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Sehr geehrter Herr Dr.,

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik. Darüber hinaus möchten wir Sie in eigener Sache auf die Seminare des FVDZ aufmerksam machen.

Unsere Themen in dieser Ausgabe:

  • Bundesmantelvertrag ermöglicht mehr angestellte Zahnärzte
  • ePA: KBV erhält Verantwortung für Interoperabilität
  • ePA: EU will grenzübergreifenden Zugriff 
  • Mecklenburg-Vorpommern prüft Stipendien für Zahnmedizin
  • Bundessozialgerichtschef kritisiert Spahn
  • 51. Zahnärzte Winterkongress zum ersten Mal in Schladming
  • Zu guter Letzt: 95-jähriger Zahnarzt praktiziert immer noch

Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

Bundesmantelvertrag ermöglicht mehr angestellte Zahnärzte

Ab sofort dürfen niedergelassene Vertragszahnärzte in Einzelpraxen oder Berufsausübungsgemeinschaften mehr angestellte Zahnärztinnen und Zahnärzte beschäftigen. Darauf verständigten sich die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV-SV). Die bisherigen Richtlinien des Bundesmantelvertrages-Zahnärzte (BMV-Z) sahen vor, dass niedergelassene Vertragszahnärzte maximal zwei Zahnärzte in Vollzeit anstellen durften. Für eine Erhöhung dieser Grenze hatte sich auch die KZBV-Vertreterversammlung im vergangenen November ausgesprochen. Damit werde den Wünschen junger Zahnärztinnen und Zahnärzten Rechnung getragen, die zu Beginn ihres Berufslebens häufig zunächst als Angestellte arbeiten wollten, erläuterte KZBV-Chef Dr. Wolfgang Eßer. Ab sofort können drei beziehungsweise mit Begründung auch vier Angestellte je Vertragszahnarzt in Vollzeit oder entsprechend mehr in Teilzeit tätig werden. Die Neuregelung wird unter anderem damit begründet, Wettbewerbsnachteile der „klassischen“ Niederlassungsformen gegenüber Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) zumindest teilweise auszugleichen. Für MVZ gibt es nach wie vor keinerlei Begrenzung der Angestelltenzahl.
Quellen: KZBV, red

ePA: KBV erhält Verantwortung für Interoperabilität

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) soll die Verantwortung für die Interoperabilität elektronischer Patientenakten (ePA) erhalten. Dies ist das Ziel eines von CDU/CSU und SPD eingebrachten Änderungsantrages zum Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG). Damit soll „die semantische und syntaktische Interoperabilität“ verbrieft werden, um „strukturierte elektronische Dokumente von allen Leistungserbringern und den Versicherten gleich interpretieren und darüber hinaus maschinell verarbeiten zu können“, heißt es zur Begründung. Die Definitionen sollen zudem „die Basis für zukünftige Anwendungen im Bereich Big Data und künstliche Intelligenz“ schaffen. Aufgabe der KBV ist es, internationale Standards und die zuvor getroffenen Festlegungen für den elektronischen Medikationsplan und die Notfalldaten einzubeziehen. Die KBV begrüßte die Entscheidung. Man wisse nun mal am besten, welche Erfordernisse diesbezüglich für die Versorgung der Patienten bestünden, erklärte KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel. Gleichzeitig wies er Kritik seitens der Industrie und der Deutschen Krankenhausgesellschaft zurück. Selbstverständlich werde die KBV die Expertise aus Wissenschaft und Industrie einbinden. Ziel sei eine „sinnvolle Arbeitsteilung zwischen den Akteuren, die von den Konsequenzen betroffen sind“.
Quellen: Ärzteblatt, änd, KBV


ePA: EU will grenzübergreifenden Zugriff

Die EU-Kommission will, dass Patienten bei medizinischen Notfällen auch im europäischen Ausland so schnell wie möglich Zugriff auf ihre Gesundheitsdaten haben. Dafür hat die Behörde die Installation eines Systems zum grenzübergreifenden Zugriff auf Patientenakten empfohlen. Damit sollen Behandlungsfehler sowie Doppeluntersuchungen verhindert werden. Deutschland hinkt beim digitalen Zugang zu Patientenakten hinterher, in einigen anderen Staaten ist die Entwicklung weit vorangeschritten. Überdies gibt es bereits erste grenzüberschreitende Kooperationen in anderen europäischen Ländern. Seit Ende Januar können zum Beispiel finnische Staatsbürger in Estland elektronische Rezepte einlösen. Die offizielle Empfehlung der EU-Kommission lautet, dies auszubauen und gemeinsame technische Standards zu erarbeiten. Angestoßen wurde ein formaler Koordinierungsprozess, zu dem auch Vertreter der Patienten und der Gesundheitsbranche gehört werden. Ziel ist die Europäische Patientenakte (European Electronic Health Records). KBV-Chef Dr. Andreas Gassen äußerte sich skeptisch: Der langwierige Ausbau der Datenautobahn im Gesundheitswesen in Deutschland habe gezeigt, wie schwierig die Abstimmungsprozesse bereits auf nationaler Ebene seien, ungleich schwieriger dürfte ein Mammutprojekt für 27 Mitgliedsstaaten sein. Quelle: änd


Mecklenburg-Vorpommern prüft Stipendien für Zahnmedizin

Um einen etwaigen Zahnärztemangel in Mecklenburg-Vorpommern zu verhindern, hat der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Sebastian Ehlers, eine Vergrößerung des Stipendienprogramms vorgeschlagen. „Die Zahlen über die Entwicklung der Versorgungsdichte und des Durchschnittsalters der Zahnärzte erfordern entschiedenes Handeln", sagte Ehlers. Besonders in ländlichen Gebieten drohe eine zahnärztliche Unterversorgung, deswegen müssten Anregungen geschaffen werden, die die Versorgungsdichte sichern. „Die Anreize für die Vergabe der Stipendien im Bereich der Humanmedizin wurden offenbar richtig gesetzt. Da im Bereich der Zahnmedizin ebenfalls Herausforderungen hinsichtlich der Versorgungsdichte absehbar sind, sollte die Erweiterung des Kreises der Zuwendungsempfänger von der Human- auf die Zahnmedizin zeitnah geprüft werden“, erläuterte Ehlers. Mecklenburg-Vorpommern unterstützt Studierende der Humanmedizin an den Universitäten Rostock oder Greifswald mit Stipendien von 300 Euro monatlich. Im Gegenzug verpflichten sich die Stipendiaten, nach dem Studium und der entsprechenden Facharztweiterbildung für mindestens fünf Jahre in ländlichen Regionen oder im öffentlichen Gesundheitsdienst Mecklenburg-Vorpommerns ärztlich tätig zu sein.
Quelle: zm online, Homepage Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit MV

