Sehr geehrter He............,

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik.

Unsere Themen in dieser Ausgabe:

  • Wissenschaftlicher Info-Dienst
  • Telematikinfrastruktur (TI): Politiker halten Fristverlängerung für möglich
  • Pflegegesetzgebung: Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) mit Zielrichtung zufrieden
  • Bundeszahnärztekammer (BZÄK) will gegen steigenden Zuckerkonsum vorgehen
  • Ärzteschaft protestiert gegen Kassenzugriff auf Praxisverwaltungssysteme
  • Sommer, Sonne, Arbeit: Zwei von drei Berufstätigen sind im Urlaub erreichbar
  • Zu guter Letzt: Zungenpiercings sind schlecht für Zahnfleisch und Zähne

Aus dem Verband:

Wissenschaftlicher Info-Dienst

Mit dem Wissenschaftlichen Info-Dienst (WID) erhalten Sie alle zwei Monate Abstracts von wissenschaftlichen Publikationen und Referaten mit hohem Praxisbezug aus den Fachgebieten Parodontologie, Implantologie, Endodontie, Chirurgie, Prothetik sowie Zahnerhaltung. So bekommen Sie die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse bequem mit dem exklusiven und praxisrelevanten Fortbildungsblatt des FVDZ. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage: https://www.fvdz.de/wissenschaftlicher-info-dienst.html
red

Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

Telematikinfrastruktur (TI): Politiker halten Fristverlängerung für möglich

Die Anbindung der Arzt- und Zahnarztpraxen an die TI ist problematisch und langwierig. Hauptgrund dafür sind die Lieferschwierigkeiten der Industrie. Bis zum 31. Dezember 2018 sollen alle Praxen an die TI angeschlossen sein und als erste Anwendung das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) durchführen können. Bislang partizipieren etwa 20.000 Praxen der etwa 200.000 Praxen an der TI, es ist damit unrealistisch, dass die Frist bis zum Jahresende eingehalten werden kann. Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) spricht sich seit längerer Zeit für eine Fristverlängerung aus. Die KZBV fordert die Abschaffung der Sanktionierung und hilfsweise Fristverlängerung bis zum 31.12.2019. Inzwischen plädieren auch Politiker eine Kehrtwende. Der Gesundheitspolitiker Tino Sorge (CDU) verlangt ein „rasches Umdenken“ beim Rollout der TI. „Die Ärzte trifft daran keine Schuld. Sie sind vor ungerechtfertigten Sanktionen zu schützen“, so Sorge. Er glaube auch nicht mehr an die gesetzte Frist. „Wir stehen beim TI-Rollout an einem Scheideweg. Nun sind Pragmatismus und Teamgeist gefragt – bei den Leistungserbringern, den Kostenträgern und der Industrie“, erklärte Sorge. Auch Gesundheitspolitiker der FDP und AfD sprachen sich bereits für eine Fristverlängerung bis zum 31.12.2019 aus.
Quelle: Ärzteblatt

Pflegegesetzgebung: Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) mit Zielrichtung zufrieden

Angesichts der Anhörung zum Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung des Pflegepersonals (PpSG) hat die KZBV ihre prinzipielle Akzeptanz zum Vorhaben mitgeteilt. Darüber hinaus fordert sie allerdings noch weitere Änderungen für ältere Patienten und Menschen mit einer Behinderung. Diese betreffen den Bereich der Krankenfahrten sowie die personelle Ausstattung stationärer Einrichtungen. „In Heimen und auch im häuslichen Umfeld ist die notwendige zahnärztliche Versorgung wegen fehlender hygienischer oder apparativer Gegebenheiten auf einfache Maßnahmen beschränkt. In den meisten Fällen müssen Patienten zur Behandlung in die Zahnarztpraxis gebracht werden, wozu eine Krankenfahrt verordnet werden muss. Es würde eine spürbare Erleichterung für Pflegebedürftige, Heime und Zahnärzte bedeuten und eine erhebliche Verbesserung der Versorgung bewirken, wenn diese Verordnungen ohne Genehmigung der Kasse erfolgen könnten. Denn solche Fahrten werden von den Kostenträgern in der Regel ohnehin nie abgelehnt“, so Dr. Wolfgang Eßer, Vorstandsvorsitzender der KZBV. Kritik übte er auch an der angedachten Verpflichtung zum Abschluss von Kooperationsverträgen zwischen stationären Einrichtungen und der Vertragszahnärzteschaft. „Annähernd 4000 neue Verträge auf freiwilliger Basis in nur drei Jahren zeigen, wie ernst Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie Kassenzahnärztliche Vereinigungen ihren Versorgungsauftrag nehmen“, erklärte Eßer.
Quelle: KZBV

