ZÄF Hochfranken e.V. zahnärztl.Fortbildung & Information

News-FVDZ Nachrichten 15.Okt. 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik.

GOZ-Punktwertuhr:  11.610 Tage 

Themen dieser Ausgabe:  

  • FVDZ: Schrader weiter an der Spitze
  • HV: An einem Strang ziehen!
  • HV: Digitalisierung – Chance oder Bedrohung?
  • HV: Aktiv in Europa, konstruktiv bei Digitalisierung, initiativ beim Personal
  • „Arztsprech“: Ärzte verstehen Ärzte nicht

Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

FVDZ: Schrader weiter an der Spitze

„Das ist ein Zeichen für Geschlossenheit und Kompetenz und eine Stärkung dieses Bundesvorstandes. Das gibt Kraft und Motivation für die weitere Arbeit“, kommentierte Harald Schrader seine zweite Wiederwahl zum Bundesvorsitzenden des Freien Verbandes mit fast 95 Prozent der Delegiertenstimmen der Hauptversammlung in Radebeul bei Dresden. Seine beiden Stellvertreter Gudrun Kaps-Richter und Peter Bührens wurden mit Stimmergebnissen um die 90 Prozent ebenso in ihren Ämtern bestätigt wie die weiteren Bundesvorstandsmitglieder Christian Öttl, Bertram Steiner, Thomas Wolf, Hub van Rijt und Eckhard Jung. Neu in den Vorstand wählte die Hauptversammlung Jeannine Bonaventura, Stefanie Marxkors und Frank Wuchold. Die bisherigen Vorstandsmitglieder Dirk Ruffing, Matthias Tamm und Reiner Zajitschek hatten nicht erneut kandidiert. Das höchste Ergebnis bei den weiteren Wahlen erzielte mit 97,5 Prozent der alte und neue Versammlungsleiter Konrad Koch; wiedergewählt wurden auch dessen Stellvertreter Marius Radtke und Thomas Schlachta. Das Leitungsteam war diesmal ungewöhnlich wenig gefordert, gab es doch bei keiner Wahl Gegenkandidaten und auch inhaltlich wenig Kontroverses. Hitzig wurde es lediglich bei der Debatte um den richtigen Umgang mit den Herausforderungen und / oder Zumutungen der Digitalisierung. Der Bundesvorstand hatte sich (wie in den letzten Jahren) darauf beschränkt, nur wenige Anträge zu den Kernthemen vorzulegen, die auch sämtlich einstimmig (nur ein Antrag erhielt eine Gegenstimme) verabschiedet wurden. Zu Beginn der Versammlung waren die Mitglieder der Antragskommission Ruth Schröder und Jochen Schmidt auf Vorschlag ihrer Landesvorstände für ihre langjährigen und umfangreichen Verdienste mit dem goldenen Ehrenzeichen des Verbandes ausgezeichnet worden.
jh

HV: An einem Strang ziehen!

Zum Auftakt der Versammlung hatte der KZBV-Vorstandsvorsitzende Wolfgang Eßer in seinem Grußwort auf die weiter bestehende Bedrohung der freiberuflich Niedergelassenen durch die „Kannibalisierung des Berufsstandes“ hingewiesen. Man habe – nicht zuletzt durch die enge und gute Zusammenarbeit mit dem Freien Verband – im Gesetzgebungsverfahren zum TSVG einiges erreicht, weil man „mit einer Stimme“ gegenüber den politischen Entscheidungsträgern aufgetreten sei. Die Probleme seien aber nicht gebannt. Im Digitale Versorgung-Gesetz (DVG) gebe es Tendenzen zur Aushöhlung des Sicherstellungsauftrages, aber auch positive Ansätze. Eßer warnte vor Totalverweigerung und rief dazu auf, weiter an einem Strang zu ziehen. BZÄK-Präsident Peter Engel beklagte die Reglementierungswut des Verordnungsgebers trotz zahlreich vorliegender Vorschläge zum Bürokratieabbau. 100 Arbeitstage würden in den Praxen allein für Dokumentationspflichten aufgewendet. Daher müssten „für jede neue Vorschrift zwei alte weg.“ Zugleich weigere sich der Gesetzgeber, eine zeitgemäße, fachlich stimmige und betriebswirtschaftlich korrekte Gebührenordnung für Zahnheilkunde (GOZ) vorzulegen. Um hier Druck aufzubauen, habe die BZÄK die Kampagne „11 Pfennig“ aufgelegt, mit der auf die Nichtanpassung des Punktwertes seit mehr als 30 Jahren aufmerksam gemacht werden soll. Inzwischen „hatten wir einen Mauerfall, eine neue Währung, drei Päpste und fünf US-Präsidenten“, so Engel. Zugleich warnte er davor, die GOZ „mit falschen Partnern“ komplett zu Fall bringen zu wollen. Die Gebührenordnung sei ein Garant für eine transparente Rechnung.
jh

HV: Digitalisierung – Chance oder Bedrohung?