Bundessozialgerichtschef kritisiert Spahn

Der Präsident des Bundessozialgerichts (BSG), Dr. Rainer Schlegel, hat die Vorstellung des Tätigkeitsberichts des BSG zu scharfer Kritik an Bundesgesundheitsminister Spahn (CDU) genutzt. Wenn nicht mehr der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), sondern das Bundesgesundheitsministerium (BMG) über Leistungen entscheide, öffne das Lobbygruppen Tür und Tor, sagte Schlegel in Kassel bei der Vorstellung des Berichts. Er bezog sich dabei auf die im Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) vorgesehene Ermächtigung des BMG, ohne Stellungnahme und Entscheidung des G-BA über die Aufnahme von Leistungen in den Katalog der gesetzlichen Krankenversicherung zu entscheiden. Ein solcher Eingriff in die Selbstverwaltung sei der falsche Weg. Nicht die Stärke der jeweiligen Lobbygruppe dürfe darüber entscheiden, ob eine denkbare Leistung von den Krankenkassen finanziert werde, eine andere dagegen nicht, betonte Schlegel. Die Rechtsprechung sei dafür verantwortlich, dass „Gesetze und untergesetzliche Normen eingehalten und rechtmäßig ausgeführt werden“, betonte Schlegel, nicht aber, um Partikularinteressen durchzusetzen. Spahns kurzfristige Änderung der Verjährungsfristen habe überdies zu einer Klageflut geführt, die nicht nur zu erheblichem Mehraufwand bei den Gerichten geführt, sondern auch „Porzellan zwischen den Beteiligten zerschlagen“ habe.
Quelle: äz


Aus dem Verband:

51. Zahnärzte Winterkongress zum ersten Mal in Schladming

Der bekannte Winterkongress des FVDZ an einem neuen Tagungsort: Über die Karnevalszeit – vom 3. bis 8. März 2019 – lädt der Freie Verband Deutscher Zahnärzte zum 51. Zahnärzte Winterkongress ins moderne Kongresszentrum in den Skiort Schladming (Österreich) ein. Vertiefen Sie in der Kongresswoche gemeinsam mit Ihrem Praxisteam Ihre Kenntnisse und lernen Sie von international anerkannten Referenten klinisch- und praxisrelevantes Grundlagen- und Expertenwissen. Abgerundet wird die niveauvolle Fortbildung von einem attraktiven Rahmenprogramm. Die Region bietet Ihnen perfektes Skivergnügen für das Praxisteam und die ganze Familie. Wir empfehlen eine rechtzeitige Hotelbuchung über den Tourismusverband Schladming und freuen uns, Sie im März 2019 in der schönen Winterkulisse der Steiermark begrüßen zu dürfen. Anmeldungen sind online (www.fvdz.de/schladming) oder per E-Mail möglich: (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) / Fax (+49 (0) 22 8 34 06 - 71).
red


Zu guter Letzt:


95-jähriger Zahnarzt praktiziert immer noch

Für Dr. Kenneth Gordon aus dem Bundesstaat New York ist der Zahnarztberuf eine echte Berufung, denn mit 95 Jahren behandelt er immer noch seine Patienten. Viele von ihnen kennen und vertrauen ihm seit Jahrzehnten. Schließlich arbeitet er schon seit rund 70 Jahren in seinem Beruf. Seine eigene Zahnarztpraxis hat Gordon zwar schon vor 26 Jahren verkauft, allerdings versteht er sich mit seinem Praxisnachfolger so gut, dass er nach wie vor dort tätig ist. Somit ist der US-Amerikaner der wahrscheinlich älteste noch praktizierende Zahnarzt der Welt.
Quelle: ZWP online

Sehr geehrter Herr

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Unsere Themen in dieser Ausgabe:

  • gematik: BMG will die Mehrheit
  • Neuer Anlauf für Approbationsordnung?
  • Lauterbach: MVZ-Frage wird kontrovers diskutiert
  • Digitalisierungsreport 2019: eHealth „aktiv gestalten“
  • Praxispool: Das Online-Suchportal für Praxisabgabe und Praxisübernahme
  • Zu guter Letzt: Autsch! Jeder Fünfte mag seine Zähne nicht

Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

gematik: BMG will die Mehrheit

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will nun auch das Sagen bei der gematik. Das BMG soll mit 51 Prozent nicht nur neuer Mehrheitsgesellschafter werden, überdies soll künftig für alle Entscheidungen nur noch die einfache Mehrheit erforderlich sein. Dies ist einem Änderungsantrag zum Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) zu entnehmen. Damit sollen die Entscheidungsprozesse in der gematik „effektiver als bisher gestaltet werden“, heißt es zur Begründung. Bislang sind Gesellschafter der gematik die Bundesärztekammer, die Kassenärztliche Bundesvereinigung, die Bundeszahnärztekammer, die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung, der Deutsche Apothekerverband, die Deutsche Krankenhausgesellschaft sowie der Spitzenverband der Krankenkassen. Von der SPD ist gegen Spahns Vorhaben wenig Widerstand zu erwarten. Der SPD-Gesundheitsexperte und stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Karl Lauterbach, befürwortet es eindeutig, "das BMG hier zu ermächtigen, die Mehrheit der gematik zu übernehmen". Dies diene der Beschleunigung der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Elektronische Patientenakte, elektronisches Rezept, universelle Codierung von Erkrankungen und Telemedizin seien Zahnräder, die ineinandergreifen. Wenn das BMG 51-prozentiger Gesellschafter der gematik sei, schaffe dies klare Zuständigkeiten, sagte Lauterbach bei einem Pressegespräch in Berlin. "Dass die Partner der Selbstverwaltung sich hier auf eigene Standards verständigen sollen, ergibt keinen Sinn."
Quellen: änd, sas

Neuer Anlauf für Approbationsordnung? 

