ZÄF Hochfranken e.V. zahnärztl.Fortbildung & Information

News-FVDZ Nachrichten 8.Okt. 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik.

GOZ-Punktwertuhr:  11.603 Tage 

Themen dieser Ausgabe: 

 

  • Freier Verband: Hauptversammlung in Dresden
  • "Faire Kassenwahl": Spahn rudert zurück
  • KBV zur eAU: Ganz oder gar nicht!
  • EZB: Strafzinsen rechtswidrig?
  • Work-Life-Balance: Mehr Schein als Sein?
  • Alkohol im Alter: Ein Gläschen gegen Demenz?

Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

Freier Verband: Hauptversammlung in Dresden

Am Donnerstag dieser Woche beginnt die jährliche Hauptversammlung des FVDZ in Radebeul bei Dresden. Die aktuellen gesundheitspolitischen Kernthemen für die Delegierten aus den 17 Landesverbänden werden die Digitalisierung im Gesundheitswesen, die Verbesserung der Personalsituation in den Praxen und der Einfluss Brüssels auf die nationale Gesundheitspolitik sein. Außerdem steht die Neuwahl des Bundesvorstandes auf der Agenda. Der Bundesvorsitzende Harald Schrader strebt die dritte Amtsperiode gemeinsam mit seinen Stellvertretern Gudrun Kaps-Richter und Peter Bührens an. „Wir treten mit einer schlagkräftigen und teilweise erneuerten und verstärkten Mannschaft an, um den in den vergangenen Jahren eingeschlagenen Kurs fortzusetzen. Dazu brauchen wir vor allem Fachkompetenz, gepaart mit politischem Durchsetzungswillen. Wenn die politisch zu bohrenden Bretter immer dicker werden, müssen unsere Bohrer entsprechend schärfer sein“, sagte Schrader vor Beginn der Versammlung. Mit der Formel „Dialog und Widerstand“ habe der Verband durchaus einiges erreicht. „Die Frage, bis zu welchem Punkt man verhandelt, Kompromisse findet und auch mitträgt, muss immer von Fall zu Fall beantwortet werden. Das nennt man „politikfähig sein“, so Schrader. Am Freitag wird das Studierendenparlament des FVDZ tagen und sich u.a. mit dem Thema „Zahnpraxis der Zukunft“ beschäftigen. Als Gast wird der neu gewählte Präsident der Internationalen Vereinigung der Zahnmedizinischen Studenten (IADS), Björn Bierlich, den Studierenden einen Einblick in die internationale Arbeit geben.
jh

„Faire Kassenwahl“: Spahn rudert zurück

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die bundesweite Öffnung aller Krankenkassen aus dem „Fairer-Kassenwettbewerb-Gesetz“ herausgenommen, wohl auf Druck der Bundesländer. Diese hatten die Öffnung geschlossen abgelehnt. Auch beim Koalitionspartner SPD war das Vorhaben auf Kritik gestoßen. Der aktuelle Entwurf beinhaltet Neuregelungen, die den Risikostrukturausgleich, das Organisations- und Wettbewerbsrecht der Kassen sowie die Strukturen des GKV-Spitzenverbands betreffen. Beim RSA soll künftig die regionale Verteilung der Versicherten berücksichtigt werden, und bei der Zuweisung der Mittel aus dem Gesundheitsfonds sollen künftig alle Krankheiten („Vollmodell“) berücksichtigt werden (bislang waren es 80 Krankheiten). Zudem wird ein Risikopool zur Refinanzierung „besonders teurer Fälle“ und eine „Vorsorge-Pauschale“ zur Förderung von Präventionsmaßnahmen eingeführt. Das Bundesversicherungsamt (BVA) soll mehr Möglichkeiten bekommen, Verstöße gegen die Regeln des RSA zu prüfen und gegebenenfalls zu ahnden. Außerdem sollen sich BVA und Länderaufsichtsbehörden enger abstimmen und sich mindesten zweimal jährlich gegenseitig über Aufsichtsfragen und genehmigte Satzungsleistungen der Kassen „unterrichten“. Das Verbot der Diagnosevergütung in Verträgen der Kassen soll neu formuliert werden, um der „Beeinflussung des ärztlichen Kodierverhaltens durch die Kassen“ entgegenzuwirken. Um einen regelmäßigen Austausch zwischen dem Vorstand des GKV-Spitzenverbands und den Vorständen der Einzelkassen zu ermöglichen, soll ein neues Gremium („Lenkungs- und Koordinierungsausschuss“) installiert werden. Für den Verwaltungsrat des GKV-Spitzenverbandes ist eine „angemessene“ Repräsentanz von Frauen im Vorstand, im Lenkungs- und Koordinierungsausschuss sowie im Verwaltungsrat des GKV-Spitzenverbandes vorgesehen.
Quelle: äz, jh