Den Auftakt der HV bildete eine Podiumsdiskussion mit Politikern, Standespolitikern und IT-lern unter Leitung der Journalistin Angela Elis. Julia Hagen (Director Regulatories & Politics) erläuterte die Aufgaben des Health Innovation Hub (hih) des BMG: Man wolle „Bedarfe verstehen und im Dialog mit allen Beteiligten Brücken zwischen den Akteuren bauen“. Deutschland dürfe den Anschluss in der Digitalisierung nicht verpassen. Die „first mover“ müssten belohnt, aber auch Haftungsfragen geklärt werden, so Hagen, die im Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (bitkom) tätig ist. Mit Blick auf den Hype um Digitalisierung und künstliche Intelligenz (KI) betonte der FDP-Politiker Robert-Martin Montag, Zuwendung sei nicht durch Maschinen zu ersetzen. Digitalisierung mache den Arzt nicht überflüssig und dürfe nicht mit Sanktionen durchgedrückt werden: „Nur wenn es nützt, machen die Leute mit!“ Strafen würden weitere Ärzte aus der Versorgung drängen. Montag setzte das legitime Gewinninteresse des Freiberuflers gegen die Gewinnmaximierung von Konzernen und betonte den Wert der freien Arztwahl und den Vorrang der Selbstverwaltung. „Die Wahrscheinlichkeit, in 25 Jahren durch Roboter ersetzt zu werden, beträgt einer Studie zufolge für Zahnärzte 0,4 Prozent“, berichtete der Präsident des österreichischen Zahnärzteverbandes, Claudius Ratschew (für ZFA sind es demnach 51 und für Zahntechniker 95 Prozent). Zu den erfreulichen Aspekten der Digitalisierung gehörten CAD/CAM und die Radiologie, aber die bereits 2005 in der Alpenrepublik eingeführte e-Card habe die Bürokratie keinesfalls geschmälert und Papier beileibe nicht überflüssig gemacht. Aus der elektronischen Gesundheitsakte (eGA) seien die Zahnärzte (noch) „heraußen“. „Digitale Nutzenanwendungen sind für uns nichts Neues, das machen wir seit 30 Jahren“, betonte der Bundesvorsitzende Harald Schrader. „Aber was passiert mit den Daten, wenn sie unsere Praxis verlassen haben?“ Es müsse gewährleistet bleiben, dass der mündige Patient über die Verwendung seiner Daten selbst entscheide. Der stv. KZBV-Vorstandsvorsitzende Martin Hendges stellte fest, das deutsche Gesundheitswesen sei digital unterentwickelt. Auch für die Zahnärzte biete die Digitalisierung Möglichkeiten zur Verbesserung der Versorgung - mit dem Thema müsse man konstruktiv umgehen.
jh

HV: Aktiv in Europa, konstruktiv bei Digitalisierung, initiativ beim Personal
 

Die HV stellte sich einstimmig hinter die Forderung der BZÄK nach einer europäischen Charta der Freien Berufe und begrüßte das Engagement des Bundesvorstandes auf dieser Ebene. Das Thema „Digitalisierung“ wurde kontrovers und teilweise hitzig debattiert. Letztlich folgte die Versammlung auch hier der Vorstandslinie und verabschiedete die Forderungen des Leitantrages ohne Gegenstimme: Datensouveränität beim Patienten, volle Erstattung der gesetzlich verursachten Kosten, Streichung aller Sanktionsmaßnahmen und Begrenzung der datenschutzrechtlichen Haftung. Mit großer Mehrheit forderte die HV den Gesetzgeber außerdem auf, flächendeckend die technischen Voraussetzungen für den sicheren Datenaustausch zu schaffen. Fachkräftemangel ist kein Privileg zahnärztlicher Praxen – erschwerend kommt hinzu, dass dem Rückgang an Mitarbeiterinnen ein steigender Bedarf wegen erhöhter Anforderungen bei Dokumentationspflichten und Hygieneanforderungen gegenüber steht. Die HV forderte daher neben dem Bürokratieabbau durch den Gesetzgeber eine vermehrte Bereitstellung von Ausbildungsplätzen durch die Zahnarztpraxen, eine Werbe- und Imagekampagne der Bundeszahnärztekammer sowie verstärkte Fort- und Weiterbildungsangebote für Mitarbeiter/Innen durch die Landeszahnärztekammern. In einem weiteren Beschluss bekräftigte die HV die Grundsatzpositionen des Freien Verbandes zum Vorrang der Selbstverwaltung, dem Erhalt der PKV, der Mehrkostenregelung für zahnärztliche Leistungen, der Direktabrechnung mit Kostenerstattung und dem Approbationsvorbehalt für zahnärztliche Leistungen. Der Bundesvorstand wurde außerdem aufgeordert, mögliche Auswirkungen des EUGH-Rechtsprechung auf die GOZ zu prüfen. Einstimmig schloss sich das höchste Gremium des Verbandes der Resolution der letzten KZBV-Vertreterversammlung zur Wahrung der Einheit des Berufsstandes an: Die Delegierten halten weder den Verkauf an noch die Angestelltentätigkeit in einem fremdinvestorengesteuerten MVZ für vereinbar mit einem Vorstandsamt in der zahnärztlichen Selbstverwaltung oder dem Freien Verband.

Auch das noch:

 „Arztsprech“: Ärzte verstehen Ärzte nicht

Der Linguist Sascha Bechmann (Uni Düsseldorf) hat die Verständlichkeit von Arztbriefen analysiert. Dabei kam heraus, dass 99 Prozent von 197 befragten Hausärzten deren Qualität für verbesserungswürdig halten. Fast alle Befragten erhielten nach eigener Aussage schon einmal einen fehlerhaften Arztbrief und erklärten, Arztbriefe manchmal nicht auf Anhieb zu verstehen, u.a. wegen nicht erklärter Abkürzungen. Als Ursache vermutet Bechmann, dass die „Kliniksprache“ durch den Forschungsaspekt wissenschaftlicher geprägt ist als in einer Hausarztpraxis. Außerdem sei das Schreiben nicht standardisiert und werde im Studium nicht systematisch vermittelt. Durch elektronische Arztbriefe würde die Übermittlung zwar schneller, aber die Qualität wahrscheinlich nicht besser. Hausärzte verwenden immerhin ca. eine Stunde auf das Lesen, Klinikärzte etwa drei Stunden täglich für das Verfassen von Arztbriefen.
Quelle. änd, jh

Nachrichten

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