Das Bundeskabinett hat in der letzten Woche den Entwurf eines Gesetzes für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) beschlossen. In diesem Entwurf wird darüber hinaus auch die zahnärztliche Approbationsordnung (ZApprO) thematisiert. Der Erlass der ZApprO soll demnach künftig ohne die Zustimmung des Bundesrats erfolgen, jedoch muss eben diesem Gesetz der Bundesrat zustimmen. Laut BMG ist das Ziel der Änderung von Artikel 17 des Gesetzes über die Ausübung der Zahnheilkunde, im Sinne einer Verfahrenserleichterung und -flexibilisierung eine schnellere Verordnungsgebung der ZApprO zu erreichen. Begründet wird der Vorstoß mit der fachlichen Weiterentwicklung der Zahnmedizin und den veränderten Anforderungen einer modernen und interdisziplinären Lehre zur Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung der Patienten.
Quelle: BMG, zm online

Lauterbach: MVZ-Frage wird kontrovers diskutiert

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD, Prof. Karl Lauterbach, hat das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) erneut als „zentralen Schritt in Richtung Bürgerversicherung“ bezeichnet. Bei einem Pressegespräch in Berlin betonte der SPD-Gesundheitsexperte: „Das Grundgerüst des Gesetzes ist nicht verhandelbar.“ Damit bezog er sich auf die geplante Erhöhung der Sprechstundenzeiten für Ärzte, offene Sprechstunden und die extrabudgetäre Vergütung, die Ärzte für die Behandlung von Patienten erhalten, die über die Terminservicestellen vermittelt wurden. Lauterbach sprach sich zudem für eine Stärkung von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) aus und will Anreize für die Gründung neuer MVZ schaffen. Über eine Begrenzung der Gründungsmöglichkeiten für Kapitalinvestoren, die MVZ derzeit über den Aufkauf von Krankenhäusern gründen können, werde nach wie vor sehr kontrovers diskutiert, sagte Lauterbach. Eine regionale Begrenzung, die eine MVZ-Gründung im Planungsbereich des gründenden Krankenhauses vorsieht und auch einen fachlichen Bezug des Krankenhauses zum medizinischen Gebiet, auf dem das MVZ tätig werden soll, so wie es der Bundesrat in seiner Stellungnahme zum TSVG vorgeschlagen hat, hält Lauterbach für keine tragfähige Lösung. „Ich persönlich war vom Vorschlag des Bundesrates weder in der Begründung noch in der Kreativität überwältigt“, verdeutlichte Lauterbach. Einer Abschaffung der Degression im zahnärztlichen Bereich, wie dies im TSVG vorgesehen ist. steht der SPD-Gesundheitsexperte ebenfalls kritisch gegenüber. Eine weitere Anhörung zum TSVG ist für den 13. Februar im Bundestag geplant.
sas

Digitalisierungsreport 2019: eHealth „aktiv gestalten“     

„eHealth ja, aber“: Unter dieser Formel lässt sich der Digitalisierungsreport 2019 zusammenfassen. Ärzte in Deutschland sehen digitale Anwendungen klar positiv, wenn sie Arbeitsabläufe im Praxisalltag vereinfachen und helfen, Diagnosen zu stellen, haben aber auch konkrete Ansprüche an digitale Anwendungen im Praxisalltag. Laut der Studie, die DAK-Gesundheit und Ärzte Zeitung erhoben und vergangene Woche in Berlin vorgestellt haben, hatten mit der Online-Terminvereinbarung bereits 45 Prozent der 2313 Befragten „konkret zu tun“, mit der Online-Gesundheitsakte (eGA) erst neun Prozent. Trotzdem bewerten 71 Prozent der Teilnehmer die Möglichkeit als positiv, mithilfe der eGA Wechselwirkungen zwischen Medikamenten zu prüfen. 21 Prozent stehen dem neutral gegenüber, neun Prozent finden die automatische Medikationsprüfung über die eGA „nicht gut“. Grundvoraussetzungen für einen reibungslos funktionierenden digitalen Prozess seien interoperable und manipulationssichere Systeme, forderte Dr. Thomas Kriedel, Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Es werde häufig der Vorwurf laut, dass Ärzte sich gegen die Digitalisierung sperrten und den Prozess blockierten, indem sie die Transparenz scheuten und Datenschutz über alles stellten. „Die differenzierte Betrachtung von Seiten der Ärzteschaft darf nicht als Blockadehaltung ausgelegt werden“, betonte Kriedel. „Die Digitalisierung ist eine Gestaltungsaufgabe“, sagte Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit auf der Pressekonferenz. „Wir sind gut daran beraten, sie aktiv zu gestalten.“ Dies könne nur gemeinsam angegangen werden: Der Staat müsse den Rahmen vorgeben, die Ausgestaltung müsse bei der Selbstverwaltung liegen.
mar

 

Aus dem Verband:

Praxispool: Das Online-Suchportal für Praxisabgabe und Praxisübernahme

Der FVDZ bietet mit dem Praxispool ein Online-Suchportal für Zahnärzte, die sich in einer eigenen Praxis niederlassen wollen, für Zahnärzte, die ihre Praxis aufgeben möchten oder für Zahnärzte, die eine Sozietät gründen möchten. Mit Hilfe eines Online-Fragebogens werden (unter strengen Datenschutzbestimmungen) Angaben zur Region oder Praxisausstattung gespeichert. Sobald Übereinstimmungen beider Nutzer vorhanden sind, wird dies den beiden bekannt gegeben und der Kontakt kann per E-Mail hergestellt werden. Der Praxispool kann sowohl von Mitgliedern als auch von Nichtmitgliedern kostenfrei genutzt werden.
Weitere Informationen zum Praxispool finden Sie auf der Homepage: www.fvdz.de/praxispool
red

 

Zu guter Letzt:

Autsch! Jeder Fünfte mag seine Zähne nicht

Schöne Zähne gelten als Visitenkarte. Viele Deutsche mögen ihre Zähne aber nicht. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage sind 19 Prozent aller Befragten unzufrieden mit ihren Zähnen. Die Mehrheit ist glücklicherweise anderer Meinung. Fast jeder sechste Deutsche (12 Prozent) ist laut Studie mit dem Aussehen der eigenen Zähne sehr zufrieden, 68 Prozent finden ihre Zähne in Ordnung. Aber nicht nur die Optik der eigenen Zähne sind den Umfrageteilnehmern wichtig. Auch bei der Partnerwahl spielt sie eine große Rolle, denn über ein Drittel achtet beim ersten Date zuerst auf die Zähne des Gegenübers.
Quelle: zm online, zwp online

 

Sehr geehrter Herr Dr.

