ZÄF Hochfranken e.V. zahnärztl.Fortbildung & Information

News-FVDZ Nachrichten 22.Okt. 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik.

GOZ-Punktwertuhr:  11.617 Tage 

Themen dieser Ausgabe:  

  • DVG: Kritik bei Anhörung
  • TI: Kleine Anfrage der FDP
  • ePA:Jetzt auch von der Barmer
  • BMG: #waschenwieWalter
  • Umfrage zu Studienbedingungen
  • Spickzettel als Kunstform

Aus der Gesundheits- und Berufspolitik: 

DVG: Kritik bei Anhörung

Im Gesundheitsausschuss des Bundestages gab es in der vergangenen Woche von vielen Seiten Kritik am Digitale Versorgung-Gesetz (DVG). So warnte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), die Krankenkassen könnten durch das Gesetz direkt in das Versorgungsgeschehen eingreifen. Das DVG schaffe „Experimentierräume für digitale Anwendungen“, diese Option sollte auch für KVen und KBV möglich gemacht werden, forderte die KBV. Das DVG sieht vor, dass sich Patienten Gesundheits-Apps verschreiben lassen können, die vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte geprüft sind. Innerhalb eines Jahres muss der Hersteller dann nachweisen, dass seine Anwendung die Versorgung verbessert. Der GKV-Spitzenverband befürchtet dabei Fehlanreize durch die Kostenerstattung. Wegen kurzer Entwicklungszyklen und modularer Erweiterbarkeit müsse damit gerechnet werden, dass es gar nicht mehr zu der geforderten Bewertung der Apps komme. Die Bundesärztekammer (BÄK) vermisst effiziente Verfahren zur Zulassung digitaler Gesundheitsanwendungen. Die Bedürfnisse der Patienten und Ärzte würden nicht berücksichtigt. Zudem forderte die BÄK eine klare Regelung der datenschutzrechtlichen Verantwortlichkeit innerhalb der TI-Infrastruktur. Die Bundespsychotherapeutenkammer erklärte, digitale Anwendungen könnten für psychisch Kranke eine Hilfe zur Intensivierung oder Stabilisierung einer Behandlung sein, allerdings müsse deren Wirksamkeit nachgewiesen sein, sonst könne großer Schaden entstehen. Auf technische Probleme beim TI-Anschluss wies die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) hin. Man sei auf die IT-Firmen angewiesen und habe auf die Verfügbarkeit keinen Einfluss. Daher könne die Anbindung zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht garantiert werden. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) forderte zeitlich flexible Vorgaben und verlangte finanzielle Mittel zur Digitalisierung und für das erforderliche Fachpersonal. Das DVG wird derzeit im Bundestag beraten. Es soll noch in diesem Jahr verabschiedet werden und zu Jahresbeginn 2020 in Kraft treten.
Quelle: änd, jh

TI: Kleine Anfrage der FDP

Drei Monate nach Verstreichen der Frist sind noch rund ein Viertel der Arztpraxen in Deutschland nicht an die Telematikinfrastruktur angeschlossen. Das geht aus einer aktuellen Antwort des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) auf eine parlamentarische Anfrage der FDP hervor. Der Antwort ist auch zu entnehmen, dass die Konnektoren nach fünf Jahren ausgetauscht werden müssen. Dann läuft das integrierte Sicherheitszertifikat aus. Um den kompletten Gerätetausch zu vermeiden, wird offenbar an einer Software-Lösung gearbeitet. „Um einen zyklischen Hardwaretausch“ zu vermeiden, arbeite die Gematik „an einer Weiterentwicklung für den sicheren Zugang zur TI“, heißt es dazu aus dem BMG. Für FDP-Gesundheitspolitiker Wieland Schinnenburg offenbart die Bundesregierung mit der Antwort „ihre fehlende Digitalisierungskompetenz im Bereich der elektronischen Gesundheitskarte“. Er forderte die Bundesregierung auf, „mit allen Beteiligten schnell zu handeln und ein modernes, sicheres und benutzerfreundliches System zu schaffen, das für Ärzte und Versicherte wirkliche Vorteile bietet“.
Quelle: änd, jh

