ZÄF Hochfranken e.V. zahnärztl.Fortbildung & Information

News-FVDZ Nachrichten 11. Februar 2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik.

GOZ-Punktwertuhr:  11.729 Tage


Themen dieser Ausgabe

  • IfMDA: KOMV ebnet Weg für Einheitsgebühr
  • Freie Ärzteschaft: PDSG verdient den Namen nicht
  • KZBV: I-MVZ gefährden Versorgung
  • AeG-Nord: Warnung vor I-MVZ
  • WHO: Kampf gegen Genitalverstümmelung
  • FVDZ-Winterkongress: Der Countdown läuft!
  • Virtueller Stau durch Bollerwagen



Aus der Gesundheits- und Berufspolitik



IfMDA: KOMV ebnet Weg in Einheitsgebühr


Während Standespolitiker nach der Vorlage des Berichts der „Wissenschaftlichen Kommission für ein modernes Vergütungssystem“ (KOMV) erleichtert feststellten, damit sei die befürchtete Einheitsgebührenordnung „endgültig vom Tisch“, befürchtet der Ökonom Thomas Drabinski vom Kieler Institut für Mikrodatenanalyse (IfMDA), genau das werde die Folge der durch die KOMV vorgeschlagenen Regularien und Strukturen sein. Ob es so komme, hänge aber vor allem von der „politischen Großwetterlage“ ab, stellt Drabinski in einer Analyse für den ärztlichen Nachrichtendienst (änd) fest. Im von der GroKo in Auftrag gegebenen Gutachten wird eine „partielle Harmonisierung“ der Gebührenordnungen vorgeschlagen. Dazu soll zunächst ein „gemeinsamer Leistungsausschuss“ gegründet werden, der eine einheitliche Leistungslegendierung definiert, ausdrücklich mit der Möglichkeit, Einzelleistungen zu Pauschalen oder Komplexen zusammenzufassen. Ein neues „gemeinsames Institut“ soll dann die Kosten- und Bewertungsrelationen quantifizieren, und zwar explizit unter Einbeziehung der Expertise des „Instituts für das Entgeltsystem im Krankenhaus“. Abschließend sollen dann die Preise der Leistungen getrennt gesetzlich/privat verhandelt werden. Für Drabinksi ein Feigenblatt, weil zum einen die GKV-Preise faktisch schon vorher feststehen – es also dieses Schrittes eigentlich gar nicht mehr bedarf – und weil zum anderen abweichende Preise von den als GKV-Leistung definierten Leistungen begründet werden müssten. Im Ergebnis würde das duale ambulante Vergütungssystem durch eine Einheitsgebührenordnung nach DRG-Vorbild abgelöst, folgert Drabinski (DRG = Krankenhausvergütung nach diagnostic related groups).
Quelle: änd, jh



Freie Ärzteschaft: PDSG verdient den Namen nicht


Das Patientendaten-Schutzgesetz (PDSG) hat nach Ansicht der Freien Ärzteschaft (FÄ) einen irreführenden Namen. Entgegen aller Beteuerungen der Politik sei die elektronische Patientenakte (ePA) nämlich alles andere als sicher, sondern unsicher und unzuverlässig. Zudem raube sie den Ärzten wertvolle Behandlungszeit, sagte FÄ-Vizevorsitzende Silke Lüder. Spahn präsentiere eine Krankenkassen-ePA, bei der über Handy-Apps alle Daten zentral bei IT-Firmen gespeichert werden sollen. Ärztinnen und Ärzte würden gezwungen, eine medizinisch mehr als fragwürdige Akte zu befüllen. Das Projekt „Elektronische Gesundheitskarte“ sei geplant worden, um die Kommunikation zwischen Ärzten in Kliniken und Praxen zu verbessern. 16 Jahre und viele Mrd. Euro später sei davon nichts übrig. Stattdessen komme eine App mit Sicherheitslücken, die zudem keine medizinische Verlässlichkeit biete, weil Daten selektiert werden können. Spahn ignoriere damit das Bedürfnis und das Recht der Bürgerinnen und Bürger auf die Sicherheit ihrer medizinischen Daten und den Anspruch der Ärzteschaft, Patientendaten zu schützen.
Quelle: änd, jh



KZBV: I-MVZ gefährden Versorgung


Die KZBV befürchtet weiterhin negative Auswirkungen auf die flächendeckende Versorgung durch investorengesteuerte MVZ. Diese siedeln sich vor allem in Ballungsräumen an. Ihre Zahl stieg im dritten Quartal 2019 trotz gesetzlicher Beschränkungen auf bundesweit 169, ein Jahr zuvor waren es nur 75. Damit stehen aktuell hinter beinahe jedem vierten der insgesamt 738 rein zahnärztlichen Versorgungszentren (Z-MVZ) in Deutschland Fremdinvestoren. Seit Inkrafttreten des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) 2018 ist die Gründungsbefugnis durch Krankenhäuser vom Versorgungsgrad abhängig. So dürfen MVZ, die von Krankenhäusern betrieben werden, in bedarfsgerecht versorgten Bereichen zehn Prozent der Zahnarztstellen besetzen. Für über- oder unterversorgte Regionen gelten abweichende Vorgaben. Die Bundesländer hatten seinerzeit vergeblich gefordert, die Gründung eines Krankenhaus-MVZ nur zu erlauben, wenn die Klinik „einen fachlichen oder räumlichen Bezug zum Versorgungsauftrag des MVZ hat.“ Nach KZBV-Angaben rechnen investorengeführte Z-MVZ bis zu 30 Prozent mehr pro Patient ab als herkömmliche Praxen.
Quelle: kzbv, äz, jh



