Sehr geehrter Herr Dr.......,

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik. Darüber hinaus möchten wir Sie in eigener Sache auf die Seminare des FVDZ aufmerksam machen.

Unsere Themen in dieser Ausgabe:

  • Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO): FVDZ-Leitfaden für die Zahnarztpraxis
  • Wissenschaftlicher Info-Dienst
  • Zahnärzte erhalten höhere Erstattungspauschalen für die Telematikinfrastruktur (TI)-Anbindung 
  • Monitor Patientenberatung 2017: Kritik an Kommunikation der Krankenkassen
  • EU-Parlament akzeptiert Sonderstatus für Gesundheitsberufe
  • Tag der sanften Zahnheilkunde am 20. Juni 2018
  • Zu guter Letzt: Berliner Zahnarztpraxis dreht Kurzfilm mit Rapper Marteria

 

Aus dem Verband:

Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO): FVDZ-Leitfaden für die Zahnarztpraxis

Für Mitglieder des FVDZ ist im geschlossenen Mitgliederbereich ein Leitfaden zum neuen Datenschutzrecht 2018 abrufbar. Der Leitfaden informiert über die am 25.05.2018 in Kraft getretenen Neuregelungen der „Datenschutzgrundverordnung“ und des neu gefassten Bundesdatenschutzgesetzes.
Im Rahmen einer Einleitung wird ein kurzer Überblick über die neuen und schwer durchschaubaren Spielregeln besonders beim Umgang mit sensiblen Gesundheitsdaten gegeben. Zu den angesprochenen Punkten können über eine jeweilige Verlinkung Kurzinformationen abgerufen werden. Zudem enthält der Leitfaden einige Muster für die Praxen (beispielsweise Muster Patienteneinwilligung, Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten), um Sie im Praxisalltag zu unterstützen. Diese Muster können zur Individualisierung auch in Word abgerufen werden.
Bei dem neuen Datenschutzrecht ist gerade beim Umgang mit sensiblen Gesundheitsdaten aktuell noch sehr viel im Fluss, wobei sich selbst Experten in vielen Punkten in der Abstimmung befinden. Der Leitfaden wird als Online-Version aktualisiert.
Hub. van Rijt (Mitglied des Bundesvorstandes)

Wissenschaftlicher Info-Dienst

Mit dem Wissenschaftlichen Info-Dienst (WID) erhalten Sie alle zwei Monate Abstracts von wissenschaftlichen Publikationen und Referaten mit hohem Praxisbezug aus den Fachgebieten Parodontologie, Implantologie, Endodontie, Chirurgie, Prothetik sowie Zahnerhaltung. So bekommen Sie die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse bequem mit dem exklusiven und praxisrelevanten Fortbildungsblatt des FVDZ. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage: https://www.fvdz.de/wissenschaftlicher-info-dienst.html
red

 

Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

Zahnärzte erhalten höhere Erstattungspauschalen für die
Telematikinfrastruktur (TI)-Anbindung

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) hat mit dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-SV) eine spürbare Erhöhung der Erstattungspauschalen für die Anbindung der Zahnarztpraxen an die TI vereinbart. Die Bruttopauschale wird für das dritte Quartal 2018 auf 1.719 Euro erhöht. Ab dem vierten Quartal 2018 wurde eine neue Pauschale von 1.547 Euro verbindlich beschlossen.„Durch die neuen Erstattungspauschalen besteht jetzt endlich wieder Planungssicherheit für die Praxen bei der Anbindung an die TI. Wir hoffen allerdings sehr, dass nun auch endlich seitens der Industrie eine Marktvielfalt geschaffen wird, damit alle Praxen das passende Angebot wählen und entsprechende Verträge eingehen können, um an das Kommunikationsnetzwerk angeschlossen zu werden“, erklärte Dr. Karl-Georg Pochhammer, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der KZBV.
Momentan ist nur ein Anbieter für die Konnektoren, die für die Anbindung der Praxen an die TI obligatorisch sind, am Markt vorhanden. Dies hatte eine Nachverhandlung der Erstattungspauschalen unabdingbar gemacht.
Quelle: KZBV

