ZÄF Hochfranken e.V. zahnärztl.Fortbildung & Information

News-FVDZ Nachrichten 1.Okt. 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik.

GOZ-Punktwertuhr:  11.596 Tage 

Themen dieser Ausgabe:  

  • Barmer-Kongress: Digitalisierung ja, aber sinnvoll
  • DVG-Debatte: "Förderprogramm für die Industrie
  • MVZ: FDP fordert Transparenz
  • MIT: Patientenschutz JA - Bürokratiewelle NEIN
  • Winterkongress Schladming: Fortbildung im Schnee
  • BMG-Umzug: Sitzt Spahn bald auf der Straße?

Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

Barmer-Kongress: Digitalisierung ja, aber sinnvoll

„Sie kennen uns, das nächste Gesetz kommt bestimmt", so fasste Gottfried Ludewig aus dem Bundesgesundheitsministerium beim Barmer Versorgungs- und Forschungskongress am vergangenen Dienstag die Pläne des BMG in Sachen Digitalisierung des Gesundheitswesens zusammen. Der Abteilungsleiter für Digitalisierung und Innovation machte in Berlin keinen Hehl daraus, dass Minister Jens Spahn (CDU) weiter Tempo machen will. Der Druck aus dem BMG bleibe deshalb so hoch, weil Deutschland den globalen Entwicklungen weit hinterherhänge, begründete Ludewig den Aktionismus „Die Welt wartet nicht auf uns. Und wir wollen Digitalisierung, weil wir sehen, dass es die Gesundheitsversorgung besser macht.“ Dazu gehöre die elektronische Patientenakte (ePA) genauso wie Telemedizin und Künstliche Intelligenz. KBV-Chef Andreas Gassen hingegen forderte, dass der Nutzen für die Versorgung im Fokus steht. „Was ist sinnvoll und was nur Spielerei?“, müsse die wesentliche Frage sein. „Gute Digitalisierung ist die, die uns bei der Versorgung etwas bringt“, sagte Gassen. „Und bei der ePA zum Beispiel ist der Nutzen aus ärztlicher Sicht überschaubar. Da kommt es darauf an, wie vollständig die Daten sind.“ Neben der Verlässlichkeit einer solchen Akte mahnte er auch an, die sprechende Medizin zu stärken: „Medizin ist nicht reine Technik, das menschliche Moment ist in der Behandlung unverzichtbar.“
mf

DVG-Debatte: „Förderprogramm für die IT-Industrie"

In der ersten Lesung des Digitale Versorgung-Gesetzes (DVG) am Freitag im Bundestag überwog die Zustimmung. Für den abwesenden Minister Spahn lobte Tino Sorge (CDU) den Entwurf: Er bringe Apps auf Rezept, effektiven Datenaustausch zwischen den Leistungserbringern und den „Abschied vom Faxgerät“, so Sorge. Die Große Koalition werde auch die eGK zum Laufen bringen. Auch die AfD sieht Chancen. Sie werde den mit dem Gesetz angestoßenen Prozess „wohlwollend begleiten“, sagte Jörg Schneider. Kritisch sei zu sehen, dass die Krankenkassen in IT-Startups investieren dürften. Da sei unter Umständen keine kritische Distanz von Kasse und Lieferant mehr gegeben. Sabine Dittmar (SPD) erklärte, sie setze „große Erwartungen und Hoffnungen“ in die Digitalisierung. Wichtig sei, dass der Patient Herr über seine Daten bleibe. Ziel des Gesetzes sei es, die Kommunikation im System zu verbessern und Bürokratie abzubauen. Die Digitalisierung brauche neuen Schwung. Christine Aschenberg-Dugnus (FDP) sprach von „echten Chancen“ und lobte, dass es künftig Apps auf Rezept gebe, Kliniken und Apotheken an die TI angeschlossen würden und die Kassen digitale Versorgungsinnovationen fördern dürften. Allerdings fehle ein „übergeordnetes Gesamtkonzept“. Wichtig sei auch, Patienten und Ärzte auf dem Weg mitzunehmen und ihre Sorgen zu sehen. Achim Kessler (Linke) erklärte, er verstehe nicht, warum der Datenskandal, bei dem unzählige Patientendaten gefährdet gewesen seien, im Bundestag ignoriert werde. Das Thema sei offenbar auch dem Minister nicht so wichtig. Die GroKo spreche davon, dass die Hoheit der Daten beim Patienten liege. Allerdings sei die Möglichkeit des selektiven Zugangs zur ePA gar nicht vorgesehen. Dass Krankenkassen zu Investoren in der IT-Branche gemacht würden, sei Zweckentfremdung der Mittel und ein „Förderprogramm für die IT-Industrie“. Spahns Digital-Pläne machten die Patienten zu „Versuchskaninchen“, so Kessler. Maria Klein-Schmeink (Grüne) erklärte, es gebe einige positive Ansätze, das Gesetz sei aber nicht der große Wurf. Es fehle eine Gesamtstrategie und mangele an Mitspracherechten der Patienten. Die Grünen haben einen Grundsatzantrag eingereicht, der im Gesundheitsausschuss des Bundestages beraten werden soll.
Quelle: änd, jh

