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Fortbildung Himmelkron-En...
On Mi, 24. Oktober 2018 19:00 h
Fortbildung Fortbildung Himmelkron-En...

Sehr geehrter Herr Dr.,

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik. Darüber hinaus möchten wir Sie in eigener Sache auf die Seminare des FVDZ aufmerksam machen.

Unsere Themen in dieser Ausgabe:

  • Hauptversammlung in Lübeck: Freier Verband zeigt Großinvestoren die Rote Karte
  • Pflegepersonalstärkungsgesetz (PpSG): FVDZ veröffentlicht Stellungnahme
  • Adhäsive Zahnmedizin: „young dentists meeting“ am 19. und 20. Oktober 2018 in Bonn
  • Alternative auf dem Land: KBV will Intersektorale Gesundheitszentren schaffen
  • Zu guter Letzt: Totalprothesen aus dem 3-D-Drucker


Aus dem Verband:

Hauptversammlung in Lübeck: Freier Verband zeigt Großinvestoren die Rote Karte

Der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) hat auf der Eröffnung der Hauptversammlung (HV) in Lübeck ein klares Zeichen gesetzt und von Fremdinvestoren betriebenen zahnärztlichen Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) die Rote Karte gezeigt. Damit wurden auch die Politik und insbesondere Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im laufenden Gesetzgebungsverfahren zum Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) zu Korrekturen aufgefordert. „Noch haben wir es selbst in der Hand, die Zukunft unserer Berufsausübung zum Wohl unserer Patienten selbst zu gestalten, nämlich entweder als Erfüllungsgehilfen einer desolaten Politik und als Handlanger von Gewinnmaximierern oder aber als freie selbstbestimmte Ärzte und Zahnärzte im Dienst unserer Patienten“, erklärte der Bundesvorsitzende des FVDZ, Harald Schrader.
Dr. Heiner Garg, Minister für Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein, sprach ein Grußwort. Das Festreferat hielt Prof. Dr. Jürgen Wasem zum Thema: „Der selbstständige freiberufliche Vertragszahnarzt aus ökonomischer Perspektive“. Er folgerte, dass der Gesetzgeber auf „gleichlange Spieße“ zwischen freiberuflichen Vertragszahnärzten und MVZ achten sollte. An der anschließenden Podiumsdiskussion nahmen neben Minister Garg, Prof. Dr. Wasem und dem Bundesvorsitzenden, auch Dr. Wolfgang Eßer, Vorstandsvorsitzender der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) sowie Dr. Peter Engel, Präsident der Bundeszahnärztekammer (BZÄK), teil. Es bestand Konsens, dass der Berufsstand am Scheideweg steht, aber dass sich der FVDZ gemeinsam mit KZBV und BZÄK für eine wohnortnahe, hochqualitative und flächendeckende Versorgung der Patienten einsetzen will und die ethisch-moralischen Werte der Zahnheilkunde nicht dem Investorenmodell preisgeben wird. Bei der dreitägigen Hauptversammlung widmeten sich die Delegierten in ihren Debatten neben der Kampagne des Verbandes gegen die Ausbreitung von Fremdinvestoren in der Zahnmedizin auch der Telematikinfrastruktur sowie dem Thema Freiberuflichkeit. Außerdem forderte die HV einen Strategiewechsel, um den jahrzehntelangen Stillstand beim GOZ-Punktwert aufzubrechen.
jg

Pflegepersonalstärkungsgesetz (PpSG): FVDZ veröffentlicht Stellungnahme

Der FVDZ begrüßt die Zielrichtung des Gesetzentwurfes, Pflege und Betreuung von Patienten und Pflegebedürftigen weiter zu verbessern. Besonders die vorgesehenen Schritte zur Verbesserung und zum Ausbau zahnmedizinischer Betreuung und Leistungen, die über das bestehende AuB-Konzept hinausgehen, wertet der Verband positiv. Auch die Aufhebung der Genehmigungserfordernis bei Krankenfahrten begrüßt der FVDZ. Jedoch atmet auch dieses Gesetz wieder Zwangsregulierung, anstatt Anreize zu setzen. Die aktuelle Stellungnahme finden Sie auf www.fvdz.de, und auch im Freien Zahnarzt wird das Thema ausführlich beleuchtet.
jg


Adhäsive Zahnmedizin: „young dentists meeting“ am 19. und 20. Oktober 2018 in Bonn

Die Initiative young dentists (yd²) bietet dem zahnärztlichen Nachwuchs und Praxisgründern Orientierung und Unterstützung. Die Kooperation zwischen der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) und dem Freien Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) vermittelt dabei Starthilfe in Form von kostengünstigen Seminaren in allen Bereichen.
Am 19. und 20. Oktober 2018 findet im Gustav-Stresemann-Institut in Bonn wieder das zweitägige „young dentists meeting“ statt – diesmal zum Thema Adhäsive Zahnmedizin. Im betriebswirtschaftlichen Seminar „Adhäsive Restaurationen - von der betriebswirtschaftlichen Kalkulation bis zur rechtssicheren Berechnung“ zeigt Zahnarzt Robert Schwan am Freitag die korrekte Berechnung adhäsiver Restaurationen für gesetzlich und privat Versicherte (einschließlich der nicht in den Gebührenverzeichnissen enthaltenen Versorgungsformen).
Am Samstag geht es im wissenschaftlichen Teil um „Adhäsive Zahnmedizin - rundherum an einem Tag“. Univ.-Prof. Dr. med. dent. Prof. h.c. Roland Frankenberger beleuchtet in seinem Seminar alle klinisch relevanten Fragen zur Adhäsivtechnik. Ab 80 Euro Seminargebühren (inkl. Unterkunft und Verpflegung) sind Sie dabei. Mehr Infos unter: www.young-dentists.de
red


Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

Alternative auf dem Land: KBV will Intersektorale Gesundheitszentren schaffen

Für die Sicherstellung einer flächendeckenden medizinischen Versorgung will die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) künftig auch auf so genannte Intersektorale Gesundheitszentren (IGZ) setzen. Diese Zentren sollen komplett im ambulanten Sektor angegliedert sein und in erster Linie als Angebot für die regionale Grundversorgung verstanden werden. „Viele kleine Krankenhäuser insbesondere in ländlichen Regionen kämpfen ums Überleben“, sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen vergangene Woche auf einer Pressekonferenz in Berlin. „Deshalb habe wir uns gefragt, wie sich diese Standorte so umbauen lassen, dass die Versorgung vor Ort erhalten bleibt.“ Die Lösung sieht die KBV und ein von ihr in Auftrag gegebenes wissenschaftliches Gutachten in Versorgungseinheiten, deren Angebot über die klassische ambulante Leistungspalette hinausgehen soll. In IGZ vorgesehen sind auch Bettenabteilungen, in denen Patienten maximal fünf Tage bleiben können. Die Gutachter der Universität Bayreuth und der Oberender AG sehen darin die Möglichkeit, die Lücke zwischen der Kurzzeitpflege und der meistens sehr kostenintensiven stationären Versorgung zu schließen. Kernleistungen dieser so genannten erweiterten ambulanten Versorgung (EAV) soll eine allgemeine, internistische und chirurgische Grundversorgung sein, die beispielsweise in Kooperation mit niedergelassenen Ärzten erweitert werden kann. „Es könnten auch Fachärzte tageweise vor Ort sein“, ergänzte KBV-Vize Dr. Stephan Hofmeister. Die Gutachter haben bundesweit insgesamt 75 Landeskrankenhäuser mit 51 bis 150 Betten als idealtypische Standorte für neue IGZ ausgewiesen, davon allein 20 in Bayern. Die KBV fordert nun den Gesetzgeber auf, langfristig rechtliche Rahmenbedingungen vor allem in den Bereichen Honorierung und Bedarfsplanung zu schaffen, damit sich IGZ in Deutschland etablieren können.
mf
 

Zu guter Letzt:

Totalprothesen aus dem 3-D-Drucker

Eine sorgfältige Mundhygiene ist auch bei einer Prothese sehr wichtig. Bei senilen oder mobil eingeschränkten Patienten ist das häufig nicht einfach zu bewerkstelligen und so können Zahnfleischentzündungen die Folge sein. Ein Forscherteam der University at Buffalo im Bundesstaat New York (USA) konnte nun Abhilfe schaffen, indem sie eine Totalprothese aus dem 3-D-Drucker gefertigt haben. Diese enthält ein antimykotisches Medikament, das während des Tragens durchgehend abgesondert wird. Kleine Kapseln, die das Fungizid enthalten und sich nach und nach zersetzen, werden bereits in die Druckmasse eingearbeitet. Im fertigen Endprodukt befindet sich die Kapselschicht außen an der Prothesenseite, die an den Schleimhäuten aufliegt. Ungeklärt ist bislang noch, wie lange die Totalprothese im Mund bleiben kann, bis die Wirkstoffe vollständig abgegeben sind. Außerdem müsste auch eine komplett neue Prothese gedruckt werden, wenn die Fungizid-Kapseln zersetzt sind, weil es unmöglich ist, diese nachzufüllen.
Quelle: ZWP online

Aktuelle Seminarangebote:

Sehr geehrter Herr Dr.

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik. Darüber hinaus möchten wir Sie in eigener Sache auf die Seminare des FVDZ aufmerksam machen.

Unsere Themen in dieser Ausgabe:

  • FVDZ-Hauptversammlung vom 11. Oktober bis 13. Oktober 2018 in Lübeck
  • KBV zu TSVG: Missachtung des freien Berufes
  • Ärztemonitor 2018: Zu viel Bürokratie belastet auch Mediziner
  • Fristverlängerung: TI-Anbindung bis Mitte 2019 Pflicht
  • Warnung vor Fax von so genannter „Datenschutzauskunft-Zentrale“
  • Zu guter Letzt: Neue Kommunikationstechnologie: „Handy“ am Zahn

Aus dem Verband:

FVDZ-Hauptversammlung vom 11. Oktober bis 13. Oktober 2018 in Lübeck

Die Hauptversammlung des Freien Verbands Deutscher Zahnärzte (FVDZ) tagt vom 11. Oktober bis 13. Oktober in der Musik- und Kongresshalle Lübeck. Die drei Kernthemen der diesjährigen Hauptversammlung sind: die Kampagne des FVDZ gegen die Ausbreitung von Fremdinvestoren in der Zahnmedizin, die Digitalisierung in der Zahnheilkunde und die Freiberuflichkeit. Das Grußwort hält Dr. Heiner Garg, Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein. Im anschließenden Festreferat spricht Prof. Dr. Jürgen Wasem zum Thema: „Der selbstständige freiberufliche Vertragszahnarzt aus ökonomischer Perspektive“.
red

Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

KBV zu TSVG: Missachtung des freien Berufes

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) wehrt sich gegen einen vermeintlichen Kontrollwahn des Gesetzgebers. Die Vertreterversammlung (VV) der Körperschaft hat in einer Resolution klargestellt, dass das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) von „einer Missachtung des freien Berufes“ geprägt sei. „Es ist viel zu kleinteilig und nicht geeignet, die Versorgung zu verbessern“, urteilte die VV.
Das Gesetz beinhalte zwar durchaus positive Bausteine: So gebe es für mehr Leistung auch mehr Geld, sagte KBV-Chef Dr. Andreas Gassen. Manche gute Regelung gebe es auch bei der Bedarfsplanung, für die MVZ oder die KV-Eigenbetriebe. „Das kann den KVen die Arbeit erleichtern", erklärte Gassen. Damit höre das Positive aber auch schon auf. „Eine Bevormundung folgt der anderen", stellte der KBV-Chef klar. Ein Kritikpunkt sei die Ausweitung der Pflichtsprechstunden für Vertragsärzte auf 25 Stunden pro Woche sowie die Pflicht zur offenen Sprechstunde für Fachärzte. „Wir werden einen unglaublichen Kontrollapparat brauchen", warnte auch KBV-Vize Dr. Stephan Hofmeister im Gespräch mit der „Ärzte Zeitung“. Hier würden Personal und finanzielle Mittel verbrannt. Zwar vertraue die KBV darauf, dass das zusätzliche Geld, das der Gesundheitsminister versprochen hat, auch fließe. Aus dem Ministerium habe es dazu klare Aussagen gegeben, dass die „üblichen Bereinigungstricks der Kassen nicht geduldet werden", sagte Gassen. Aber bei der Kontrolle der Dinge, die zu exekutieren sind, könne man sich richtig austoben, mahnte Hofmeister.
Quelle: Ärzte Zeitung

