ZÄF Hochfranken e.V. zahnärztl.Fortbildung & Information

News-FVDZ Nachrichten 05.Nov. 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik.


GOZ-Punktwertuhr:  11.631 Tage


Themen dieser Ausgabe:

  • DVG: Datenschutz bleibt auf der Strecke
  • MVZ: LINKE fordert Register
  • BW: Erste arztlose Praxis eröffnet
  • Schmerztherapie: Die Mimik macht’s
  • Jetzt anmelden: 52. Zahnärzte Winterkongress in Schladming
  • Auch das noch: …. und Lotto macht doch glücklich!


Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:


DVG: Datenschutz bleibt auf der Strecke


„Der Datenschutz für Patienten spielt bei Jens Spahn eher eine untergeordnete Rolle“, kritisiert die Deutsche Stiftung Patientenschutz. So ist im Digitale Versorgung-Gesetz (DGV) vorgesehen, dass Daten von gesetzlich Versicherten wie Alter, Geschlecht, Wohnort und Therapien an den GKV-Spitzenverband übermittelt werden müssen, der sie an ein neues Forschungsdatenzentrum weiterleitet - und zwar ohne das Einverständnis der Patienten. „Die Sozialdaten der Krankenkassen sind eine wertvolle Datenquelle, nicht nur für die Steuerung und Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung, sondern auch für die wissenschaftliche Forschung“, heißt es in der Gesetzesbegründung. Die Datensätze werden pseudonymisiert, aber nicht verschlüsselt. Datenschutzexperten halten das für unsicher. Die Daten sollen von Forschungseinrichtungen, Behörden oder Universitätskliniken genutzt werden. Der Bundesrat hatte Regelungen gefordert, die „einen klaren Rahmen vorgeben, in dem das Interesse an einer Verbesserung der Versorgung (...) mit dem Recht des einzelnen auf den Schutz seiner Daten in einem angemessenen Ausgleich ist.“ Dies biete der Entwurf nicht. Das Zusammenführen von Patientendaten ermögliche individuelle Gesundheitsprofile von Versicherten, was erhebliche Risiken für die Persönlichkeitsrechte und die Gefahr der Diskriminierung berge. Die Gesundheitsexpertin Maria Klein-Schmeink (Grüne) hatte es als „hoch bedenklich“ bezeichnet, dass Spahn im Schweinsgalopp praktisch ohne gesellschaftliche Diskussion die kompletten Gesundheitsdaten der gesetzlich Versicherten für die Forschung zugänglich machen möchte. Das BMG wies die Vorwürfe zurück und erklärte, man nehme Datenschutz und
-sicherheit sehr ernst. Abrechnungsdaten würden bereits heute für die Forschung in anonymisierter Form zur Verfügung gestellt. Neu sei, dass Daten schneller und in besserer Qualität für die Forschung zugänglich werden.
Quelle: änd, jh


MVZ: LINKE fordert Register


Die LINKE-Fraktion im Bundestag fordert ein Register, in dem medizinische Versorgungszentren (MVZ) ihre Trägerstrukturen veröffentlichen müssen. Zur Begründung heißt es, nur so könnten Kapitalinteressen in der Gesundheitsversorgung offengelegt werden. Der Expansion von Finanzinvestoren im Gesundheitssektor müsse schnellstens entgegengetreten werden, weil sie die ambulante Versorgung akut gefährde. „Die Versorgungsstrukturen der ambulanten Gesundheitsversorgung in Deutschland werden zunehmend von internationalen Kapitalgesellschaften aufgekauft – weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit“, so die LINKE. Beim Aufkauf von Arztsitzen durch Private-Equity-Gesellschaften gehe es nicht um ein langfristiges Engagement, sondern um rasche Gewinne. So drohe der „gute Grundgedanke einer fachübergreifenden Versorgung unter einem Dach“, der der MVZ-Idee zugrunde liege, „der Rosinenpickerei der lukrativsten Behandlungen zum Opfer zu fallen“. Die Regulierungen des TSVG zu Gründungsmöglichkeit rein zahnärztlicher MVZ und Dialysezentren reichten nicht aus. Sie seien leicht zu umgehen und „schaffen keine Transparenz.“ Es gebe keine Informationen über Besitzverhältnisse und Haltedauern, Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit oder auf die fachliche Unabhängigkeit der Ärzte. Es müsse Transparenz durch die Einführung eines MVZ-Registers geschaffen werden.
Quelle: änd, jh


BW: Erste arztlose Praxis eröffnet


in Spiegelberg bei Heilbronn wurde jetzt die deutschlandweit erste "Ohne Arzt-Praxis" eröffnet. Die technische Ausstattung der "TeleMedicon-Praxis" ermöglicht eine Behandlung, ohne dass ein Arzt oder eine Ärztin vor Ort anwesend sein müssen. Laut TeleMedicon bedienen stattdessen medizinische Fachangestellte und Arztassistenten die telemedizinischen Geräte im Auftrag der Ärztin bzw. des Arztes und führen ergänzende Tätigkeiten aus. Das über das Bundesprogramm Ländliche Entwicklung (BULE) geförderte Projekt des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) soll die ärztliche Versorgung auf dem Land verbessern. Bürgermeister Uwe Bossert erklärte, es gebe seit 2016 keinen Allgemeinmediziner mehr im Ort. Mit dem Projekt solle eine medizinische Versorgung der rund 2.200 Menschen in Spiegelberg zumindest in Teilen wieder gewährleistet werden. Die gemeindeeigenen Praxisräume werden zurzeit drei Tage pro Woche durch Dermatologen genutzt. An zwei Wochentagen soll nun die TeleMedicon-Praxis tätig sein. Klaus Heider, Abteilungsleiter für den Bereich Ländliche Entwicklung und Digitale Innovation des BMLE, erläuterte, wie wichtig es sei, Standorte in ländlichen Regionen zu verbessern und dabei auch die Chancen der Digitalisierung zu nutzen. Daher fördere das BMEL modellhafte Projekte wie die TeleMedicon-Praxis.
Quelle: bmle, jh


