ZÄF Hochfranken e.V. zahnärztl.Fortbildung & Information

News-FVDZ Nachrichten 17.Sept. 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik.

GOZ-Punktwertuhr:  11.582 Tage

Themen dieser Ausgabe:  

  • FVDZ-Umfrage: Selbst ist die Frau
  • TI: Praxen haften (auch) für den Konnektor
  • SPD-Fraktion: Bas folgt Lauterbach
  • Gassen: E-Tretroller verbieten
  • Bundesregierung: Altmeier will Mittelstand entlasten
  • Ostsee-Symposium: Digital geht alles besser?
  • Ig-Nobelpreise: Konditionierte Chirurgen und magnetische Kakerlaken

  

Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

 FVDZ-Umfrage: Selbst ist die Frau

Das Gros der Zahnärzte und Zahnärztinnen möchte selbstbestimmt arbeiten. Das ist das Fazit einer Umfrage des Freien Verbandes Deutsche Zahnärzte (FVDZ) in Kooperation mit der apoBank. Demnach planen rund 58 Prozent der befragten Angestellten mit Sicherheit oder großer Wahrscheinlichkeit den Weg in die Selbstständigkeit – 21 Prozent sind noch unentschieden. Die Mehrheit möchte in einer Berufsausübungsgemeinschaft (39 Prozent), einer Einzelpraxis (35 Prozent) oder einer Praxisgemeinschaft (rund 24 Prozent) arbeiten. Nur 4,4 Prozent lehnen die Selbstständigkeit für sich definitiv ab. Zwei Drittel der Befragten waren weiblich, die meisten in der Altersgruppe zwischen 20 und 40. Angestellt in einer Praxis waren gut 85 Prozent, zwölf Prozent in einem MVZ, der Rest im Krankenhaus. FVDZ-Bundesvorsitzender Harald Schrader erklärte dazu: „Wir wünschen uns von der Politik, dass die Förderung der Selbstständigkeit, der Niederlassung und der Freiberuflichkeit nicht nur ein Lippenbekenntnis bleibt, sondern dass die Wettbewerbsverzerrungen gegenüber Medizinischen Versorgungszentren aufgehoben werden.“ Auf dem Weg in die Selbstständigkeit wird Freiverbandsmitgliedern aktiv geholfen. Mit dem für Mitglieder kostenfreien Existenzgründerprogramm führt der FVDZ bundesweit Seminarreihen durch. Zusätzlich plant der FVDZ mit Kooperationspartnern die Gründung einer Dienstleistungsgenossenschaft, die sowohl jungen als auch etablierten Praxen aktive Hilfestellung in sämtlichen Bereichen der Praxisführung bieten soll.
Quelle: fvdz

TI: Praxen haften (auch) für den Konnektor

Alles soll digitalisiert werden, aber wer übernimmt die damit verbundenen Risiken? „Die Haftung für die Praxis endet am Konnektor“, hieß es bislang. Jetzt haben die Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder klargestellt, dass auch die Praxisinhaber datenschutzrechtlich verantwortlich sind. Weil die gematik den gesetzlichen Auftrag habe, den operativen und sicheren Betrieb der TI zu gewährleisten und sie die Mittel für die Datenverarbeitung in der TI wesentlich bestimme, sei man der Auffassung, „dass der gematik neben den Betreibern der Arztpraxen eine datenschutzrechtliche Mitverantwortung für die Konnektoren zufällt“, teilte der Bundesbeauftragten für den Datenschutz am Freitag mit. Das BMG müsse nun „eine normenklare gesetzliche Regelung“ schaffen, um diese Verantwortungsteilung künftig rechtssicher zu regeln.
Quelle: änd, jh

SPD-Fraktion: Bas folgt Lauterbach

Die gesundheitspolitische Berichterstatterin der SPD und Schatzmeisterin der Parlamentarischen Linken in der SPD, Bärbel Bas, soll die Nachfolge von Karl Lauterbach als stellvertretende Fraktionsvorsitzende für die Bereiche Gesundheit, Bildung und Forschung sowie Petitionen antreten. Das hat der Vorstand der SPD-Bundestagsfraktion beschlossen. Die Wahl des neuen Fraktionsvorstandes findet am 24. September statt. Lauterbach will sich offenbar ganz auf seine Bewerbung um den SPD-Parteivorsitz zusammen mit der Bundestagsabgeordneten Nina Scheer konzentrieren. Er wolle mögliche Interessenkollisionen vermeiden, sagte Lauterbach. Es passe nicht zusammen, einerseits für einen Ausstieg der SPD aus der Großen Koalition zu werben und andererseits mit der Union Gesundheitsgesetze im Bundestag zu verhandeln. Die Krankenkassenwirtin Bas war mehrere Jahre stellvertretende Vorstandschefin einer Betriebskrankenkasse und gehört dem Bundestag seit 2009 an.
Quelle: dpa, äz, jh
 

