Sehr geehrter Herr Dr. ,

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik. Darüber hinaus möchten wir Sie in eigener Sache auf die Seminare des FVDZ aufmerksam machen.

Unsere Themen in dieser Ausgabe:

  • Weniger Bürokratie und mehr Zeit für Patienten: Das Praxishandbuch als Onlineportal
  • Treffen der Gesundheitsminister: Keine Mehrheit für Entbudgetierung
  • Bundeszahnärztekammer verlangt gemeinsame Regelungen bei Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen
  • Niedergelassene Ärzte und Zahnärzte gründen „Interessengemeinschaft Medizin“ (IG Med)
  • Ab 1. Juli 2018 kein Amalgam mehr für Schwangere, Stillende und Kinder
  • Finanzreserven der Krankenkassen steigen auf rund 20 Milliarden Euro
  • Bundesernährungsministerin Klöckner will nationale Strategie gegen ungesundes Essen
  • Zu guter Letzt: Nationaltrainer oder Zahnarzt? In Island geht beides!

Aus dem Verband:

Weniger Bürokratie und mehr Zeit für Patienten: Das Praxishandbuch als Onlineportal

Sie wollen sich weniger um Bürokratie und lieber mehr um Ihre Patienten kümmern? Die immer komplexeren Verwaltungsaufgaben rund um die Themen Finanzen, Recht und Steuern sicher beherrschen und schneller erledigen? Dann nutzen auch Sie das Praxishandbuch. Es liefert Ihnen bei nahezu jedem Problem im Praxisalltag eine sofortige Abhilfe sowie eine hohe Zeitersparnis. Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier: https://www.fvdz.de/praxishandbuch.html.
red

Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

Treffen der Gesundheitsminister: Keine Mehrheit für Entbudgetierung

Bei der diesjährigen Gesundheitsministerkonferenz der Bundesländer in Düsseldorf ging es neben besseren Rahmenbedingungen in der Pflege auch um die Abschaffung der Budgetierung in der vertragsärztlichen Versorgung. Der schleswig-holsteinische Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) brachte einen Antrag ein, der die Entbudgetierung bei Leistungen der haus- und fachärztlichen Versorgung vorsah. Die bestehende Budgetierung werde weder dem Patienten noch der ärztlichen Leistung gerecht, erklärte Garg seine Initiative. Die Gesundheitsministerkonferenz lehnte den Antrag ab. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), kritisierte den Entschluss der Gesundheitsminister: „Die Aussagen und Beschlüsse der Ministerrunde, auch wenn sie nicht bindend sind, helfen den Ärztinnen und Ärzten in keiner Weise.“ Besonders vor dem Hintergrund der Milliardenpolster der Krankenkassen sei die Entscheidung unbegreiflich.
Quelle: Ärzteblatt, KBV

Bundeszahnärztekammer verlangt gemeinsame Regelungen bei Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen

Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) fordert die sofortige Einführung von einheitlichen Regelungen bei der Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen im zahnärztlichen Bereich. Im Unterschied zu den anderen Heilberufen hat die Zahnärzteschaft immer noch keine Regelungen zur Durchführung sowie Inhalt der Kenntnis- und Eignungsprüfung. Adäquate Regelungen sind im Entwurf zur neuen zahnärztlichen Approbationsordnung (ZApprO) zwar vorgesehen worden; eine Zustimmung des Bundesrats zur Novellierung der ZApprO steht allerdings weiterhin aus.
Auch der FVDZ setzt sich seit langer Zeit für eine Reform der Approbationsordnung von 1955 ein.
Quelle: BZÄK

Niedergelassene Ärzte und Zahnärzte gründen „Interessengemeinschaft Medizin“ (IG Med)

Die Arbeitsbedingungen in der ambulanten medizinischen und zahnmedizinischen Versorgung haben sich in den vergangenen Jahren immer mehr verschlechtert. Für die Betroffenen ist die Zeit reif, sich zu wehren. Deshalb haben Anfang Juni in Frankfurt mehr als 100 niedergelassene Ärzte und Zahnärzte die „IG Med“ gegründet.
Die IG Med will sich für gerechte Honorare, den Abbau von Bürokratie und Vorschriften sowie eine Reform des SGB V einsetzen, die den Ärzten ihre Bürgerrechte zurückgebe. Vorsitzende ist die bayerische Internistin Ilka Enger. Stellvertreter sind der Allgemeinmediziner Steffen Grüner und die Zahnärztin Annette Appel. Aus der „IG Med“ heraus soll in einem weiteren Schritt eine „Ärztegewerkschaft“ hervorgehen.
Auch der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) in Niedersachsen hat die politischen Ziele der Organisation in einem Beschluss auf seiner jüngsten Landesversammlung begrüßt. Insbesondere der Kampf für eine angemessene Vergütung, bessere Rahmenbedingungen in der ambulanten Versorgung, eine Reform des SGB V sowie mehr Eigenverantwortung für die Patienten stießen bei den Delegierten auf Zustimmung.
red