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik. Darüber hinaus möchten wir Sie in eigener Sache auf die Seminare des FVDZ aufmerksam machen.

Unsere Themen in dieser Ausgabe:

  • FVDZ fordert Moratorium bei Digitalisierung
  • TSVG: Protest der Ärzteschaft am 23. Januar
  • TSVG: Spahn will Selbst-Ermächtigung nachschieben
  • Ministerin: Isolierte Novelle der Approbationsordnung nicht zielführend
  • Ärztin soll neue Patientenbeauftragte werden
  • 51. Zahnärzte Winterkongress zum ersten Mal in Schladming
  • Zu guter Letzt: Bier gegen Alkoholvergiftung

Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

FVDZ fordert Moratorium bei Digitalisierung

In Anbetracht der aktuellen Debatte um gehackte Daten zahlreicher Politiker und Prominenter fordert der Freie Verband ein Moratorium bei der Einführung der digitalen Infrastruktur im Gesundheitswesen wie etwa dem Versicherten-Stammdaten-Management und der elektronischen Patientenakte. Es zeige sich mal wieder, dass die Digitalisierung kein Patentrezept sei. „Wer jetzt noch behauptet, die Patientendaten in der elektronischen Patientenakte oder gar Gesundheits-Apps auf Smartphones sind sicher, hat den Schuss nicht gehört! Da helfen auch demonstrativer Aktionismus und erhöhte Strafandrohungen gar nichts!“, erklärte Harald Schrader, Bundesvorsitzender des FVDZ. „Kontonummern, Telefonnummern, Adressen kann man ändern, nicht aber Gesundheitsdaten. In den falschen Händen sind sie eine lebenslange Bedrohung.“ Es sei ratsam, den gesamtem Digitalisierungsprozess im Gesundheitswesen zu überdenken, um Sicherheitsdefizite erkennen und beheben zu können. Digitalisierung richtig und sinnvoll eingesetzt wie beispielsweise beim Röntgen, bei Zahnersatzherstellung mittels CAD oder beim Navigieren für Implantate sei zu begrüßen. Die Risiken und Nebenwirkungen der digitalen Versorgungssteuerung seien durch den umfangreichen Datenklau jedoch ein weiteres Mal erkennbar geworden. „Der FVDZ beharrt darauf, dass sensible Daten beim Patienten und den Ärzten seines Vertrauens bleiben und nicht zentral gespeichert werden“, sagte Schrader.
jg, jh

TSVG: Protest der Ärzteschaft am 23. Januar

Eine Vielzahl von Ärzteverbänden und -organisationen haben den 23. Januar zum Protest- und Aktionstag gegen das Terminservice- und Versorgungsgesetz erklärt. Die Freie Ärzteschaft (FÄ) ruft dazu auf, den Protest zu unterstützen, sich bei regionalen Treffen zu informieren und über die Auswirkungen des Gesetzes zu diskutieren. Bislang sind Aktionen in Hamburg, Hannover, Rotenburg (Wümme), Regensburg, Ingolstadt, Witten sowie Bad Segeberg geplant. Aktuelle Informationen unter: www.niedergelassene-protestieren.de.
Am Montag dieser Woche beschäftigt sich der Petitionsausschuss mit dem Gesetz. Mehr als 200.000 Unterstützer fand eine Petition des Bundesverbandes der Vertragspsychotherapeuten (bvvp) und 27 weiterer Verbände. Der bvvp fordert u.a.: „Der Deutsche Bundestag möge beschließen, den von der Bundesregierung am 26.09.2018 eingebrachten Entwurf zum Gesetz für schnellere Termine und bessere Versorgung (Terminservice- und Versorgungsgesetz – TSVG) abzulehnen und an das zuständige Fachministerium zurück zu verweisen.“ Das Gesetz stößt auf Widerspruch, da es u.a. zwingend eine vorgeschaltete Instanz vor dem Zugang zum behandelnden Psychotherapeuten vorsieht.
Quelle: änd

TSVG: Spahn will Selbst-Ermächtigung nachschieben

Mit einem Änderungsantrag zum TSVG will Minister Spahn sein Ministerium dazu ermächtigen, selbst zu entscheiden, was Kassenleistung wird und was nicht – ohne das Votum des (zuständigen) Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Die Reaktion des G-BA-Vorsitzenden, Prof. Josef Hecken, ließ nicht lange auf sich warten: „Mit einer solchen Ermächtigung des BMG wäre der Weg in die Beliebigkeit und Staatsmedizin vorprogrammiert“, erklärte Hecken. Per Ministerverordnung könnten künftig einfach Behandlungsmethoden, deren Nutzen und Schaden völlig unklar sei, nach Belieben und politischer Opportunität in die GKV gelangen. Dies sei ein vollständiger Systembruch und ein völlig systemfremder, überzogener und unangemessener Vorschlag. Und weiter: „Der geplante neue § 94a SGB V kann nur als ‚Methodenbewertung super light‘ bezeichnet werden und ist ein Schritt zurück ins medizinische Mittelalter, denn er ersetzt in der Bundesrepublik Deutschland die mittlerweile sich weltweit sogar in Schwellenländern als Standard durchsetzende evidenzbasierte Medizin durch früher geltende Prinzipien der „eminenzbasierten“ Medizin, die jahrhundertelang Grundlage für unwirksame und gefährliche Anwendungen war, wie etwa dem Aderlass.“
Quelle: änd