Gassen: E-Tretroller verbieten

Sie sind hip und sie sind „öko“, da abgasfrei – die elektrifizierten „Tretroller“, die in Großstädten zu Hunderten auf Gehwegen stehen und per App gemietet werden können. Sie sind weder komfortabel noch schnell und fahrdynamisch schlicht eine Katastrophe: Ausweichen, Bremsen, Handzeichen beim Abbiegen - das klappt offenbar so schlecht, dass sich die Unfälle der Rollerfahrer häufen. KBV-Chef Andreas Gassen hat nun ein Verbot gefordert, denn überall, wo diese Fahrzeuge rumfahren, gebe es deutlich mehr Verletzte: Brüche von Armen und Beinen, Kopfverletzungen und Todesfälle. „Aus unfallchirurgischer Sicht sind E-Tretroller eine Katastrophe“, sagte Gassen. Unfallforscher sehen das gelassener: Es sei klar gewesen, dass es nach der Zulassung auch zu Unfällen kommen würde. Wichtig sei, Fehlentwicklungen zu beseitigen - etwa durch mehr polizeiliche Kontrolle.
Quelle: äz, jh

Bundesregierung: Altmeier will Mittelstand entlasten

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat unter dem Titel „Wertschätzung, Stärkung, Entlastung“ Eckpunkte einer neuen Mittelstandsstrategie vorgelegt. Darin werden unter anderem Erleichterungen bei der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) gefordert. So soll die Schwelle zur Bestellung eines Datenschutzbeauftragten auf 50 Beschäftigte angehoben werden. Außerdem will sich der Minister bei der EU für eine DSGVO-Novelle einsetzen. Die Sozialabgaben sollen bei 40 Prozent gedeckelt und die Steuerbelastung von Personenunternehmen auf maximal 45 Prozent begrenzt werden. Der Minister will die Reserven der Arbeitslosenversicherung für eine Absenkung des Beitragssatzes nutzen und Beschränkungen bei der sachgrundlosen Befristung von Arbeitsverträgen aufheben.
Quelle: äz, jh

Aus dem Verband:

Ostsee-Symposium: Digital geht alles besser?

In der „Standespolitischen Sprechstunde“ beim Ostsee-Symposium des Freien Verbandes in Kiel haben FVDZ-Bundesvorsitzender Harald Schrader und der kommissarische Landesvorsitzende Jan-Philipp Schmidt mit den gesundheitspolitischen Sprechern der Parteien das „Digitale Versorgung-Gesetz“ (DVG) von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) diskutiert. Man müsse auch mal durchgreifen, verteidigte Hans-Heinrich Newe (CDU) die Pläne seines Parteifreundes. Dem hielt Bernd Heinemann (SPD) entgegen, das Tempo des Ministers führe zu einem fragwürdigen Umgang mit den Rechten des Parlaments. Er halte nichts davon, die Selbstverwaltungsgremien auszuschalten, weil das Ministerium alles schneller und besser könne (Beispiel: Übernahme der gematik-Mehrheit). Dieser Weg führe in die Staatsmedizin. Dennys Bornhöft (FDP) betonte, Digitalisierung sei kein Selbstzweck, sondern müsse sinnvoll eingesetzt werden. Die Nutzung von Gesundheits-Apps könne hilfreich sein, müsse aber auf jeden Fall freiwillig bleiben. Der Vorsitzende des Landesfachausschusses Gesundheit der AfD, Roland Kaden, plädierte für die Ausweitung der Kostenerstattung. Bei der elektronischen Patientenakte (ePA) müsse es möglich sein, zahnmedizinische und allgemeinmedizinisch relevante Datensätze zu trennen. Bundesvorsitzender Harald Schrader warnte vor der Einführung von Neuerungen „mit der Brechstange“. Sanktionen provozierten Widerstand. Sinnvoller seien Anreizsysteme. Zahnärzte seien keine Digitalisierungsgegner, aber die Anwendung müsse einen nachvollziehbaren Mehrwert bieten.
jh
 

Auch das noch:

Ig-Nobelpreise: Konditionierte Chirurgen und magnetische Kakerlaken

An der Harvard Universität in Massachusetts wurden die Ig-Nobelpreise (ignoble = unwürdig) verliehen. Gewürdigt werden skurrile Forschungsarbeiten, um „das Ungewöhnliche zu feiern, das Phantasievolle zu ehren – das Interesse der Menschen an Wissenschaft. Medizin und Technologie anzuregen“, so die Preisbegründung. Die Preise übergeben „echte“ Nobelpreisträger. Ausgezeichnet wurde in diesem Jahr unter anderem Silvano Gallus aus Mailand für die Erkenntnis, dass Pizza vor Krebs schützt – wenn sie in Italien hergestellt und gegessen wird. Pizzaesser erkranken seltener an Krebs der Speiseröhre, der Mundhöhle oder des Kehlkopfes. Karen Pryor und Theresa McKeon (USA) fanden heraus, dass Chirurgen orthopädische Operationen besser erlernen, wenn man sie mit Klickgeräuschen motiviert, wie es beim Tiertraining üblich ist: Was bei Hunden funktioniert, klappt offenbar auch bei Menschen. Ein internationales Forscherteam stellte fest, dass tote Kakerlaken länger magnetisch bleiben als lebendige. Ein anderes Team erhielt den Friedens-Ig-Nobelpreis für die Messung des Genusses, wenn man sich an einer juckenden Stelle kratzt. Den Ig-Nobelpreis für Wirtschaft gab es für die Erkenntnis, dass die Wahrscheinlichkeit, sich mit E. coli-Bakterien anzustecken, beim Anfassen von rumänischen Leu am höchsten ist. Das Preisgeld beträgt übrigens 10 Milliarden Dollar – in Form einer Banknote aus Zimbabwe (ca. 2500 Euro).
Quelle: äz, jh

 

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