „Datenschutzauskunft-Zentrale“ bekommen. Darin werden die Empfänger aufgefordert, bis zum 9. Oktober ihre gesetzliche Pflicht zur Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung zu erfüllen und das beigefügte Formular unterschrieben und ausgefüllt zurückzusenden. Auf der ersten Seite des Schreibens wird diese Aktion noch gefettet und unterstrichen als gebührenfrei deklariert, doch im Kleingedruckten steht, dass es sich um den Kauf eines Basisschutz-Beitrages von 498 Euro netto pro Jahr handelt. Die Datenschützer haben darauf hingewiesen, dass solche Schreiben auf keinen Fall bearbeitet werden sollten. Zudem ergab eine Recherche der FVDZ-Rechtsabteilung, dass unter der angegebenen Adresse der „Datenschutzauskunft-Zentrale“ kein Unternehmen gelistet ist. Wer bereits in die Abo-Falle ist getappt ist, sollte den Vertrag anfechten.
Quelle: FVDZ, Thüringer Landesbeauftragter für Datenschutz

Zu guter Letzt:

Neue Kommunikationstechnologie: „Handy“ am Zahn

Wofür werden Zähne nicht alles benutzt - als Träger von Schmucksteinen, für die Übertragung von Geräuschen, zum Kauen… Moment, für die Übertragung von Geräuschen? Sie haben richtig gelesen. Derzeit lässt das Pentagon, Sitz des US-Verteidigungsministeriums, eine neue Kommunikationstechnik entwickeln, die durch den Kieferknochen Schall in den Schädel bis ins Gehör überträgt. Dabei wird ein winziges Gerät, zugleich Mikrofon und Lautsprecher, an einen Backenzahn geklammert. Der Träger dieses sogenannten „Molar Mic“, beispielsweise ein US-Elitesoldat oder ein Geheimagent, kann ohne sichtbare Kopf- oder Ohrhörer und ohne externes Mikrofon, und damit extrem unauffällig, Informationen empfangen und senden.
Der Schall soll sich dabei ähnlich übertragen wie die Geräusche beim Verzehr eines Knuspermüslis - nur statt des Kaugeräuschs erhält der Träger des Molar Mic Informationen. Übrigens sollen sich die übertragenen Geräusche zunächst auch anhören wie das Knacken beim Müslikauen – das Gehirn benötigt laut den Entwicklern drei Wochen Übung, bis es sich an die ungewohnten Töne anpasst und diese verarbeiten kann.
Die Technologie eignet sich besonders für laute Umgebungen und wurde bereits in Kriegsgebieten wie Afghanistan und von allen Waffengattungen des US-Militärs getestet. Zehn Millionen US-Dollar ist dem Pentagon, laut zm online, daher die Forschung an dem neuen System wert.
Quelle: zm online, mar