ePA: Jetzt auch von der Barmer

Deutschlands zweitgrößte Krankenkasse führt nun auch eine elektronische Patientenakte (ePA) ein: „Barmer eCare“ soll im November starten. Das IT-Unternehmen IBM hat dafür den Zuschlag erhalten, teilte die Barmer mit. Die 9,1 Mio. Barmer-Versicherten sollen das Angebot ab dem 1. Januar 2021 nutzen können. Bei der TK gibt es bereits TK-Safe, die DAK Gesundheit hat Vivy und die AOK ihr eigenes Netzwerk. Mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) wurde den Kassen gesetzlich auferlegt, spätestens ab 2021 ePA anzubieten. Die Anforderungen seien hoch, weil Praxen, Kliniken, Apotheken und andere Akteure datensicher vernetzt werden müssten, erklärte Barmer-Chef Christoph Straub. Man wolle mehr als nur einen reinen Datenspeicher schaffen. Die Versicherten sollten „einen echten Mehrwert und umfangreiche Services“ bekommen. Implementiert werden sollen künftig zum Beispiel ein Impfplaner und das zahnärztliche Bonusheft. Mit dem Datenschutz von Apps gibt es allerdings immer wieder Probleme. So wurde vom Computermagazin „c’t“ gemeldet, dass die „Symptom-Checker-App“ der Firma Ada Health Daten an Facebook übermittelt haben soll. Es sei nicht ausgeschlossen, dass Facebook über weitergegebene Identifikationsmerkmale die Daten letztlich Personen zuordnen könne, so „c’t“. Ada Health erklärte, eine Datenschutzfolgeabschätzung liege vor und das Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin (LaGeSo) habe die App geprüft und keine Verstöße gegen Qualitätsstandards und geltendes Recht festgestellt. Laut „c‘t“ hat die Behörde mitgeteilt, dass „die App aufgrund von Personal- und Ressourcenmangel bislang jedoch nicht überprüft werden konnte“.
Quelle: änd, äz, jh

BMG: #waschenwieWalter

Das nennt man wohl einen klassischen Zielkonflikt: Während Wissenschaftler die „Sterilisierung“ unserer Umwelt und die damit verbundene Verarmung des menschlichen Mikrobioms beklagen, fordert das Bundesgesundheitsministerium (BMG) die Bundesbürger dazu auf, sich endlich richtig die Hände zu waschen:
„Waschen wie Walter“ heißt die Aktion, die Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in Berlin am „Welthändewaschtag“ vergangene Woche vorstellte. „Händewaschen kann Leben retten! Es schützt vor Grippe und Darmerkrankungen“, so Spahn. Und WHO-Generaldirektorin Dr. Zsuzsanna Jakab ergänzt: „Saubere Hände schützen sowohl Patienten als auch Arbeitskräfte im Gesundheitswesen vor einer Übertragung krankmachender Keime." Die Kunstfigur Walter informiert und gibt Tipps für richtiges Händewaschen. Außerdem finden ein halbes Jahr lang bundesweit Aktionen auf der Straße, in den Sozialen Medien, im Rundfunk und Kino statt. Kenntnisse über Infektionswege und -gefahren sind zweifellos nützlich. Auf der anderen Seite warnen Dermatologen aber vor Übertreibungen. Zudem wird inzwischen der Kontakt mit den „richtigen Keimen“ als wichtige Voraussetzung für eine vielfältige und funktionstüchtige Besiedlung des Darms angesehen.
Quelle: bmg, jh 

Aus dem Verband:

Umfrage zu Studienbedingungen

In Deutschland existieren 30 Universitätsstandorte, an denen Zahnheilkunde studiert werden kann – unter unterschiedlichen Bedingungen. Diese Unterschiede beziehungsweise die Vergleichbarkeit zwischen den Universitäten möchte der Freie Verband mit Hilfe einer Online-Befragung herausarbeiten, um künftigen und aktuell Studierenden mehr Orientierung und Transparenz bieten zu können. Die auf Basis der Befragung ermittelten anonymisierten Rohdaten stehen im Nachgang nur dem FVDZ zur weiteren Verwendung zur Verfügung. Über Ergebnisse der Befragung und Schlussfolgerungen wird der Verband auf allen Medienkanälen, unter anderem im Verbandsmagazin „Der Freie Zahnarzt" (DFZ), berichten. Der Aufruf zur Teilnahme mit jeweils angepassten Fragebögen geht an alle Studierenden der Zahnheilkunde und auch an Assistenten an den Hochschulen. Die Erhebung erfolgt anonym und lässt keine Rückschlüsse auf einzelne Personen zu. Weitere Informationen und die Datenschutzerklärung hier: https://www.fvdz.de/studierendenumfrage.html
Quelle: fvdz 

Auch das noch:

Spickzettel als Kunstform

Gerald Gerlach von der Technischen Universität Dresden hütet einen besonderen Schatz: Der Schrank des Professors für Festkörperelektronik ist voller Spickzettel – von seinen Studenten. Seit über einem Jahrzehnt sammelt er Zettel, auf denen Prüflinge wichtiges Wissen notiert haben. Rund 60 Exemplare sind derzeit in der Sächsischen Landesbibliothek ausgestellt – Titel: „Spicken erlaubt“. Das sagt der 61-Jährige zu Beginn des Semesters auch seinen Studenten – und in der Regel folgen sie der Aufforderung. „Bestimmte Dinge muss man auswendig können wie Kopfrechnen, das kleine und das große Einmaleins“, sagt der Hochschullehrer. „Wenn man einen Spickzettel macht, muss man Wichtiges von Unwichtigem trennen, man muss Ordnung im Kopf schaffen“, erklärt er die Idee. Ziel sei es, die jungen Menschen dazu zu bringen, das Wissen aufzubereiten. Bei Gerlach darf ab dem 5. Semester gespickt werden, wenn das Auswendiglernen nicht mehr im Vordergrund steht, sondern Probleme unter Anwendung des Grundwissens gelöst werden sollen.
Quelle: dpa, jh


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Nachrichten

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