AeG-Nord: Warnung vor I-MVZ


Die Ärztegenossenschaft Nord (AeG-Nord) fordert die Politik zum Handeln auf, weil zunehmend Finanzinvestoren in die ambulante Medizin drängen. Die Idee, mit Privatisierungen eine Kostensenkung bei gleichzeitigem Erhalt des Versorgungsniveaus zu erreichen, sei gescheitert, sagte Vorstandssprecher Svante Gehring. Als Hausarzt erlebe er immer wieder, dass Patienten stationär unnötigen oder zu frühen Operationen ausgesetzt werden. Andere würden gar nicht mehr stationär aufgenommen, wieder andere voreilig entlassen. Beides führt Gehring auf falsche finanzielle Anreize zurück. Neben Überversorgung gebe es inzwischen eine genauso eklatante Unterversorgung. Die Renditeerwartungen von Investoren würden die Entwicklung noch verschärfen. Niedergelassene Ärzte seien eher am Patientenwohl ausgerichtet – und damit einem unfairen Wettbewerb gegenüber Investoren ausgesetzt. Der Staat sei daher in der Pflicht, Bürger vor weiterem Vordringen von „Großinvestoren“ zu schützen.
Quelle: änd, jh



WHO: Kampf gegen Genitalverstümmelung


Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) müssen jährlich 1,4 Mrd. Dollar für die Behandlung von Komplikationen durch weibliche Genitalverstümmelung aufgebracht werden. In einigen Ländern mache das 30 Prozent des Gesundheitsbudgets aus, berichtete die WHO anlässlich des Tages für „Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung“. Die Praxis ist nach wie vor in Afrika, im Nahen Osten und auch in Asien (Indonesien) verbreitet. In Somalia, Guinea und Dschibuti werden mehr als 90 Prozent der Mädchen beschnitten, indem meist im Alter von vier bis fünf Jahren die äußeren Geschlechtsorgane teilweise oder vollständig entfernt werden – ohne Anästhesie und oft mit Rasierklingen oder Glasscherben. Weltweit sind mehr als 200 Mio. Mädchen betroffen. Oft kommt es zu lebensgefährlichen Infektionen und Blutungen und zu Todesfällen. Häufig resultieren daraus lebenslange Probleme sowie Komplikationen beim Gebären. Der Film „Wüstenblume“, der das Schicksal des somalischen Mädchens Waris Dirie behandelt, kommt jetzt als Musical auf die Bühne. Sie wuchs als Nomadin auf, flüchtete vor einer Zwangsheirat, arbeitete als Dienstmädchen in London, wurde dort als Model entdeckt und startete in den 1980er Jahren eine internationale Karriere. Von 1997 bis 2003 war sie UN-Botschafterin gegen Genitalverstümmelung. In Deutschland setzt sich u. a. der Abenteurer und Menschenrechtsaktivist Rüdiger Nehberg mit seiner Organisation „Target“ seit Jahren gegen die weibliche Beschneidung ein.
Quelle: äz, dpa, jh



Aus dem Verband



FVDZ-Winterkongress: Der Countdown läuft!


Der Freie Verband lädt zum 52. Zahnärzte Winterkongress nach Schladming in der österreichischen Steiermark. Nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr gibt es nun vom 23. bis 28. Februar 2020 Vorträge und Seminare international renommierter Wissenschaftler für Zahnärzte und Praxismitarbeiter. von „A“ wie Akupunktur über „I“ wie Implantatchirurgie, „P“ wie Parodontitis, „V“ wie Vollkeramik und Versorgungsforschung bis „Z“ wie Zahnmedizin-2030. Geboten werden außerdem die Vertiefung theoretischer und praktischer Kenntnisse in speziellen Intensivkursen, eine Dentalausstellung, der berufspolitische Vormittag und natürlich frische Luft und Schnee in den Bergen. Das komplette Kongressprogramm und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter https://www.fvdz.de/schladming oder erhalten Sie über //Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Fragen an //Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter 0228 8557-51
fvdz



Auch das noch



Virtueller Stau durch Bollerwagen


Das Netz ist schnell, das Netz ist aktuell, das Netz ist nützlich – vor allem aber ist das Netz verdammt einfach manipulierbar. Ein aktuelles Beispiel liefert der Berliner Aktionskünstler Simon Weckert. Er demonstriert, wie sich mit einem Bollerwagen gefüllt mit 99 Android-Smartphones die Stauanzeige von Google Maps manipulieren lässt. Dazu schaltet er auf den Handys GPS sowie die Google-Maps-App ein. Dann zieht er den Wagen eine Straße entlang. Um nicht für Fußgänger oder Mitfahrer in einem Bus gehalten zu werden, wird ab und zu beschleunigt und gebremst. Der Google-Algorithmus nimmt es für bare Münze und zeigt einen Stau in der Straße an. Nach eigenen Aussagen will Weckert damit deutlich machen, welchen Einfluss Dienste wie Google Maps auf die Gesellschaft haben können – hier werden Autos aus einer Straße ferngehalten, weil eine Umleitung empfohlen wird.
Quelle: kn, jh

Nachrichten

News-FVDZ Nachrichten 11. Februar 2020

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12. Dezember 2019

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