Ministerin: Isolierte Novelle der Approbationsordnung nicht zielführend

Eine neue Approbationsordnung für Zahnärzte (ApprOZ) wird es wohl in absehbarer Zeit nicht geben. Die rheinlandpfälzische Gesundheits- und Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler hat in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der CDU-Fraktion im Landtag erstmals deutlich gemacht, dass es „zum jetzigen Zeitpunkt nicht zielführend“ sei, die „Approbationsordnung für Zahnärzte isoliert zu novellieren“. Zu dieser Auffassung ist die Ministerin vor dem Hintergrund einer zeitnahen Umsetzung des bereits verabschiedeten Masterplans des Medizinstudiums 2020 gekommen. Dieser sehe eine enge Verzahnung der Human- und Zahnmedizin vor. Deshalb werde eine Synchronisation der beiden Approbationsordnungen für Human- und Zahnmedizin als sinnvoll erachtet. Dies entspreche auch der Bewertung der Expertenkommission zum Masterplan Medizinstudium 2020. Daneben gebe es noch weitere problematische Punkte in der Novelle der ApprOZ. Unabhängig davon sei der „inhaltliche Modernisierungsbedarf der ApprOZ allgemein anerkannt und wird sowohl auf der Gesundheits- wie auch auf der Wissenschaftsseite in den Landes- und Bundesgremien gesehen“. Um die Novellierung der seit 1955 geltenden zahnärztlichen Approbationsordnung wird nun seit mehr als zehn Jahren gerungen.
sas

Ärztin soll neue Patientenbeauftragte werden

Die Herzchirurgin und CDU-Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Claudia Schmidtke aus Lübeck soll neue Patientenbeauftragte der Bundesregierung werden. Das Bundeskabinett muss dem Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) allerdings noch zustimmen. Damit wird die Medizinerin voraussichtlich die Nachfolgerin von Ralf Brauksiepe, der nach sechs Monaten freiwillig das Amt aufgab und in die Wohnungswirtschaft wechselte. Das Amt war danach zwei Monate vakant. Schmidtke gehört seit 2017 dem Parlament an, zuvor war sie stellvertretende Chefärztin am Herzzentrum Bad Segeberg und davor viele Jahre als Oberärztin in der Klinik für Herz- und thorakale Gefäßchirurgie an der Universität Lübeck beschäftigt. Berufsbegleitend hat sie Gesundheitsökonomie studiert und einen MBA-Abschluss erworben. Sie trat 2015 in die CDU ein, weil sie den Hochschulstandort Lübeck stärken wollte.
Quelle: Ärzte Zeitung

Aus dem Verband:

51. Zahnärzte Winterkongress zum ersten Mal in Schladming

Der bekannte Winterkongress an einem neuen Tagungsort: Über die Karnevalszeit - vom 3. bis 8. März 2019 - lädt der Freie Verband zum 51. Zahnärzte Winterkongress ins moderne Kongresszentrum in den Skiort Schladming (Österreich) ein. Vertiefen Sie in der Kongresswoche gemeinsam mit Ihrem Praxisteam Ihre Kenntnisse und lernen Sie von international anerkannten Referenten klinisch- und praxisrelevantes Grundlagen- und Expertenwissen. Abgerundet wird die niveauvolle Fortbildung von einem attraktiven Rahmenprogramm. Die Region bietet Ihnen perfektes Skivergnügen für das Praxisteam und die ganze Familie. Wir empfehlen eine frühzeitige Hotelbuchung über den Tourismusverband Schladming und freuen uns, Sie im März 2019 in der schönen Winterkulisse der Steiermark begrüßen zu dürfen. Anmeldungen sind online (www.fvdz.de/schladming) oder per E-Mail möglich: (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) / Fax (+49 (0) 22 8 34 06 - 71).
red

Zu guter Letzt:

Bier gegen Alkoholvergiftung

Um einen Mann vor einer schweren Alkoholvergiftung zu bewahren, gaben seine Ärzte ihm noch mehr Alkohol: pro Stunde eine Dose Bier. Nach 15 Stunden und 15 Dosen Bier konnte er das Krankenhaus verlassen, außer einem bösen Kater soll er keine Beschwerden mehr gehabt haben. Der 48-Jährige war am 25. Dezember bewusstlos und in lebensbedrohlichem Zustand auf die Intensivstation des Quang Tri Krankenhauses in der gleichnamigen nordvietnamesischen Provinz eingeliefert worden, nachdem er zuvor auf einer Party große Mengen vermutlich mit Methanol verunreinigten Schnaps getrunken hatte. Beim Abbau in der Leber entstehen Formaldehyd und Ameisensäure. Dies kann zur Erblindung und sogar zum Tod führen. Der Trick führt nun dazu, dass die Leber mit der Verarbeitung von Ethanol, also "normalen" Alkohol, beschäftigt ist, das Methanol wird dann gar nicht erst abgebaut, sondern nach und nach durch die Atmung und den Urin ausgeschieden. Quelle: spiegel, dpa

Anmerkung des Webmasters:  Nach deutschem psychatrischem Verständnis ist eine derartige  Therapie  UNETHISCH... Suchttherapie geht so nicht nach ICD10

Sehr geehrter Herr

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik. Darüber hinaus möchten wir Sie in eigener Sache auf die Seminare des FVDZ aufmerksam machen.

Unsere Themen in dieser Ausgabe:

  • Bundesvorstandssitzung: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“
  • TSVG-Protest: Ärzte zeigen Flagge
  • KBV- Arztzeituhr: Immer weniger Zeit für Patienten
  • Selbstverwaltung: Spahn sieht sich als „Entscheider“
  • Golf-Krise: Lauterbach entschuldigt sich
  • Jetzt anmelden: Zahnärzte-Sommerkongress vom 17. bis 21. Juni 2019 auf Usedom
  • Zu guter Letzt: Autofahrer putzt sich während der Fahrt die Zähne

Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

Bundesvorstandssitzung: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“

Die erste Sitzung des Jahres fand für den Bundesvorstand des FVDZ in Berlin statt. Gemäß dem Ausspruch von Erich Kästner: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“, erklärte der Bundesvorsitzende Harald Schrader das Jahr 2019 zum Jahr der Kommunikation und zum Europajahr. Eine neu gegründete Projektgruppe beschäftigt sich demzufolge denn auch mit der Platzierung zahnärztlicher Themen zu den Wahlen zum EU-Parlament. Ziel ist es, ein eigenständiges Profil des Verbandes zu entwickeln. Hierbei sollen auch die Landes- und Bezirksorganisationen des Verbandes eine stärkere Rolle spielen. Die Europawahl wird auch bei den berufspolitischen Diskussionen im Rahmen der Kongresse in Schladming im Februar und auf Usedom im Juni thematisiert werden.
Auch das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) wurde im Bundesvorstand erneut diskutiert. Eine zweite Anhörung im Bundestag wird am 13. Februar stattfinden, weil es offenbar auch innerhalb der Regierungs-Parteien noch keine einheitliche Position gibt. Mittlerweile gibt es aber eine gemeinsame Positionierung des Freien Verbandes mit Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung und Bundeszahnärztekammer. Der Freie Verband weiche nicht von seiner Grundposition ab, dass zahnärztliche MVZ die Versorgung verschlechtern, betonte der Bundesvorsitzende. „Es ist wichtig, dass wir als Interessenwahrnehmer der freien und selbstständigen Praxis in den Fokus rücken und diesen Status Quo auch verteidigen“. Die gemeinsame konkrete Positionierung der Zahnärzteschaft zum TSVG sei aber zwingend gewesen, um die kleine Chance für Veränderungen beim Zugang von MVZ zur zahnärztlichen Versorgung zu nutzen, ergänzte Schrader. Der FVDZ arbeite an Modellen, die dem Patienten zugewandt sind und dem Zahnarzt eine selbstbestimmte Berufsausübung ermöglichen. Dazu werden im Februar auch Gespräche mit Kooperationspartnern stattfinden. „Wir müssen bessere Argumente als die Kapital-Investoren für unsere zukünftigen Kollegen haben“, fasste der Bundesvorsitzende die Verbandsposition prägnant zusammen.
jg

TSVG-Protest: Ärzte zeigen Flagge

Am 23. Januar gab es in vielen Orten Protestaktionen gegen das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG). Die wohl größte Veranstaltung mit über 300 Ärzte und Psychotherapeuten fand im Hamburger Ärztehaus statt. Dr. Dirk Heinrich, Vorsitzender der Vertreterversammlung der KV Hamburg und Bundesvorsitzender des NAV Virchow-Bundes übte breite Kritik am Gesetzesvorhaben und prophezeite massive Probleme, wenn die Bedarfsplanung für einzelne Arztgruppen ausgesetzt werde. Die Teilnehmer der Debatte tauschten sich auch über effektive Schritte gegen das Gesetz aus, die Vorschläge reichten von E-Mails an Bundestagsabgeordnete bis zur kollektiven Zulassungsrückgabe. Zur Zulassungsrückgabe wurde auch der politische Gast, der Hamburger FDP-Bundestagsabgeordnete, Zahnarzt und Rechtsanwalt Dr. Wieland Schinnenburg befragt. „Da pokert man sehr hoch und kann tief fallen. Aus juristischer Sicht muss ich da abraten“, erklärte er. Allerdings würde die politische Wirkung dieser Protestform auf einem anderen Blatt stehen. „Eingebettet in ein Gesamtkonzept kann das ein überlegenswerter Schritt sein“, sagte Schinneburg. Zunächst riet er dennoch zur Kommunikation: Die Mediziner sollten mit ihren Kollegen und Patienten sprechen.
Quelle: änd

KBV- Arztzeituhr: Immer weniger Zeit für Patienten

Für die Politik ist das Mittel gegen Fachkräftemangel in Praxen, Kliniken und der Pflege und die damit immer knapper werdenden Zeit für Patienten das TSVG. Die Ärzte befürchten hingegen, dass das Gesetz eher zu einem Verlust an Arztzeit führen wird. Die KBV hat darum eine symbolische „Arztzeituhr“ präsentiert, um diese Entwicklung anschaulich darzustellen. Denn durch das Gesetz würden die Rahmenbedingungen für Niedergelassene und niederlassungswillige Mediziner immer unattraktiver. „Betroffen davon sind vor allem die selbstständig tätigen Ärzte in eigener Praxis, die ohnehin im Schnitt 52 Wochenstunden arbeiten“, erklärte Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV. Er betonte aber zugleich, dass auch angestellte Ärzte eine medizinisch hervorragende Arbeit leisten, wenngleich deren Arbeitsverträge die Arbeitszeit auf maximal 40 Stunden begrenzten. Das TSVG dezimiere noch einmal künstlich die zur Verfügung stehende Arztzeit. Dies zeigt die Arztzeituhr mit einer digitalen Stundenanzeige, die minütlich zurückgeht.  „Mit diesem rückwärtslaufenden Countdown wollen wir ein Signal setzen. Rein rechnerisch verschwinden in jeder Minute insgesamt 474 Arztzeitminuten“, erklärte Dr. Stephan Hofmeister, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KBV. Das bedeute, dass alle vier Stunden ein Arzt weniger für die Versorgung zur Verfügung stehe.
Quellen: KBV

Selbstverwaltung: Spahn sieht sich als „Entscheider“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung klargestellt, dass er nur in Ausnahmefällen in die Entscheidungen der Selbstverwaltung eingreifen will. Er kritisierte, dass die Selbstverwaltung für manche Beschlüsse zu lange brauche, wie zum Beispiel bei der Behandlung von Lipödemen. "Die Selbstverwaltung spielt in unserem System eine wichtige Rolle. Das soll auch so bleiben", erklärte der Bundesgesundheitsminister. Allerdings behalte er sich vor, „in Ausnahmefällen“ als Minister zu entscheiden. Wenn die Selbstverwaltung nicht zu einer Entscheidung komme, dann müsse der Gesundheitsminister den konkreten Konflikt lösen können. Dafür habe er die Rechtsaufsicht und auch die demokratische Legitimation.
Quelle, FAZ, änd