Ärztemonitor 2018: Zu viel Bürokratie belastet auch Mediziner

So wie die Zahnärzte sind auch Ärzte und Psychotherapeuten nach wie vor unzufrieden mit dem hohen bürokratischen Aufwand in ihren Praxen. Das ergab eine aktuelle Befragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Die Körperschaft befragte im Rahmen des Ärztemonitors 2018 rund 11.000 Vertragsärzte zu ihren Arbeitssituationen. Der Report macht einmal mehr deutlich, dass der Verwaltungsaufwand viele deutsche Mediziner und Psychotherapeuten belastet. Sie gaben an, im Schnitt 7,4 Stunden pro Woche für bürokratische Arbeiten aufwenden zu müssen. Damit nehmen Verwaltungsarbeiten neben der Patientenversorgung den größten Raum im Praxisalltag ein. Die Folge: Zu viel Papierkram, dagegen kommen die Patienten an vielen Stellen zu kurz. Die KBV spricht sich klar dafür aus, die Bürokratielast abzubauen. Insbesondere sei darauf zu achten, im Zuge der Digitalisierung im Gesundheitswesen, Chancen zu nutzen und Prozesse zu optimieren. Ärzte können über das Online-Forum „Mehr Zeit für Patienten“ ihre Erfahrungen teilen und Vorschläge zum Abbau einreichen, teilt die KBV mit.
Quelle: ZWP online

Fristverlängerung: TI-Anbindung bis Mitte 2019 Pflicht

Für die Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI) gibt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Zahnärzten und Ärzten bis Mitte 2019 Zeit. Allerdings muss der Vertrag noch 2018 geschlossen werden. Demnach müssen Praxisinhaber bis zum 31.12. dieses Jahres einen Anschluss bestellt und den Vertrag dafür unterzeichnet haben.
Spahn kommt Ärzten und Zahnärzten damit entgegen. Der Termin, bis zu dem alle rund 150.000 Arzt- und Zahnarztpraxen mit einem Konnektor ans Internet angeschlossen sein müssen, soll auf Mitte nächsten Jahres verschoben werden. Darauf haben sich laut Medienberichten die Gesundheitspolitiker der großen Koalition geeinigt. „Niedergelassene Ärzte bekommen ein halbes Jahr mehr Zeit, ihre Praxen an die Telematik-Infrastruktur anzuschließen. Dass es länger dauert, haben nicht die Ärzte verschuldet, sondern Lieferengpässe der Industrie", sagte Spahn gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
„Egal, wie wir die digitale Zukunft des Gesundheitswesens gestalten, der Anschluss der Praxen an die Telematik-Infrastruktur ist die Basis dafür", sagte Spahn weiter.
Bislang galt der Dezember 2018 als letzter Zeitpunkt, zu dem die Praxen hierzulande flächendeckend an die TI angeschlossen sein müssen. Danach drohte den Medizinern nach der bisherigen Regelung eine Honorarkürzung um ein Prozent. Allerdings gab es bislang bei der Industrie Lieferschwierigkeiten für die Konnektoren.
Derzeit gibt es mit der CompuGroup und der Deutschen Telekom nur zwei Geräteanbieter, wobei die Telekom erst Anfang September an den Start gegangen ist.
Quelle: zm online, FAZ

Warnung vor Fax von so genannter „Datenschutzauskunft-Zentrale“

Vor einer dreisten Abzock-Masche haben die Datenschutzbeauftragten der Länder gewarnt. Vergangene Woche haben zahlreiche Unternehmer und Vereine – darunter auch Ärzte, Zahnärzte und Anwälte – ein Fax von einer so genannten „Datenschutzauskunft-Zentrale“ bekommen. Darin werden die Empfänger aufgefordert, bis zum 9. Oktober ihre gesetzliche Pflicht zur Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung zu erfüllen und das beigefügte Formular unterschrieben und ausgefüllt zurückzusenden. Auf der ersten Seite des Schreibens wird diese Aktion noch gefettet und unterstrichen als gebührenfrei deklariert, doch im Kleingedruckten steht, dass es sich um den Kauf eines Basisschutz-Beitrages von 498 Euro netto pro Jahr handelt. Die Datenschützer haben darauf hingewiesen, dass solche Schreiben auf keinen Fall bearbeitet werden sollten. Zudem ergab eine Recherche der FVDZ-Rechtsabteilung, dass unter der angegebenen Adresse der „Datenschutzauskunft-Zentrale“ kein Unternehmen gelistet ist. Wer bereits in die Abo-Falle ist getappt ist, sollte den Vertrag anfechten.
Quelle: FVDZ, Thüringer Landesbeauftragter für Datenschutz

Zu guter Letzt:

Neue Kommunikationstechnologie: „Handy“ am Zahn

Wofür werden Zähne nicht alles benutzt - als Träger von Schmucksteinen, für die Übertragung von Geräuschen, zum Kauen… Moment, für die Übertragung von Geräuschen? Sie haben richtig gelesen. Derzeit lässt das Pentagon, Sitz des US-Verteidigungsministeriums, eine neue Kommunikationstechnik entwickeln, die durch den Kieferknochen Schall in den Schädel bis ins Gehör überträgt. Dabei wird ein winziges Gerät, zugleich Mikrofon und Lautsprecher, an einen Backenzahn geklammert. Der Träger dieses sogenannten „Molar Mic“, beispielsweise ein US-Elitesoldat oder ein Geheimagent, kann ohne sichtbare Kopf- oder Ohrhörer und ohne externes Mikrofon, und damit extrem unauffällig, Informationen empfangen und senden.
Der Schall soll sich dabei ähnlich übertragen wie die Geräusche beim Verzehr eines Knuspermüslis - nur statt des Kaugeräuschs erhält der Träger des Molar Mic Informationen. Übrigens sollen sich die übertragenen Geräusche zunächst auch anhören wie das Knacken beim Müslikauen – das Gehirn benötigt laut den Entwicklern drei Wochen Übung, bis es sich an die ungewohnten Töne anpasst und diese verarbeiten kann.
Die Technologie eignet sich besonders für laute Umgebungen und wurde bereits in Kriegsgebieten wie Afghanistan und von allen Waffengattungen des US-Militärs getestet. Zehn Millionen US-Dollar ist dem Pentagon, laut zm online, daher die Forschung an dem neuen System wert.
Quelle: zm online, mar

Hinweis: Wird das FVDZ aktuell nicht korrekt angezeigt, können Sie es hier auf unserer Website einsehen. 

 

Sehr geehrter Herr

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik. Darüber hinaus möchten wir Sie in eigener Sache auf die Seminare des FVDZ aufmerksam machen.

Unsere Themen in dieser Ausgabe:

  • Adhäsive Zahnmedizin: young dentists-Seminar am 19. und 20. Oktober 2018 in Bonn
  • Neue Debatte um Organspende
  • Rücklagen der Krankenkassen so hoch wie nie
  • Ärztemonitor 2018: Mediziner klagen über Bürokratielast
  • Tag der Zahngesundheit: Aktionen eintragen
  • Zu guter Letzt: Karies an 12,5 Millionen Jahre alten Zähnen von Menschenaffen entdeckt

 

Aus dem Verband:

Adhäsive Zahnmedizin: young dentists-Seminar am 19. und 20. Oktober 2018 in Bonn

Die Initiative young dentists (yd²) bietet dem zahnärztlichen Nachwuchs und Praxisgründern Orientierung und Unterstützung. Die Kooperation zwischen der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) und dem Freien Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) vermittelt dabei Starthilfe in Form von kostengünstigen Seminaren in allen Bereichen.
Am 19. und 20. Oktober 2018 findet im Gustav-Stresemann-Institut in Bonn eine zweitägige Veranstaltung zum Thema Adhäsive Zahnmedizin statt. Im betriebswirtschaftlichen Seminar „Adhäsive Restaurationen - von der betriebswirtschaftlichen Kalkulation bis zur rechtssicheren Berechnung “ zeigt Zahnarzt Robert Schwan am Freitag, 19. Oktober 2018, die korrekte Berechnung adhäsiver Restaurationen für gesetzlich und privat Versicherte (einschließlich der nicht in den Gebührenverzeichnissen enthaltenen Versorgungsformen).
Am Samstag, 20. Oktober 2018, geht es dann im wissenschaftlichen Teil um „Adhäsive Zahnmedizin - rundherum an einem Tag“. Univ.-Prof. Dr. med. dent. Prof. h.c. Roland Frankenberger beleuchtet in seinem Seminar alle klinisch relevanten Fragen zur Adhäsivtechnik. Ab 80 Euro Seminargebühren (inkl. Unterkunft und Verpflegung) sind Sie dabei. Mehr Informationen zum Seminar finden Sie auf der Homepage: https://www.young-dentists.de/Seminardetails.html?seminar=4323&event=4378&intStart=1539907200&intEnd=1539993600
red

Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

Neue Debatte um Organspende

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine neue Debatte bei der Organspende ausgelöst, indem er sich dafür aussprach, eine Widerspruchslösung einzuführen. Dies bedeutet, dass jeder automatisch als Organspender gilt, es sei denn, man selbst oder Angehörige widersprechen. Nur so könne die Organspende zum Normalfall werden. Diese Regelung ist in vielen Ländern üblich, zum Beispiel in Spanien. Alle bisherigen Versuche der Politik, die stark zurück€gehende Zahl der Organspender wieder zu erhöhen, seien „leider ohne Erfolg“ geblieben. „Deshalb brauchen wir eine breite gesellschaftliche Debatte über die Widerspruchslösung“, so der Minister. Ein eigener Gesetzentwurf ist dazu nicht in Planung. Spahns Offensive hat eine große Diskussion ausgelöst. Während die Bundesärztekammer die Idee befürwortet, gab es von zahlreichen Unionspolitikern Kritik. Die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Karin Maag, reagierte im Gespräch mit Stuttgarter Nachrichten und Stuttgarter Zeitung verärgert. „So geht es nicht. Wir machen unseren eigenen Gesetzentwurf mit einer Debatte kaputt, die viel zu früh kommt.“ Kanzlerin Angela Merkel befürwortet eine Neuregelung, um zu mehr Organspenden in Deutschland zu kommen. "Ich persönlich habe große Sympathie für die doppelte Widerspruchslösung. Weil ich dann doch aktiv einmal im Leben darüber nachdenken muss, ob ich das möchte oder nicht", sagte sie am Donnerstag im RTL-Sommerinterview. Es sei richtig, dass es dazu eine Debatte ohne Fraktionszwang im Bundestag geben solle.
Quelle: Ärzteblatt, Ärzte Zeitung