Monitor Patientenberatung 2017: Kritik an Kommunikation der Krankenkassen

Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Dr. Ralf Brauksiepe und der Geschäftsführer der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UDP), Thorben Krumwiede, haben in Berlin den „Monitor Patientenberatung“ vorgestellt und Bilanz gezogen. Die Auswertung beruht auf 154.921 Beratungen im Jahr 2017. Im Vorjahr waren es mit 93.827 Kontakten 65 Prozent weniger. Als zwei Hauptprobleme identifizierte Krumwiede einerseits Kommunikationsdefizite der Krankenkassen im Umgang mit Patienten und Versicherten und andererseits eine Hürde bei Ratsuchenden, Ansprüche und Rechte an die Krankenkassen durchsetzen zu können. Besonders die Zwischeninformationen der Kostenträger kritisierte Krumwiede als häufig intransparent und unverständlich. Patienten würden sie als endgültige Entscheidung werten. Ein häufig auftauchendes Thema sei das Krankengeld, zu dem es 2017 14.334 Beratungen gegeben habe. Im zahnmedizinischen Bereich ließen sich 2017 insgesamt 5.068 Patienten beraten. Das Thema Geldforderungen spielt in diesem Bereich aufgrund des finanziellen Eigenanteils eine besondere Rolle. Die Fragestellung Verdacht auf Behandlungsfehler trat 890 Mal auf. Im Vergleich dazu gab es insgesamt 5.851 Beratungen zu diesem Thema. Laut Krumwiede wünschen sich die Patienten eine deutlichere Aufklärung über mögliche kostengünstigere Behandlungsalternativen in verständlichen Worten.
Der 2. Jahresbericht der Zahnärztlichen Patientenberatung, der von Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (KZBV) zeitgleich herausgegeben wurde, informiert, dass in neun von zehn Fällen (87 Prozent) die Beratungsstellen der Zahnärzteschaft den Patienten individuelle Hilfestellung geben. Dies geschieht entweder durch eine unmittelbare Problemlösung in der Beratungsstelle oder durch eine Vermittlung an die zuständige (Landes-)Zahnärztekammer bzw. Kassenzahnärztliche Vereinigung.
kp, jg

EU-Parlament akzeptiert Sonderstatus für Gesundheitsberufe

Das EU-Parlament hat in Straßburg die sogenannte EU-Verhältnismäßigkeitsrichtlinie anerkannt. Damit werden in Zukunft die nationalen Mitgliedsstaaten verpflichtet, vor Änderung bestehenden Berufsrechts von regulierten Berufen im Vorfeld nach definieren Kriterien zu kontrollieren, ob die Umgestaltungen angemessen sind. Für die Gesundheitsberufe ist ein Sonderstatus vereinbart worden. Das EU-Parlament hat damit den mit dem EU-Rat verhandelten Kompromiss zugestimmt. Die Mitgliedsstaaten müssen den Kompromiss noch annehmen. Die Regelung wird voraussichtlich Ende August in Kraft treten. Anschließend haben die Mitgliedsstaaten zwei Jahre Zeit, die Bestimmungen in nationales Recht umzusetzen. Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) begrüßte die Entscheidung. „Es ist gut, dass im jetzt vorliegenden Verhältnismäßigkeitstest viele Kritikpunkte der regulierten Berufe, zu denen auch Ärzte und Zahnärzte zählen, aufgegriffen wurden. Positiv ist auch, dass der EU-Gesetzgeber eine Sonderrolle für die Gesundheitsberufe vorsieht“, erklärte BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel. Gleichzeitig kritisierte er aber auch, dass es unmöglich war, die Gesundheitsberufe generell vom Anwendungsbereich der neuen Richtlinie auszuschließen.
Quelle: PZ online, BZÄK

Tag der sanften Zahnheilkunde am 20. Juni 2018

Am 20. Juni 2018 laden Zahnärzte der Deutschen Gesellschaft für zahnärztliche Hypnose (DGZH e.V.) Pressevertreter in ihre Praxen ein und informieren über die Arbeit der DZGH.
Quelle: DGZH


Zu guter Letzt:

Berliner Zahnarztpraxis dreht Kurzfilm mit Rapper Marteria

Der Berliner Zahnarzt Mischa Ommid Steude hat einen Kurzfilm mit dem Rapper Marteria gedreht. In „Dentboss“ spielt Marteria einen italienischen Mafioso, der von der Berliner Polizei geschnappt wird. Nachdem er sich kooperativ zeigt, wird er in das Zeugenschutzprogramm aufgenommen und wird vom Auftragskiller zum verrückten Zahnarzt.
Steude wollte als Kind Regisseur werden und kann mit diesem Projekt nun seinen Kindheitstraum verwirklichen.
Protagonist Marteria (selbst Patient in besagter Praxis), Zahnärzte, Mitarbeiterinnen, Patienten und Freunde standen für den Dreh drei Tage am Set. Der skurrile Kurzfilm ist sehr erfolgreich und wurde rund 80.000 Mal auf YouTube angeklickt.
Quelle: ZWP