ZÄF Hochfranken e.V. zahnärztl.Fortbildung & Information

News-FVDZ Nachrichten 10.Sept. 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik.

GOZ-Punktwertuhr:  11.575 Tage

Themen dieser Ausgabe: 

  • BV/EV: Politische Arbeit und Vorbereitung HV
  • EV: Umgang mit dem DVG
  • PKV: Weniger Versicherte im Notlagentarif
  • Kanada: Zahnärzte erkennen Mundkrebs
  • Rollstuhl gegen Rollator
  • Standespolitische Sprechstunde beim Ostseesymposium
  • Fachgespräch zur ländlichen Versorgung

Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

BV/EV: Politische Arbeit und Vorbereitung HV

Der Bundesvorstand (BV) und der Erweiterte Bundesvorstand (EV) des Freien Verbandes haben sich am vergangenen Wochenende in Berlin aus aktuellem Anlass u.a. mit der Frage des (partei-)politischen Engagements von Verbandsfunktionären befasst. Dabei wurde einhellig festgestellt, dass zur Verbandsarbeit auch das Einbringen von Verbandsforderungen in die Programmatik der politischen Parteien gehört. Allerdings müsse der Verband selbst parteipolitisch neutral bleiben, stellte der EV fest. Als problematisch angesehen wird die gleichzeitige Ausübung von Spitzenämtern im Verband und in einer politischen Partei. Dadurch werde die Glaubwürdigkeit des Verbandes im Dialog mit dem Spektrum der politischen Parteien geschwächt. Der EV verabschiedete daher einen entsprechenden Appell an seine Funktionsträger, in einem solchen Fall auf eines der Ämter zu verzichten. Im weiteren Verlauf ging es um die Kernthemen der Hauptversammlung im Oktober. Alle Leitanträge des Bundesvorstandes fanden auch die Zustimmung der Landesvorsitzenden. Besonders intensiv diskutierten die Gremien die Auswirkungen des EuGH-Urteils zur Zulässigkeit von Gebührenordnungen für Architekten und Ingenieure. Das Gericht hatte diese in der aktuellen Form als Wettbewerbshindernis eingestuft und daher für rechtswidrig erklärt. Der Bundesvorsitzende Harald Schrader stellte dazu fest, dass die „Gefahr“, die Argumentation des Gerichts könne auch auf die zahnärztliche Gebührenordnung (GOZ) durchschlagen, inzwischen eher als Hoffnungsschimmer zu sehen sei, sich endlich von einer mehr als 30 Jahre nicht adäquat angepassten Taxe befreien zu können. Die Nichtanpassung des Punktwertes sei ein Skandal, dem man nicht allein mit Aufklärungskampagnen begegnen dürfe. Die Hauptversammlung hat den Verordnungsgeber bereits 2011 dazu aufgefordert, die GOZ abzuschaffen. Quelle: jh


 

EV: Umgang mit dem DVG

Als Gastreferent berichtete der stv. Vorstandsvorsitzende der KZBV, Martin Hendges, dem Erweiterten Bundesvorstand vom aktuellen Stand der Debatte um das „Digitale Versorgung Gesetz (DVG)“, mit dem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Digitalisierung in der (zahn-)medizinischen Versorgung vorantreiben will. In der Diskussion wurde klar zum Ausdruck gebracht, dass zusätzliche Belastungen von den Praxen fern zu halten seien und der zusätzliche Aufwand adäquat erstattet werden müsse. Die im DVG vorgesehenen neuen Zwangsmaßnahmen und die Ausweitung der finanziellen Sanktionen gegen Verweigerer des Stammdatenabgleichs seien völlig unangemessen. Hendges betonte, nach seiner Auffassung sollten die neuen technischen Möglichkeiten konsequent zur Verwaltungsvereinfachung und –beschleunigung durch Einsparung von Papier und Porto und zur Verbesserung und Absicherung der elektronischen Kommunikation (Stickwort KOM-LE-Anwendungen) genutzt werden. Eine (von manchen immer noch geforderte) Totalverweigerung sei nicht zielführend. Klar sei aber auch, dass die Verantwortung der Praxis zur Datensicherheit nur für den Bereich gelten könne, auf den die Praxis auch Einfluss habe. Aus dem Auditorium wurden erhebliche Bedenken geäußert, ob der Nutzen der von Minister Spahn gewollten umfassenden Sammlung und Speicherung medizinischer Daten das Eingehen der erheblichen Risiken rechtfertige (s. unten: „gesundheitsdaten-in-gefahr“). Der Bundesvorstand machte den Vorschlag, wegen der Besonderheiten der zahmmedizinischen Versorgung gegenüber der Allgemeinmedizin auch besondere Lösungen für bestimmte Bereiche (z.B. Zugriffsrechte auf bestimmte Bereiche der Anamnese) vorzusehen. Anzustreben seien auch hier (wie beim TSVG) abgestimmte und möglichst gleichgerichtete Stellungnahmen der Körperschaften und des Freien Verbandes gegenüber der Politik.
Quelle: jh