Rücklagen der Krankenkassen so hoch wie nie

Das finanzielle Polster der Krankenkassen ist so hoch wie nie. Im ersten Halbjahr des Jahres wurde ein Überschuss von etwa 720 Millionen Euro erzielt. Damit steigen die Ersparnisse der Krankenkassen zum ersten Mal auf mehr als 20 Milliarden Euro. Einnahmen in Höhe von rund 120,3 Milliarden Euro standen Ausgaben von rund 119,6 Milliarden Euro gegenüber. "Die Reserven der Kassen steigen wegen der guten wirtschaftlichen Lage immer weiter an. Davon sollen auch die Beitragszahler profitieren", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nach Veröffentlichung der Daten. Und betonte: "Unser Versichertenentlastungsgesetz ist der richtige Schritt“, so Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.
Quelle: BMG

Ärztemonitor 2018: Mediziner klagen über Bürokratielast

Ärzte müssen 7,4 Stunden pro Woche für Verwaltungstätigkeiten aufwenden, bei den Psychotherapeuten sind es sieben Stunden. Damit ist die Bürokratielast in den Praxen anhaltend hoch. Dies belegen aktuelle Zahlen des Ärztemonitors 2018, die die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) vorab veröffentlicht hat. Die Verwaltungstätigkeit hat nach der Patientensprechstunde den zweitgrößten Anteil an ärztlicher und psychotherapeutischer Arbeitszeit. „Jede Minute mehr an Bürokratie fehlt in der Patientenversorgung und frustriert die Ärzte“, erklärte Dr. Thomas Kriedel, Vorstandsmitglied der KBV „Hier muss man ansetzen, wenn man mehr Behandlungszeit generieren will.“ Ziel müsse es sein, Bürokratie kontinuierlich abzubauen und nicht – wie es die Regelungen des Terminservice- und Versorgungsgesetzes befürchten lassen – weiter zu erhöhen. Mehr als die Hälfte der befragten Ärzte und Psychotherapeuten sagten, dass sie nicht genügend Zeit für ihre Patienten haben.
Für die Erhebung wurden deutschlandweit rund 11.000 Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten zu Themen rund um die Praxis befragt. Alle Ergebnisse werden im Oktober vorgestellt.
Quelle: KBV

Tag der Zahngesundheit: Aktionen eintragen

Der Tag der Zahngesundheit findet wieder am 25. September 2018 statt. Dieses Mal ist das Motto: „Gesund im Mund – bei Handicap und Pflegebedarf“. Seit Juli dieses Jahres ist eine erweiterte Bandbreite an Präventionsleistungen für einen Großteil dieser Patientengruppe zugänglich. Welche konkret, darüber informiert der Aktionskreis zum Tag der Zahngesundheit.
Auch unabhängig vom Kern-Motto können alle Interessierten eigene Aktionen zum Tag der Zahngesundheit kostenlos eintragen: www.tagderzahngesundheit.de/veranstaltungen/veranstaltung-eintragen/
Quelle: Tag der Zahngesundheit

 

Zu guter Letzt:

Karies an 12,5 Millionen Jahre alten Zähnen von Menschenaffen entdeckt

Ein Forscherteam aus Dresden und Tübingen hat fortgeschrittene Karies an 12,5 Millionen Jahre alten Zähnen des Dryopithecus carinthiacus, des ältesten Vertreters der afrikanischen Menschenaffen und des Menschen, gefunden. Das zeigt, dass schon unsere frühen Vorfahren Zugang zu zuckerhaltiger Nahrung hatten und diese auch gern verzehrten. Am Fundort in Kärnten (Österreich) deuten entdeckte Pollen darauf hin. Sie stammen von Bäumen, Sträuchern und Lianen, deren Früchte stark zuckerhaltig sind, beispielsweise Maulbeeren, Wein, Kirschen und Pflaumen. Eventuell kam sogar noch Honig dazu: Denn die Pollen zeugen auch von 46 honigtragenden Pflanzen. „Dieser Befund war für uns sehr überraschend, da das Entstehen des Krankheitsbildes Karies bisher stets mit der Erfindung des Ackerbaus – der Neolithischen Revolution – vor etwa zehntausend Jahren in Zusammenhang gebracht wurde“, erklärte die Leiterin der Studie, Prof. Madelaine Böhme, von der Universität Tübingen.
Quellen: Universität Tübingen, SWR Wissen

Aktuelle Seminarangebote:

Der FVDZ bietet Zahnärzten und Praxismitarbeitern eine Vielzahl von Seminaren in seiner "FVDZ Akademie" an. Die aktuellen Fortbildungsangebote: 

22.09., 10 - 14 Uhr in Bonn (431)
EU-Datenschutz-Grundverordnung - Erfahrungen, Tipps und Lösungen für die Praxis
Details und Anmeldung  
 
19.09., 14 - 20 Uhr in Nürnberg (601)
Elegante Psychologie für die Praxis und das halbe Leben
Details und Anmeldung 
 
26.09., 15 - 18 Uhr in Koblenz (651)
Social Media im Alltag und Beruf: to follow oder not to follow?
Details und Anmeldung 
 
Alle Fortbildungsangebote für 2018 und Informationen zu den Anmeldebedingungen finden Sie hier.
www.fvdz.de/seminarkalender

Beste Grüße
Juliana Gralak

Weitere Informationen zum Verband finden Sie auf unserer Homepage: http://www.fvdz.de/


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Hinweis:
Wenn Sie das FVDZ Aktuell abbestellen möchten oder uns eine neue Adresse mitteilen wollen, können Sie dies bei unserer Kollegin Karin Gönnersdorf tun:
Fax: 0228 - 345465, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Bei redaktionellen Fragen wenden Sie sich bitte an Juliana Gralak, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Diese Mail ging an die folgende E-Mailadresse

Sehr geehrter Herr

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik. Darüber hinaus möchten wir Sie in eigener Sache auf die Seminare des FVDZ aufmerksam machen.