Ab 1. Juli 2018 kein Amalgam mehr für Schwangere, Stillende und Kinder

Die EU-Quecksilberverordnung besagt, dass schwangere und stillende Frauen sowie Kinder bis 15 Jahre ab dem 1. Juli 2018 keine Amalgam-Füllungen mehr erhalten dürfen. Diese Patientengruppen bekommen nun alternativ Kunstofffüllungen. Die Kosten dafür werden von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. Wolfgang Eßer, Vorstandsvorsitzender der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung erläuterte, dass zu diesem Zweck die Sonderregelung für Amalgam-Allergiker ergänzt und eine neue Abrechnungsziffer geschaffen wird. Das Amalgam-Verbot diene dem vorbeugenden Gesundheitsschutz.
Quelle: Spiegel Online

Finanzreserven der Krankenkassen steigen auf rund 20 Milliarden Euro

Die gesetzlichen Krankenkassen haben im 1. Quartal des Jahres 2018 einen Überschuss von etwa 416 Millionen Euro erwirtschaftet. Die abschließenden Ergebnisse des Jahres 2017 ergaben ein Plus von 3,5 Milliarden Euro. Das sind rund 350 Millionen Euro mehr als in den vorläufigen Werten ausgewiesen. Insgesamt verfügen die gesetzlichen Krankenkassen nun über Finanzreserven im Wert von 19,9 Milliarden Euro. „Wir liegen mit unserem Versichertenentlastungsgesetz richtig. Die Krankenkassen häufen aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage immer weiter Finanzreserven an. Deshalb ist es richtig, dass Krankenkassen sobald wie möglich ihre übermäßig hohen Rücklagen abbauen müssen, um Arbeitnehmer und Rentner zu entlasten“, erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.
Quelle: BMG

Bundesernährungsministerin Klöckner will nationale Strategie gegen ungesundes Essen

Bundesernährungsministern Julia Klöckner (CDU) will Maßnahmen gegen Fehlernährung ergreifen. Bis Anfang Juli soll die Wirtschaft konkrete Beispiele vorlegen, wie sie Zucker, Fett und Salz in den Lebensmitteln reduzieren kann. Bis Ende dieses Jahres wolle Klöckner dann ein Konzept für eine nationale Strategie vorstellen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Produkten, die auf Kinder ausgerichtet sind, wie beispielsweise stark gezuckerte Getränke. „Ich bin nicht die Geschmacks-Nanny der Nation“, erklärte die Ministerin. In Anbetracht des Übergewichts bei Kindern müsse aber gehandelt werden. Daneben plant Klöckner auch eine Strategie für eine gesündere Ernährung bei älteren Menschen, dazu gehören zusätzliche Bildungsangebote und eine stärke Forschungsförderung.
Quelle: Ärzte Zeitung

Zu guter Letzt:

Nationaltrainer oder Zahnarzt? In Island geht beides!

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland ist in vollem Gange und die isländische Nationalmannschaft begeistert die Zuschauer wieder durch ihr Auftreten. Seit Islands denkwürdigen Auftritt bei der Europameisterschaft 2016 hat der Rummel nicht nachgelassen und der Wikingerschlachtruf „Huh!“ ist mittlerweile fester Bestandteil auf den Fußballplätzen. Island ist derweil auf Platz 22 der Fifa-Weltrangliste und die Fans erwarten auch bei Weltmeisterschaft Großes von ihrer Mannschaft.
Dafür verantwortlich ist vor allem der Nationaltrainer Heimir Hallgrímsson. Eigentlich ist er gelernter Zahnarzt, seine Praxis befindet sich im Erdgeschoss seines Hauses auf der kleinen Insel Heimaey. Zwei, drei Tage im Monat arbeitet er neben seinem Trainerjob als Zahnarzt und das soll auch so bleiben. „Ich profitiere im Fußball sehr von meinem Job als Zahnarzt“, erklärt Hallgrímsson. Denn durch das Studium habe er sehr viel über den menschlichen Körper gelernt und könne somit die Verfassung der Spieler viel besser einschätzen. Dank des Berufs des Zahnarztes müsse er sich in jedem Patienten hineinversetzen können und das helfe ihm auch beim Umgang mit den verschiedenen Charakteren in der Mannschaft.
jg

Beste Grüße
Juliana Gralak