Golf-Krise: Lauterbach entschuldigt sich

Nicht nur Robert Habeck, sondern auch Prof. Lauterbach scheint Schwierigkeiten zu haben, sich auf Twitter im Zaum zu halten. Lauterbachs Tweet vom Neujahrsempfang der Bundesärztekammer löste einen Shitstorm aus, der ihn zum Einlenken brachte. Kurz vor Weihnachten hatte er in einem Interview den niedergelassenen Ärzten vorgeworfen, sich lieber auf dem Golfplatz zu tummeln, statt sich um Patienten zu kümmern. Vergangene Woche nun legte er auf Twitter nach mit einem Selfie vom Neujahrsempfang im KaDeWe und schrieb: „Mit den Ärztefunktionären von KV und Ärztekammer mit Spahn beim traditionellen Neujahrsempfang im KaDeWe. Es wird viel über ‚Golf’ geredet… Hummer wird serviert. Auf meinen Vorschlag, den Hummer à la Ribéry mit Goldblattbelag zu reichen reagierte man aber ‚reserviert’”. Die Anspielung auf das mit Blattgold überzogene Steak, mit dem sich Bayern-Star Ribéry in den sozialen Medien brüstete, ging aber offenbar nach hinten los. Die Reaktionen auf Twitter reichten von hämischem Spott über die SPD bis zur totalen Ablehnung als „dekadente Selbstinszenierung“. Lauterbach ruderte schließlich zurück und zwitscherte: „Tweet #hummergate wurde viel diskutiert. Ich hatte Ärzten öffentlich vorgeworfen, dass der ein oder andere zu viel Golf spiele, statt Praxis offen zu halten. Daher das Gerede über Golf. Hummer esse ich nie. Auch dort nicht. Spott auf Twitter sollte ich wohl mäßigen.“
Quelle: änd, red

Aus dem Verband:

Jetzt anmelden: Zahnärzte-Sommerkongress vom 17. bis 21. Juni 2019 auf Usedom

Der Freie Verband lädt Zahnärzte und Praxismitarbeiter zum 26. Sommerkongress auf die Ostseeinsel Usedom ein. Die traditionsreiche Fortbildungsveranstaltung findet vom 17. bis 21. Juni 2019 im Maritim Hotel Kaiserhof in Heringsdorf statt. Die Teilnehmer können aus einem umfangreichen Angebot an Seminaren und Vorträgen wählen. Schwerpunktthemen sind in diesem Jahr Adhäsivtechnik und Zahnersatz. Auch an den Mehrwert für das Praxisteam wurde mit einer Vielzahl von Teamseminaren gedacht. Eine große Dentalausstellung und ein buntes Rahmenprogramm runden die Fortbildungswoche ab. Die Teilnahme steht FVDZ-Mitgliedern wie Nicht-Mitgliedern offen. Das detaillierte Programm zum Zahnärzte-Sommerkongress können Sie auf der Verbandswebsite unter www.fvdz.de/usedom einsehen oder bei der FVDZ-Bundesgeschäftsstelle (Tel. 0228 – 8557 34) anfordern.
red

Zu guter Letzt:

Autofahrer putzt sich während der Fahrt die Zähne

Ein Autofahrer aus dem Landkreis Emmendingen (Baden-Württemberg) hat die Zahnhygiene so ernst genommen, dass er die Polizei auf den Plan rief. Einem anderen Verkehrsteilnehmer fiel auf, dass der Autofahrer Schlangenlinien fuhr und er entschloss sich, die Polizei zu rufen. Die Erklärung für die seltsame Fahrweise verwunderte die Polizeibeamten, denn daran waren weder Alkohol noch Drogen Schuld. Der Mann war an diesem Morgen spät dran und so musste er während der Autofahrt die Zähne putzen und spuckte deshalb aus dem Fenster. Dabei könne es durchaus zu der seltsamen Fahrweise gekommen sein, räumte der Zahnputz-Enthusiast ein.
Quelle: Badische Zeitung

Sehr geehrter Herr Dr.

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik.

Unsere Themen in dieser Ausgabe:

  • BMG: Kein Zweifel an Nutzen der Kieferorthopädie
  • BFAV: Patientenakte nicht sicher
  • Barmer-Chef will mehr Geld für große Kassen
  • Obamacare bleibt vorläufig in Kraft
  • Studie: Warum Patienten lügen
  • Praxispool: Das Online-Suchportal für Praxisabgabe und Praxisübernahme
  • Zu guter Letzt: Tschechische Supermärkte müssen abgelaufene Lebensmittel spenden

Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

BMG: Kein Zweifel an Nutzen der Kieferorthopädie

Eine vom Bundesgesundheitsministerium in Auftrag gegebene Studie zum Nutzen der Kieferorthopädie hat hohe Wellen geschlagen. In einem Artikel der „Bild“-Zeitung war von „Abzocke mit Zahnspangen“ sowie dem „Milliarden-Geschäft der Kieferorthopäden“ die Rede. Das BMG stellte in einem Schreiben an die Redaktionen des Landes klar, dass es nicht an der Notwendigkeit kieferorthopädischer Leistungen zweifele. Es sei korrekt, dass eine Meta-Studie vom IGES-Institut in Auftrag gegeben wurde. Allerdings sei die Datenlage nicht ausreichend, um die Nutzenfrage zu beantworten. „Dass Zahnspangen die Morbidität (Karies, Parodontitis, Zahnverlust, etc.) verringern, kann zwar nicht belegt werden, ist aber laut IGES auch nicht ausgeschlossen. Dafür konstatieren die Studien-Autoren, dass sich Zahnfehlstellungen sowie die Lebensqualität der Patienten durch diese Behandlung verbessern“, bekräftigt das Ministerium. Überdies beurteile nicht der Gesetzgeber den Nutzen einer Behandlung, sondern der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA). Gleichzeitig erklärte das BMG den Forschungsbedarf und die Handlungsempfehlungen mit den beteiligten Organisationen zu diskutieren. SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach forderte: „Der Gemeinsame Bundesausschuss muss sich damit beschäftigten.“ Es müsse untersucht werden, ob wirklich medizinische Gründe zu einer massiven Zunahme der Behandlungskosten geführt hätten, oder ob es wirtschaftliche seien.
Quelle: änd