Unsere Themen in dieser Ausgabe:

  • 51. Zahnärzte Winterkongress zum ersten Mal in Schladming
  • MVZ-Verband: Rückkehr zur fachübergreifenden MVZ für Zahnärzte ist sinnvolle Lösung
  • Pflegebedürftigkeit wächst weiter
  • Fristverlängerung für Telematikinfrastruktur (TI)-Anbindung gefordert
  • WHO-Report: Lebenserwartung in Europa steigt
  • Zu guter Letzt: Erholt in unter 15 Minuten

Aus dem Verband:

51. Zahnärzte Winterkongress zum ersten Mal in Schladming

Der bewährte Winterkongress an einem neuen Tagungsort: Über die Karnevalszeit - vom 3. bis 8. März 2019 - lädt der Freie Verband zum 51. Zahnärzte Winterkongress ins moderne Kongresszentrum in den Skiort Schladming (Österreich) ein. Vertiefen Sie in der Kongresswoche gemeinsam mit Ihrem Praxisteam Ihre Kenntnisse, und lernen Sie von international anerkannten Referenten klinisch- und praxisrelevantes Grundlagen- und Expertenwissen. Abgerundet wird die niveauvolle Fortbildung von einem attraktiven Rahmenprogramm. Die Region bietet Ihnen perfektes Skivergnügen für das Praxisteam und die ganze Familie. Wir empfehlen eine frühzeitige Hotelbuchung über den Tourismusverband Schladming und freuen uns, Sie im März 2019 in der schönen Winterkulisse der Steiermark begrüßen zu dürfen.
Anmeldungen sind online (www.fvdz.de/schladming) oder per E-Mail möglich: (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) / Fax (+49 (0) 22 8 34 06 - 71).
red

 

Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

MVZ-Verband: Rückkehr zur fachübergreifenden MVZ für Zahnärzte ist sinnvolle Lösung

Unerwartete Unterstützung für seine Position zur Rückkehr zu fachübergreifenden Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) im vertragszahnärztlichen Bereich hat der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) nun vom Bundesverband der Medizinischen Versorgungszentren (BMVZ) bekommen. Beim diesjährigen MVZ-Praktikerkongress sagte der BMVZ-Vorsitzende Dr. Peter Velling im Hinblick auf die zunehmende Attraktivität von zahnärztlichen MVZ für Finanzinvestoren: „Private Equity und Shareholder Value haben in der medizinischen Versorgung nichts zu suchen, deshalb unterstützen wir die Meinung der Zahnärzte, in diesem Bereich zu fachübergreifenden MVZ zurückzukehren.“ Die Attraktivität für rein renditeorientierte „Heuschrecken“ müsse verringert werden. Über das Vertragsarzt- und Zulassungsrecht lasse sich jedoch wenig gegen die Finanzinvestoren ausrichten. Wenn die Rückkehr zu fachübergreifenden MVZ nicht gelinge, schlägt Velling vor, fiskalische Maßnahmen zu ergreifen. „Es muss erschwert werden, Gewinne abzuschöpfen. Eine Spekulationsabgabe wäre beispielsweise eine Maßnahme, aber es gibt sicherlich noch weitere Möglichkeiten“, sagte der BMVZ-Vorsitzende. Einen erschwerten Gründungszugang für Investoren allein über Regionalisierung und medizinisch-fachlichen Bezug des Krankenhauses, über das ein Kapitalinvestor ein MVZ gründe, hält der BMVZ-Vorsitzende nicht für wirkungsvoll. Die Begriffe seien zu unbestimmt in ihrer Bedeutung, zu unklar in der Reichweite. Der FVDZ-Bundesvorsitzende Harald Schrader begrüßte die Offenheit und Unterstützung des BMVZ. „In Zeiten, in denen es durch das Terminservice- und Versorgungsgesetz turbulent zugeht, ist es wichtig, alle Kräfte zu bündeln, die in die richtige Richtung weisen“, sagte Schrader. Wenn der BMVZ die Forderung des FVDZ zur Rückkehr zu fachübergreifenden MVZ im zahnärztlichen Bereich unterstütze, sei dies ein politisch wichtiges und positives Signal.
sas

Pflegebedürftigkeit wächst weiter

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat mit Hilfe einer Simulationsrechnung gezeigt, dass im Jahr 2035 vier Millionen Menschen pflegebedürftig sein könnten. Damit wird auch das Defizit an Pflegefachkräften immer größer. Bereits im Jahr 2015 waren etwa drei Millionen Menschen pflegebedürftig, vor allem in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen ist die Zahl auffallend hoch.
Um die Pflege dieser Menschen auch zukünftig sicherstellen zu können, müsste die Zahl der Pflegefachkräfte bis 2035 auf circa eine halbe Million ansteigen, das würde einen Anstieg von etwa 44 Prozent entsprechen. „Die Zahl der Altenpfleger steigt zwar derzeit an, doch langsamer als der Bedarf. Die Lücke wird größer“, erklärte IW-Wissenschaftlerin Susanna Kochskämper. Schon jetzt gäbe es einen anhaltenden bundesweiten Mangel an Pflegepersonal. Um einen Zusammenbruch abzuwenden, müssen Bund und Länder attraktivere Rahmenbedingungen für Pflegefachkräfte schaffen. Dabei gehe es nicht nur um ein höheres Gehalt, sondern beispielsweise auch um die Weiterbildung von Pflegehelfern, Bürokratieabbau und die Digitalisierung des Arbeitsalltags, um Abläufe zu optimieren und Pfleger zu entlasten.
Quelle: IW