KBV zur eAU: Ganz oder gar nicht!

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat die Abschaffung der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung in Papierform gefordert. „Wenn digital, dann ganz digital“, sagte Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel. Obwohl der Gesetzgeber die eAU auf den Weg gebracht hat, bleiben Ärzte nämlich weiterhin verpflichtet, den Patienten eine schriftliche AU-Bescheinigung auszuhändigen. Praxen müssen daher nicht nur eine doppelte Infrastruktur (Papierausdruck und digitale Übermittlung) vorhalten, sondern haben auch doppelten Arbeitsaufwand. Nach KBV-Ansicht sei es ausreichend, wenn Patienten nurmehr über die Krankschreibung informiert würden, da diese ja bereits digital an die Krankenkassen und den Arbeitgeber übermittelt werden. Diese Information sei dann auch nur auf ausdrücklichen Patientenwunsch in Papierform zu erstellen. Kriedel: „Sie könnte etwa zur Erinnerung dienen, damit sich der Patient bei Bedarf rechtzeitig eine Folgebescheinigung ausstellen lassen kann.“ Ob der Vorschlag im Wirtschaftsausschuss des Bundestages durchdringt, der die weitere parlamentarische Beratung des Bürokratiegesetzes federführend übernimmt, ist ungewiss. Die Ärztevertretung ist zur Verbände- und Expertenanhörung im Ausschuss nicht geladen.
Quelle: äz, jh

EZB: Strafzinsen rechtswidrig?

Die Zinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) befinden sich derzeit auf Rekordtief: minus 0,5 Prozent. Kritiker haben von Beginn an auf die Nebenwirkungen der Maßnahme für Banken, Unternehmen und Sparer hingewiesen. Nun haben mehrere Prominente – unter anderem die früheren EZB-Chefvolkswirte Jürgen Stark und Otmar Issing sowie der frühere Bundesbankchef Helmut Schlesinger – vor den Folgen einer „illegalen Staatsfinanzierung“ gewarnt. Es gebe breiten Konsens darüber, dass weitere Wertpapierkäufe durch die EZB nach Jahren der quantitativen Lockerung kaum positive Wirkungen auf das Wachstum haben, heißt es in einem offenen Brief. Hingegen sei der Verdacht begründet, „dass hinter der Maßnahme die Absicht steht, hochverschuldete Regierungen vor einem Zinsanstieg zu schützen.“ Damit habe „die EZB die Grenze zur Finanzierung von Staatsausgaben schon überschritten.“ Nach Ansicht des Hamburger Bankrechtsprofessors Kai-Oliver Knops ist die unter EZB-Chef Mario Draghi eingeführte Praxis nicht nur ökonomisch fragwürdig, sondern rechtswidrig. Für derart weitreichende Maßnahmen fehle eine ausreichende Begründung und eine parlamentarische Mitwirkung. In Wahrheit gehe es bei den Negativzinsen um die Erhebung von Abgaben, und „dazu ist der EZB-Rat nicht befugt".
Quelle: Handelsblatt, WELT, jh

Work-Life-Balance: Mehr Schein als Sein?