BFAV: Patientenakte nicht sicher

Die aktuelle Debatte um geleakte Prominentendaten wirft auch ein Schlaglicht auf die Sicherheit der geplanten oder schon bestehenden elektronischen Patienten-Akten (ePA). IT-Fachleute hatten auf dem 35. Chaos Communication Congress (35C3) des Chaos Computer Clubs in Leipzig deren Sicherheit bezweifelt. So entspreche die Authentifizierung der digitalen Patientenakte Vivy nicht den gängigen Sicherheitsvorstellungen. Unterdessen warnte auch der Bayerische Facharztverband (BFAV) vor einer Fortführung des Projekts elektronische Patientenakte. Diese gehöre auf den „Datenmüll“. Es sei „höchste Zeit, inne zu halten und den erzwungenen Anschluss aller Praxiscomputer an ein zentrales IT-Netz zu verhindern“, betont der Datenschutzbeauftragte des BFAV, Dr. Karl Ebertseder. Wenn bereits heute Hacker die Sicherheitskonzepte von Gesundheits-Apps und digitalen Internet-Plattformen mühelos knacken könnten, würden immense Datenschutz-Probleme drohen, wenn in ein paar Jahren alle Gesundheitsdaten der Bevölkerung zentral gespeichert und online abrufbar sein sollten, so seine Befürchtung. Die Einführung der ePA mache die mehr als 72 Millionen gesetzlich Versicherten in Deutschland zu „unfreiwilligen Beta-Testern“ für die IT-Industrie.
Quelle: änd, red

Barmer-Chef will mehr Geld für große Kassen

Der Vorstandsvorsitzende der Barmer Ersatzkasse, Christoph Straub, hat in einem Interview mit der „Rheinischen Post“ gefordert, dass für die Gesundheitsversorgung in den Städten mehr Geld zur Verfügung gestellt werden muss. Da es in den Städten mehr Ärzte, Therapeuten und Kliniken gebe, seien die Kosten pro Kopf höher als auf dem Land. Diesen Unterschied berücksichtige jedoch der morbiditätsorientierte Risikostruktur-Ausgleich (Morbi-RSA) nicht. Somit bekämen regional agierende Krankenkassen zu viel und überregional agierende Krankenkasse zu wenig Geld aus dem Gesundheitsfonds. Der Ärztemangel in vielen ländlichen Gebieten ist für Straub ein „Strukturproblem“, das auch der Morbi-RSA nicht beheben könne. Dafür seien vielmehr „wichtige Maßnahmen zur Sicherstellung der ärztlichen Versorgung auf dem Land“ das richtige Mittel.
Quelle: änd

Obamacare bleibt vorläufig in Kraft

Obwohl die Republikaner und allen voran der Präsident der USA, Donald Trump, schon einige Versuche unternahmen, die Gesundheitsreform „Obamacare“ abzuschaffen, sind sie ein weiteres Mal gescheitert. Ein Urteil des Bundesrichters Reed O´Connor, das die Gesundheitsreform „Obamacare“ für verfassungswidrig erklärt hatte, tritt vorerst nicht in Kraft. Der Bundesrichter bekräftigte zwar in seiner Begründung, dass er die Gesundheitsreform nach wie vor für verfassungswidrig halte, die Anordnung solle aber nicht sofort in Kraft treten, da viele Amerikaner ansonsten mit „großer Unsicherheit“ konfrontiert würden. Nun können Berufungsklagen gegen das Urteil eingereicht werden und „Obamacare“ bleibt vorerst in Kraft.
Quelle: Ärzte Zeitung

Studie: Warum Patienten lügen

Dass die Angaben zum Nikotin-Konsum eher nach oben, diejenigen zu Zahnpflegezeiten eher nach unten korrigiert werden müssten, weiß jeder Zahnarzt. Schwerer wiegt, dass offenbar viele Patienten gesundheitsrelevante Informationen vor ihrem Arzt verheimlichen. Forscher aus Middletown/Connecticut befragten in zwei Online-Umfragen (A und B) 4510 Erwachsene, ob sie ihren Ärzten in bestimmten Situationen schon einmal Informationen verschwiegen hatten. Dies geschah am häufigsten, wenn die Patienten mit den Empfehlungen ihres Arztes nicht einverstanden waren (A: 46 / B: 31 Prozent). Auf Platz zwei folgten Situationen, in denen die Patienten die Anweisungen ihres Arztes nicht befolgt hatten (32/24). Einen ungesunden Lebensstil hatten mehr als 20 Prozent der Patienten verheimlicht. Etwas weniger häufig wurden Medikationsfehler nicht mitgeteilt (23/18) oder die Einnahme eines Medikaments bewusst verheimlicht (16/10). Als Gründe wurden (absteigende Häufigkeit) genannt:  nicht wegen des Verhaltens verurteilt oder belehrt zu werden, nicht hören zu müssen, wie schlecht ein bestimmtes Verhalten ist, die Peinlichkeit, etwas zuzugeben, nicht als schwieriger Patient zu gelten, nicht (noch) mehr Zeit ihres Arztes in Anspruch zu nehmen. Patienten, die relevante Informationen verschwiegen, waren etwas häufiger jünger und weiblich – und in einem schlechteren Gesundheitszustand. Fazit der Forscher: Vertrauen und Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten müssten verbessert werden.
Quelle: Ärztezeitung, red

Aus dem Verband:

Praxispool: Das Online-Suchportal für Praxisabgabe und Praxisübernahme

Der FVDZ bietet mit dem Praxispool ein Online-Suchportal für Zahnärzte, die sich in einer eigenen Praxis niederlassen wollen, oder für Zahnärzte, die ihre Praxis aufgeben möchten. Mit Hilfe eines Online-Fragebogens werden (unter strengen Datenschutzbestimmungen) Angaben zur Region oder Praxisausstattung gespeichert. Sobald Übereinstimmungen beider Nutzer vorhanden sind, wird dies den beiden bekannt gegeben und der Kontakt kann per E-Mail hergestellt werden. Als Mitglied im Freien Verband können Sie sowohl den Praxispool als auch viele andere Vorteile einer Mitgliedschaft genießen. Nichtmitglieder, die Ihre Praxis abgeben möchten, nutzen den Praxispool kostenfrei. Praxisübernehmer, die noch nicht Mitglied im Freien Verband sind, können Gesuche kostenfrei einstellen, passende Praxisangebote jedoch erst einsehen, wenn Sie dem FVDZ beitreten.
Weitere Informationen zum Praxispool finden Sie auf der Homepage: https://www.fvdz.de/praxispool
red