Schmerztherapie: Die Mimik macht’s


Dass Doktor Placebo der beste Freund des Arztes ist, ist lange bekannt. Verblüffend ist, dass schon die Mimik des Therapeuten beim Verabreichen eines Medikaments dessen Wirksamkeit beeinflusst. In einer Studie (Nature Human Behaviour 2019) mit 194 Freiwilligen wurde den Teilnehmern eine Rolle als „Arzt“ oder „Patient“ zugewiesen. Den „Ärzten“ wurde gesagt, es gehe um die Wirksamkeit einer Schmerzsalbe. Dazu wurden zunächst Elektroden an den Armen der falschen Mediziner platziert und auf 47 Grad erhitzt, was einen Schmerzreiz auslöste. Dann wurde eine Creme namens „Thermedol“ aufgetragen, die angeblich stark schmerzlindernd wirkt. In Wahrheit wurde lediglich die Temperatur der Elektroden verringert, die Creme selbst war ein Placebo. Im nächsten Schritt testeten die falschen Ärzte „Thermedol“ dann in einem ähnlichen Setting an Patienten. Alle Cremes waren Placebos – dennoch empfanden Patienten bei gleichem Schmerzreiz „Thermedol“ als hilfreicher. Das zeigte sich nicht nur in ihren Aussagen, sondern auch in der Analyse ihres Gesichtsausdrucks sowie ihrer Hautreaktion. Wenn die falschen Mediziner selbst an die Wirksamkeit der wirkungslosen Creme glaubten, empfanden die Patienten tatsächlich weniger Schmerzen. Anhand von Videoaufnahme fand man den Grund: Der Gesichtausdruck der „Ärzte“ war unterschiedlich – je nachdem, ob sie die „echte“ (falsche) Schmerzcreme oder das angebliche Placebo auftrugen. Sie sendeten also offenbar nonverbale Informationen, die ihre Überzeugung ausdrückten, welche Behandlung sie für sinnvoll erachten. Ein weiterer Beleg für die Wirksamkeit der „Droge Arzt“.
Quelle: äz, jh


Aus dem Verband:


Jetzt anmelden: 52. Zahnärzte Winterkongress in Schladming


Der Freie Verband Deutscher Zahnärzte lädt Sie herzlich zum 52. Zahnärzte Winterkongress ein, der vom 23. bis 28. Februar 2020 im österreichischen Schladming in der Steiermark stattfindet. Es erwartet Sie ein spannendes und abwechslungsreiches Vortragsprogramm. In speziellen Intensiv-Seminaren werden theoretische und praktische Kenntnisse gemeinsam erarbeitet und vertieft. Aktuelle Informationen über die zahnärztliche Standes- und Berufspolitik runden das vielseitige Themenspektrum ab. Das Kongressprogramm und eine Möglichkeit zur  Anmeldung finden Sie auf unserer Homepage unter https://www.fvdz.de/schladming. Bei Fragen erreichen Sie uns per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder auch gerne telefonisch unter der Nummer 0228 8557-0. Wir freuen uns auf Sie! Das FVDZ-Akademie–Team


Auch das noch:


…. und Lotto macht doch glücklich!


Das Paradoxon galt als gesichert: Lottogewinne machen nicht glücklich – und wenn, dann nur vorübergehend. Tröstlich für alle, die nie etwas gewinnen, aber dennoch ein Trugschluss, wie jetzt eine Untersuchung zeigt, bei der erstmals die Zufriedenheit derselben Menschen vor und nach einem Lottogewinn verglichen wurde. Dafür wurden Daten aus dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ausgewertet. Es befragt jährlich etwa 30.000 Personen in Deutschland - auch nach der Lebenszufriedenheit und nach Lottogewinnen. Seit 1978 ging man davon aus, dass das Wohlbefinden um ein Grundniveau oszilliert, das sich über das Leben hinweg kaum ändert. Damals war das Glück von Lottogewinnern und Unfallopfern untersucht worden. Ergebnis: Weder führte ein schlimmer Schicksalsschlag zu dauerhaftem Unglück noch hob ein Lottogewinn die Laune der Betroffenen langfristig an. Der Haken: Die Stichprobe war winzig (22 Lottogewinner und eine ebenso kleine Kontrollgruppe) und man konnte nicht das Befinden vor und nach dem Gewinn untersuchen. Aus den SOEP-Daten wurden hingegen 370 Gewinner von mindestens 2.500 Euro (im Schnitt waren es 20.000 Euro) ausgewählt. Diese wurden vor und ein bis zwei Jahre nach ihrem Gewinn, nach ihrer „allgemeinen Lebenszufriedenheit" sowie nach der „Zufriedenheit mit ihrer finanziellen Situation" gefragt: Beides stieg signifikant.
welt, jh

Aktuelle Seminarangebote:


Der FVDZ bietet Zahnärzten und Praxismitarbeitern eine Vielzahl von Seminaren in seiner "FVDZ Akademie" an. Die aktuellen Fortbildungsangebote:

Nachrichten

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News-FVDZ Nachrichten 17.Sept. 2019

17. September 2019

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