Als Argument für den Weg in das Angestelltendasein statt in die Niederlassung wird immer wieder die angeblich bessere Möglichkeit zur Vereinbarung von „Leben und Arbeit“ genannt. Im Gesundheitswesen scheint sich aber eine andere Entwicklung abzuzeichnen, wie die Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der LINKEN erkennen lässt. Danach sind besonders die Beschäftigten im Gesundheits- und Pflegebereich von sinkenden Handlungsspielräumen am Arbeitsplatz betroffen. Die Daten beruhen auf Erwerbstätigenbefragungen in den Jahren 2006, 2012 und 2018 des Bundesinstituts für Berufsausbildung und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. 2018 berichteten 64 Prozent der Beschäftigten aller Berufe, dass sie ihre Arbeit häufig selbst planen und einteilen konnten. Im Vergleich zu 2012 (67 Prozent) und 2006 (68 Prozent) ist dieser Anteil nur leicht gesunken. Von den Beschäftigten in medizinischen und nicht-medizinischen Gesundheitsberufen gaben 2018 nur 54 Prozent an, häufig Einfluss auf ihre Arbeitsplanung zu haben (2006 waren es noch knapp 66 Prozent).
Gesundheitsberufler haben auch immer weniger Einfluss auf die ihnen zugewiesene Arbeitsmenge: Rund 32 Prozent in 2006 stehen 25 Prozent in 2018 gegenüber. Die fehlenden Freiheiten im Arbeitsalltag werden von den Beschäftigten als immer stärkere Belastung empfunden.
Quelle: äz, jh

Auch das noch:

Alkohol im Alter: Ein Gläschen gegen Demenz?

Eine amerikanische Studie an älteren Menschen legt den Schluss nahe, dass moderater Alkoholkonsum das Demenzrisiko vermindert. Primäres Ziel der Untersuchung über sechs Jahre an rund 3.000 Personen war die Klärung der Frage, ob Ginkgo biloba vor Demenz schützt. Ergebnis: tut er nicht. Die Bostoner Forscher nutzten den Datensatz aber auch, um retrospektiv die Demenzinzidenz mit dem Alkoholkonsum zu korrelieren (Alkoholiker waren ausgeschlossen worden). Die Teilnehmer der Studie wurden regelmäßig neuropsychiatrisch untersucht. Referenz waren Teilnehmer mit sehr geringem Konsum (unter einem Drink pro Woche), aber keiner Abstinenz (unter Abstinenzlern sind häufig ehemalige Alkoholiker). Bei Berücksichtigung von Begleitfaktoren wie Alter, Geschlecht, Ausbildung, Komorbiditäten und Medikamenten war die Demenzrate bei denjenigen Teilnehmern am geringsten, die sieben bis 14 Drinks pro Woche konsumierten. Signifikant: Wer täglich (nur) einen Drink zu sich nimmt, hat nach diesen Daten nur ein halb so hohes Risiko, an Demenz zu erkranken als jemand, der selten Alkohol, dann aber größere Mengen trinkt. Das Gläschen Wein am Abend scheint also zu helfen. Offen bleibt allerdings erneut, ob es wirklich am Alkohol oder anderen Faktoren liegt.
Quelle: äz, jh

Nachrichten

News-FVDZ Nachrichten 05.Nov. 2019

06. November 2019

Sehr geehrte Damen und Herren, mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik. GOZ-Punktwertuhr:  11.631 Tage...

News-FVDZ Nachrichten 29.Okt. 2019

30. Oktober 2019

Sehr geehrte Damen und Herren, mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik.   Im GOZ-Punktwertuhr: ...

News-FVDZ Nachrichten 22.Okt. 2019

23. Oktober 2019

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News-FVDZ Nachrichten 15.Okt. 2019

15. Oktober 2019

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News-FVDZ Nachrichten 8.Okt. 2019

11. Oktober 2019

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News-FVDZ Nachrichten 1.Okt. 2019

03. Oktober 2019

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News-FVDZ Nachrichten 24.Sept. 2019

26. September 2019

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News-FVDZ Nachrichten 17.Sept. 2019

17. September 2019

Sehr geehrte Damen und Herren, mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik. GOZ-Punktwertuhr:  11.582 Tage...

News-FVDZ Nachrichten 10.Sept. 2019

10. September 2019

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News-FVDZ Nachrichten 27. August 2019

27. August 2019

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News-FVDZ Nachrichten 20. August 2019

20. August 2019

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News-FVDZ Nachrichten 13. August 2019

13. August 2019

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