PKV: Weniger Versicherte im Notlagentarif

Bürger ohne Krankenversicherungsschutz sollte es in Deutschland eigentlich nicht (mehr) geben. Während früher das Sozialamt per Berechtigungsschein die Kosten für „Gestrandete“ übernahm, bleiben heute ehemals gesetzlich Versicherte in der GKV. Für privat Versicherte, die die Prämien nicht mehr aufbringen können, wurde der Notlagentarif eingeführt. In der GKV gilt seit 2007 eine Versicherungspflicht, in der PKV seit 2009. In der Antwort auf eine Anfrage der Linken-Fraktion hat die Bundesregierung nun mitgeteilt, dass Ende 2018 102.000 Personen im Notlagentarif der PKV versichert waren. Damit ist ihre Zahl im Vergleich zu 2017 um 2800 Personen gesunken. Nicht versichert gewesen sein sollen 2015 bundesweit 79.000 Personen (neuere Zahlen gibt es nicht). Die Regierung bekräftigt zugleich das Ziel, allen Personen mit Wohnsitz oder ständigem Aufenthalt in Deutschland „einen Krankenversicherungsschutz zu ermöglichen“. 2017 erhielten 29.000 Menschen so genannte „Hilfen zur Gesundheit“ nach SGB XII. Dabei handelt es sich um bedürftige Personen, die nicht krankenversichert sind.
Quelle: äz, jh

Kanada: Zahnärzte erkennen Mundkrebs

Die Prognose von Mund- und Kieferkrebs ist nach wie vor schlecht. Fortschritte in der Behandlung haben die Überlebensraten nur minimal verbessert. Wird der Krebs hingegen im Anfangsstadium erkannt, beträgt die Überlebensrate rund 80 Prozent über fünf Jahre. Aus Kanada kommt die Meldung, dass Zahnärzte in Ontario mehr Fälle von Mundkrebs und seinen Vorstufen erkannt haben als je zuvor. Ein Team der Zahnmedizinischen Fakultät der University of Toronto untersuchte 63.438 Biopsien, die zwischen 2005 und 2015 durchgeführt wurden. Dabei zeigte sich ein starker Anstieg der Gesamtzahl der von Zahnärzten festgestellten Karzinome und Dysplasien. Insgesamt wurden 828 Fälle von Mundkrebs zwischen 2005 und 2015 sowie 2.679 prämaligne Läsionen diagnostiziert. Im Lauf der Jahre stieg jedoch der prozentuale Anteil an Mundkrebsdiagnosen signifikant an. Wurden 2005 nur 56 Fälle von Krebs und 99 Fälle oraler Epitheldysplasie durch eine Biopsie erkannt, so verdoppelte sich die Zahl bis 2015 auf 103 Fälle, Dysplasien verdreifachten sich sogar und lagen 2015 bei 374 Diagnosen. Die Autoren führen den Anstieg u.a. auf umfassende Schulungs- und Weiterbildungsprogramme zurück. Während fortgeschrittene orale Krebserkrankungen relativ einfach zu erkennen seien, könnten Frühstadien und prämaligne Läsionen ohne spezielles Training leicht übersehen werden.
Quelle: red

Petition: Gesundheitsdaten in Gefahr

Eine Gruppe ärztlicher, psychotherapeutischer und zahnärztlicher Verbände protestiert in einer Petition an den Deutschen Bundestag gegen die zentrale Speicherung von Gesundheitsdaten. Mittels der Petition soll der Bundestag dazu aufgefordert werden zu beschließen, dass Patienten keine Nachteile erleiden dürfen, die ihre Daten nicht in elektronischen Patientenakten (ePA) auf zentralen Servern außerhalb der Praxen speichern lassen wollen. Außerdem müsse die Telematikinfrastruktur (TI) für Ärzte und Psychotherapeuten sowie die Einführung und Handhabung der elektronischen Patientenakte für Ärzte und Patienten freiwillig sein. Strafen gegen Ärzte und Psychotherapeuten, die sich nicht an die TI anschließen lassen, müssten abgeschafft werden. Zur Begründung wird angeführt, dass Diagnosen und Befunde gehackt, veröffentlicht, missbraucht, verändert und gelöscht werden könnten. Zudem sei mit der zentralen Speicherung die komplette Kontrolle von Patienten und Ärzten möglich, damit sei die Schweigepflicht in Gefahr. Näheres unter  www.gesundheitsdaten-in-gefahr.de
Quelle: ig med, jh

Auch das noch:


Rollstuhl gegen Rollator

„Auf der Straße herrscht Krieg“, sagte neulich ein älterer LKW-Fahrer. Seit geraumer Zeit ist offenbar eine neue Frontlinie hinzugekommen und zwar zwischen den Schwächsten im Verkehr, den (besonders älteren) Fußgängern und den „Elektro-Mobilisierten“. Sie kämpfen um den Verkehrsraum auf Gehwegen und in Fußgängerzonen. Tragisch endete das neulich in Hamburg: Eine 94-jährige Fußgängerin mit Rollator wurde beim Zusammenstoß mit einem 77-jährigen Rollstuhlfahrer lebensgefährlich verletzt. Nach ersten Erkenntnissen wollte der 77-Jährige mit seinem elektrisch betriebenen Rollstuhl die 94-Jährige auf dem Gehweg überholen. Dabei stießen die Räder des Rollstuhls und des Rollators offenbar zusammen, wodurch die alte Dame stürzte und sich lebensgefährlich verletzte.
Quelle: welt, jh

Nachrichten

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06. November 2019

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15. Oktober 2019

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11. Oktober 2019

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News-FVDZ Nachrichten 24.Sept. 2019

26. September 2019

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News-FVDZ Nachrichten 17.Sept. 2019

17. September 2019

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News-FVDZ Nachrichten 10.Sept. 2019

10. September 2019

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News-FVDZ Nachrichten 20. August 2019

20. August 2019

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13. August 2019

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