Bundeszahnärztekammer (BZÄK) will gegen steigenden Zuckerkonsum vorgehen

Die BZÄK verlangt eine verständliche Lebensmittelkennzeichnung, eine Sonderabgabe auf stark gezuckerte Softdrinks, einen verringerten Zuckergehalt in Nahrungsmitteln, die vor allem für (Klein-)Kinder gedacht sind, sowie Werbebeschränkungen für stark gezuckerte Lebensmittel für (Klein-)Kinder. Daneben soll es auch verbindliche Standards in der Schul- und Kitaverpflegung geben. In vielen anderen Ländern gibt es bereits eine Vielzahl von Vereinbarungen mit der Lebensmittelindustrie, um den Zuckerkonsum zu senken, und auch in Deutschland setzt sich seit einiger Zeit ein breites Bündnis aus Ärzteverbänden, Krankenkassen und Verbraucherorganisationen dafür ein. 
Quelle: BZÄK

Ärzteschaft protestiert gegen Kassenzugriff auf Praxisverwaltungssysteme

Beim Ausbau einer elektronischen Patientenakte (ePA) existieren wohl momentan Erwägungen, Krankenkassen einen direkten Zugriff auf die Praxisverwaltungssysteme von Ärzten und Psychotherapeuten zu gewähren. Gut informierte Kreise berichten, dass sich das Bundesgesundheitsministerium dem AOK-Modell für die ePA annähert. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) zeigten sich empört und lehnen die Pläne vehement ab. „Wir werden keine Systeme akzeptieren, die in unsere Praxissysteme eingreifen, wie sie von einer Kassenart derzeit propagiert werden. Auch der Zugriff von einem beauftragten Dritten ist für uns nicht hinnehmbar“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.
Überdies sollen Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nach dem Willen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn spätestens ab 2021 auch per Handy und Tablet ihre Patientendaten einsehen können. Entsprechende Vorgaben wolle der CDU-Politiker den Krankenkassen noch diesen Monat machen, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Quelle: KBV, änd, Ärzteblatt

Sommer, Sonne, Arbeit: Zwei von drei Berufstätigen sind im Urlaub erreichbar

Der Begriff Work-Life-Balance ist seit einiger Zeit überall präsent. Doch nicht mal im Urlaub schafft es die Mehrheit der Berufstätigen vom Job vollständig abzuschalten. Rund zwei Drittel (64 Prozent) von ihnen sind im Sommerurlaub dienstlich erreichbar. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Im Vergleich zum Vorjahr (71 Prozent) bleibt die Erreichbarkeit im Urlaub damit auf hohem Niveau, ist aber leicht zurückgegangen. Sechs von zehn Berufstätigen (61 Prozent) lesen während der freien Zeit Kurznachrichten über iMessage oder WhatsApp. 57 Prozent bleiben telefonisch für Chef, Kollegen oder Kunden erreichbar. Und jeder Vierte (27 Prozent) liest geschäftliche E-Mails. Vor allem jüngere Arbeitnehmer schalten im Urlaub ganz vom Job ab: Knapp vier von zehn Berufstätigen (39 Prozent) zwischen 14 und 29 Jahren klinken sich während ihres Sommerurlaubs beruflich komplett aus. Bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 30 Prozent, bei den über 50-Jährigen 34 Prozent.
Quelle: Bitkom


Zu guter Letzt:

Zungenpiercings sind schlecht für Zahnfleisch und Zähne

Zungenpiercings sind nicht nur optisch Geschmackssache. Sie haben offenbar auch einen negativen Einfluss auf Zahnfleisch und Zähne, die in unmittelbarer Nähe zum Piercing sind. Das zeigt eine Studie von Dr. Clemens Walter, einem Spezialisten für Parodontologie der Universität Basel. Er konnte einen Zusammenhang zwischen oralen Piercings und erhöhter parodontaler Entzündung, wie es sich durch erhöhte Blutung beim Sondieren und erhöhte Sondierungstiefe und/oder Attachmentverlust zeigte, feststellen. Je größer die Nähe zum Piercing, umso größer waren die Schäden. Wie gut, dass der Trend zum Zungenpiercing in den letzten Jahren schon merklich abgenommen hat.
Quelle: ZWP online

Beste Grüße
Juliana Gralak