Fristverlängerung für Telematikinfrastruktur (TI)-Anbindung gefordert

Mit einer Petition an den Deutschen Bundestag verlangt die Kassenärztliche Bundesvereinigung die Verlängerung der gesetzlichen Frist für die Anbindung der Praxen an die TI. Alle Vorstände der Kassenärztlichen Vereinigungen begrüßen diesen Schritt und schließen sich der Forderung an. Das E-Health-Gesetz sieht derzeit vor, dass die Praxen bis zum 31. Dezember 2018 an die Telematikinfrastruktur (TI) angeschlossen sein müssen. Anderenfalls drohen ihnen finanzielle Sanktionen in Form eines Honorarabzugs von einem Prozent.
Die Petition kann online oder per schriftlichem Eintrag in Listen bis zum 10. Oktober unterzeichnet werden: https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2018/_08/_22/Petition_83509.nc.html
Um ein „Quorum“ zu erreichen, müssen bundesweit 50.000 Unterschriften vorliegen.
Quelle: KBV

WHO-Report: Lebenserwartung in Europa steigt

Die Europäer leben länger und gesünder. Dennoch können viele nicht von ihren schlechten Angewohnheiten lassen. Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und Übergewicht sind immer noch weit verbreitet. Das ist das Ergebnis des neuesten Berichts der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für die Europäische Region, zu der 53 Länder in Europa, dem Kaukasus und Zentralasien gehören. "In Deutschland liegt der Alkoholkonsum sehr hoch", sagte die WHO-Expertin Claudia Stein. Wer über 15 Jahre alt sei, trinke in der Europäischen Region durchschnittlich 8,6 Liter reinen Alkohol pro Jahr. "In Deutschland sind es aber 11 Liter." Spitzenreiter Litauen komme sogar auf 15,2 Liter. Die höchste Lebenserwartung haben mit 83 Jahren die Menschen in der Schweiz und Luxemburg. In Deutschland liegt sie bei 81 Jahren. Übergewicht ist immer noch ein beträchtliches Problem; Tendenz weiter steigend. Zwar waren insgesamt mehr Männer in den Ländern übergewichtig, allerdings litten mehr Frauen an Adipositas (starkes oder krankhaftes Übergewicht) als Männer. Insgesamt zieht die WHO ein positives Fazit. Im Ganzen ist die Lebenserwartung in der Europäischen Region binnen fünf Jahren um ein Jahr gestiegen. Vor allem die verfrühten Todesfälle durch Erkrankungen wie Krebs, Diabetes oder chronischen Atemwegserkrankungen gingen klar zurück.
Quelle: Ärzte Zeitung

 

Zu guter Letzt:

Erholt in unter 15 Minuten

Büroschlaf wirkt sich positiv auf die Zufriedenheit der Belegschaft aus, das Gedächtnis sei besser, die Verarbeitung von Informationen effektiver, meldet das Institut für betriebliche Gesundheitsberatung. Aber auch hier gilt: Nicht übertreiben. Denn das Nickerchen ist nur bei weniger als 15 Minuten erholsam, also bevor die Tiefschlafphase einsetzt. Besser also, es sich nicht zu bequem zu machen, in der Mittagspause in den Behandlungsstuhl gesetzt - und den Wecker gestellt.
mar

 

Sehr geehrter Herr Dr. Greifenhagen,

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik.

Unsere Themen in dieser Ausgabe:

  • Referentenentwurf zum Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG):
    TSVG nicht mutig genug, Großinvestoren stoppen!
  • Das Praxishandbuch als Onlineportal
  • Vertragsärzteschaft und Kassen erzielen Honorareinigung
  • Bundesärztekammer (BÄK) veröffentlicht Resolution: Retter und Helfer vor Gewalt schützen
  • Australien: Starkes Gefälle bei der Mundgesundheit
  • proDente-Aktionspaket zum Tag der Zahngesundheit am 25. September 2018
  • Zu guter Letzt: Ingwer mindert schlechten Atem

Aus dem Verband:

Referentenentwurf zum Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG):
TSVG nicht mutig genug, Großinverstoren stoppen!

Grundsätzlich werden einige im Referentenentwurf aufgeführte Änderungen, die den zahnärztlichen Bereich betreffen, vom FVDZ positiv bewertet, wie zum Beispiel die Abschaffung der Punktwertdegression, die Erhöhung der Festzuschüsse sowie die neue Bonusregelung. Den Aussagen zu den Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) erteilt der Verband jedoch eine klare Absage. Der FVDZ lehnt die Gründung rein zahnärztlicher MVZ entschieden ab. Vielmehr erscheint es zielführend, neue Formen der Berufsausübung einzuführen und zu fördern, um auf diese Weise für die junge Generation von Zahnärzten attraktive Möglichkeiten gemeinschaftlicher und flexibler Berufsausübung zu schaffen. Hier arbeitet der Verband an Genossenschaftsmodellen.
Über den Aufkauf finanzschwacher Krankenhäuser ist es für Finanzinvestoren wie Private-Equity-Gesellschaften nach wie vor möglich und offenbar ausgesprochen attraktiv, rein zahnärztliche MVZ zu gründen, zu betreiben und zu MVZ-Ketten auszubauen. Damit wird der Grundsatz ausgehebelt, dass nur Zahnärzte eine Zahnarztpraxis betreiben dürfen. Diese Entwicklung betrachtet der Verband mit großer Besorgnis. Im Bereich der Dialyse hat der Gesetzgeber Handlungsbedarf gesehen und ein Verbot von Fremdbesitz vorgesehen. Analog fordert der FVDZ eine Bereichsausnahme für die Zahnmedizin: Wie schon in den Jahren vor 2015 soll es Gründungen von MVZ, an denen Zahnarztpraxen beteiligt sind, nur fachübergreifend mit unterschiedlichen Arztgruppen geben. Kapitalinvestoren darf es grundsätzlich nicht erlaubt sein, MVZ zu gründen, auch nicht durch Umgehungstatbestände wie den Aufkauf von Krankenhäusern. „Wenn kein klares Gründungsverbot für Großinvestoren ausgesprochen wird, werden diese immer Schlupflöcher finden, Praxisketten zu installieren“, so Harald Schrader, Bundesvorsitzender des FVDZ. Gegen diese Entwicklung wird sich der FVDZ mit aller Kraft stemmen, damit das gut austarierte zahnärztliche Versorgungssystem mit flächendeckender, hochqualitativer und wohnortnaher zahnmedizinischer Versorgung erhalten werden kann.
sas, jg