MVZ: FDP fordert Transparenz

Die Hamburger FDP-Bürgerschaftsfraktion fordert mehr Transparenz über die Trägerschaft von MVZ. So wüssten
Patienten oft nicht, dass Klinik-MVZ Träger der Praxis sind, in der sie sich behandeln lassen, weil nach dem Aufkauf die niedergelassenen Ärzte als Angestellte weiterarbeiten. Auf dem Praxisschild stehe häufig noch der Name des Arztes ohne Hinweise auf den tatsächlichen Besitzer. Den Patienten sei so nicht bewusst, dass sie nicht nur vom Arzt ihres Vertrauens in ein bestimmtes Krankenhaus eingewiesen würden, sondern ggf. von einem Angestellten eben dieses Krankenhauskonzerns, der auch dessen Unternehmenszielen verpflichtet ist. Der Patient müsse ohne tiefere Recherchen Kenntnis davon erlangen können, „bei wem er Kunde ist“. Die FDP fordert deshalb vom Senat, Kliniken und Krankenhausträger in der Hansestadt zu einer Selbstverpflichtung zu bewegen, damit diese MVZ und Praxen in ihrem Besitz transparent ausweisen. Außerdem soll der Senat Möglichkeiten prüfen, nicht kooperierende Krankenhäuser zur Transparenz zu zwingen. Angestrebt wird auch eine Bundesratsinitiative, die eine bundeseinheitliche Regelung zur Transparenzpflicht erreicht.
Quelle: äz, jh

MIT: Patientenschutz JA – Bürokratiewelle NEIN

Die Bundesgesundheitskommission der Mittelstandsvereinigung der CDU (MIT) hat die Bundesregierung dazu aufgefordert, sich bei den zuständigen EU-Gremien dafür einzusetzen, die Einführung der EU-Medizinprodukteverordnung (Medical Device Regulation - MDR) für „Sonderhersteller“ auf 2024 zu verschieben und die nationale Umsetzung mit den betroffenen Berufs- und Unternehmensorganisationen abzustimmen. Es dürfen nicht der gleiche Fehler wie bei der DSGVO gemacht und der Einfluss der Verordnung unterschätzt werden, heißt es von der MIT. Mit der MDR soll die Sicherheit von Medizinprodukten erhöht werden. Viele kleine und mittelständische Hersteller fühlen sich von den Anforderungen überfordert und beklagen zu kurze Fristen. Auf seiner Sitzung in Berlin beschäftigte sich die Kommission außerdem mit einer drohenden Monopolstellung in der Onkologie. Durch die Kontrolle des gesamten Wertschöpfungsprozesses von der Produktion bis zum Patienten komme es zu einer Marktbeherrschung durch einzelne Unternehmen. Konsens herrschte in der Kommission über die Notwendigkeit „gleich langer Spieße“ bei der Zulassung von Z-MVZ. Die Gründungsberechtigung sei auf räumlich-regionale sowie medizinisch-fachliche Bezüge zu beschränken, und es seien die Grundlagen für einen fairen Wettbewerb zu schaffen.
Quelle: mit, jh 

Aus dem Verband:

Winterkongress Schladming: Fortbildung im Schnee

Nach der gelungenen Premiere in diesem Jahr findet der traditionelle Winterkongress des Freien Verbandes im Februar 2020 zum zweiten Mal in Schladming statt. Die besonderen Markenzeichen: niveauvolle Fortbildung vor winterlicher Kulisse. Der 52. Zahnärzte Winterkongress präsentiert Ihnen vom 23. bis 28. Februar 2020 klinisch- und praxisrelevantes Grundlagen- und Expertenwissen. International anerkannte Referenten zeigen erprobte Methoden, zahnmedizinische Herausforderungen sowie Spezialfälle. In besonderen Intensiv-Seminaren erarbeiten Sie gemeinsam theoretisches und praktisches Fachwissen und vertiefen damit Ihre Kenntnisse. Abgerundet wird das abwechslungsreiche Programm mit einer berufspolitischen Podiumsdiskussion zu einem aktuellen Thema und mit einer großen Dentalausstellung. Zudem bietet die Region in der Steiermark perfektes Skivergnügen für die ganze Familie. Erleben Sie eine niveauvolle Fortbildung mit einem attraktiven Rahmenprogramm.
Weitere Informationen und Anmeldung hier: https://www.fvdz.de/schladming
fvdz

Auch das noch:

BMG-Umzug: Sitzt Spahn bald auf der Straße?

In der Mauerstraße in Berlin Mitte werden derzeit zwei bundeseigene Altbauten für das Gesundheitsressort saniert. Laut Presseberichten ist der geplante Termin der Fertigstellung aber nicht zu halten. Dumm nur: Der Mietvertrag des aktuellen BMG-Hauptsitzes in der Friedrichstraße läuft Ende 2020 aus. Der Vermieter habe unerwartet gekündigt, wodurch die Unterbringung des Gesundheitsministeriums in Berlin ab 2021 „nicht mehr sichergestellt“ werden könne, heißt es in einem Schreiben des Finanzministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestages. Laut Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), die die Immobilien des Bundes verwaltet, sind der Grund für Verzögerungen „in erster Linie die allgemeinen baulichen Risiken bei der Sanierung der beiden historischen, denkmalgeschützten Gebäude“. Diese seien „im Krieg teilweise zerstört und danach mehrfach wieder aufgebaut worden“ und befänden sich in einem sehr schlechten Zustand. Wann sie bezugsfertig seien, könne noch niemand sagen. Laut „Berliner Zeitung“ verhandelt der Bund nun mit dem bisherigen Vermieter. Ein neuer Mietvertrag wird wohl – welch Überraschung! – sehr viel teurer und soll mindestens 12, 15 oder 20 Jahre laufen.
Quelle: änd, jh
 

Nachrichten

News-FVDZ Nachrichten 10.Dez. 2019

12. Dezember 2019

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13. November 2019

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03. Oktober 2019

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News-FVDZ Nachrichten 17.Sept. 2019

17. September 2019

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