Das Praxishandbuch als Onlineportal

Sie wollen sich weniger um Bürokratie und lieber mehr um Ihre Patienten kümmern? Die immer komplexeren Verwaltungsaufgaben rund um die Themen Finanzen, Recht und Steuern sicher beherrschen und schneller erledigen? Dann nutzen auch Sie das Praxishandbuch. Es liefert Ihnen bei nahezu jedem Problem im Praxisalltag eine sofortige Abhilfe sowie eine hohe Zeitersparnis. Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier: https://www.fvdz.de/praxishandbuch.html.
red

Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

Vertragsärzteschaft und Kassen erzielen Honorareinigung

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) haben sich im Erweiterten Bewertungsausschuss auf das Honorar für das Jahr 2019 geeinigt. Der Orientierungswert steigt um 1,58 Prozent, dies entspricht einem Honorarplus von 550 Millionen Euro. Außerdem werden weitere 70 Millionen für die morbiditätsbedingte Veränderungsrate bereitgestellt. In den nächsten Monaten werden weitere Verhandlungen zur Honorarentwicklung in den Regionen stattfinden.
Quelle: änd

Bundesärztekammer (BÄK) veröffentlicht Resolution: Retter und Helfer vor Gewalt schützen

Die BÄK fordert in einer Resolution mehr Schutz für Ärzte und Angehörige anderer Gesundheitsberufe: „Ärztinnen und Ärzte sind Retter und Helfer. Sie verdienen für ihre Arbeit Respekt, Unterstützung und vor allem Schutz vor jeglicher Form von verbaler und körperlicher Gewalt.“ Der Vorstand der BÄK verlangt, dass Gewalt gegen Ärzten vorzubeugen ist und dass Gewalt gegen Ärzte gesamtgesellschaftlich geächtet wird. Gewalttaten gegen Ärzte und Angehörige anderer Gesundheitsberufe haben in den letzten Jahren zugenommen. Vor einigen Tagen wurde in Offenburg ein Arzt getötet und eine Praxismitarbeiterin verletzt.
Quelle: BÄK

Australien: Starkes Gefälle bei der Mundgesundheit

Die Mundgesundheit in Australien ist stark vom sozioökonomischen Status abhängig. Vor allem für die indigene Bevölkerung, die in abgelegenen Gebieten lebt, ist die Lage dramatisch. Dies zeigt die Untersuchung der Australian Health Policy Collaboration. Den Statistiken zufolge gab es von 2015 bis 2016 summa summarum 67.060 vermeidbare Krankenhausaufenthalte wegen oraler Gesundheitsprobleme; das sind etwa zehn Prozent aller vermeidbaren Krankenhausaufenthalte. Überdies werden auch immer mehr Kinder wegen Karies unter Anästhesie im Krankenhaus behandelt. Im Zeitraum 2015 bis 2016 betrugen die jährlichen Kosten für Zahnmedizin 9,9 Milliarden US-Dollar. Die Patienten zahlen durchschnittlich 58 Prozent der Behandlungskosten selbst. Jedoch kann sich jeder fünfte Australier die erforderliche zahnmedizinische Behandlung nicht leisten. Alarmierend ist auch, dass jedes fünfte Kind von fünf bis zehn Jahren an unbehandelter Milchzahnkaries leidet. Statistisch gesehen gibt es in Australien ein Überangebot an Zahnärzten, allerdings arbeiten 80 Prozent von ihnen in städtischen Gebieten. Das hat zur Folge, dass Menschen, die auf dem Land leben, über kompletten Zahnverlust, den geringsten Zahnversicherungsschutz und die höchste Unzufriedenheit mit ihrer Mundgesundheit beklagen. Auch die Wartezeiten für einen Termin beim Zahnarzt sind enorm und variieren von durchschnittlich 87 Tagen in Westaustralien bis hin zu 916 Tagen in Tasmanien.
Mittlerweile werden die Forderungen lauter, diese Missstände durch die Einführung eines Medicare-ähnlichen Systems wie in den USA, zu verringern.
Quelle: zm

proDente-Aktionspaket zum Tag der Zahngesundheit am 25. September 2018

Der diesjährige Tag der Zahngesundheit steht unter dem Motto „Gesund im Mund – bei Handicap und Pflegebedarf“. Die Initiative proDente bietet dazu ein kostenfreies Aktionspaket mit verschiedenen Broschüren für Patienten und pflegende Angehörige an. Das Themenspektrum reicht dabei von Prophylaxe bis hin zu Zahnersatz. Bis zum 25.09.2018 können niedergelassene Zahnärzte und zahntechnische Innungsbetriebe das kostenfreie Aktionspaket „Tag der Zahngesundheit 2018“ unter der Telefonnummer 01805/552255 bestellen. Alternativ genügt auch eine Bestellung mit vollständiger und lesbarer Adresse per Fax an 0221/170 99 742 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! – solange der Vorrat reicht.
Quelle: proDente, Tag der Zahngesundheit

Zu guter Letzt:

Ingwer mindert schlechten Atem

Die Ingwerwurzel ist seit einiger Jahren in aller Munde, weil ihr zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt werden. Ein Forscherteam der Technischen Universität München und des Leibniz Instituts für Lebensmittel-Systembiologie haben nun eine weitere positive Eigenschaft recherchiert. Der im Ingwer enthaltene Scharfstoff 6-Gingerol stimuliert ein Speichelenzym, das übelriechende Substanzen abbaut. Damit sorgt es für frischen Atem und einem besseren Nachgeschmack. Diese Erkenntnis kann nun dazu beitragen, neue Mundpflegemittel zu entwickeln. Quelle: Ärzteblatt

Beste Grüße
Juliana Gralak

Weitere Informationen zum Verband finden Sie auf unserer Homepage: http://www.fvdz.de/


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