ZÄF Hochfranken e.V. zahnärztl.Fortbildung & Information

News-FVDZ Nachrichten 27. August 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik.

GOZ-Punktwertuhr:  11.561 Tage

Unsere Themen in dieser Ausgabe:

  •  GKV: Grüne wollen andere Aufsicht
  • Kosten für Konnektoren: Absenkung erst 2020
  • Antibiotika: Deutlich weniger Verordnungen
  • Haushalt 2020: Gesundheitsetat steigt
  • Umfrage: Hausarzt wichtiger als Internet
  • Nachtarbeit cancerogen?
     

Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:


GKV: Grüne wollen andere Aufsicht

Mit dem „Faire-Kassenwahl-Gesetz“ (FKWG) soll nicht nur der Finanzausgleich unter den Kassen neu geregelt, sondern es sollen alle Krankenkassen bundesweit geöffnet werden. In der Folge würde auch die Aufsicht vom Bundesversicherungsamt (BVA) übernommen - zum Ärger der Ländergesundheitsminister. Bislang unterliegen regionale Kassen wie die elf AOK der Länderaufsicht, Ersatzkassen sowie bundesweit geöffnete Betriebs- und Innungskrankenkassen stehen dagegen unter der Rechtsaufsicht des BVA. Die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen, Maria Klein-Schmeink, hat nun vorgeschlagen, das BVA solle nur in Finanzangelegenheiten für alle Krankenkassen zuständig sein, für Fragen der regionalen Versorgungsgestaltung dagegen generell die jeweiligen Länder, und zwar unabhängig davon, in wie vielen Ländern die jeweilige Krankenkasse tätig ist. Es sei unbestritten, betont Klein-Schmeink in einem Schreiben an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, „dass der Status quo unterschiedlicher Aufsichtsbehörden für auf dem gleichen Markt agierende Krankenkassen wettbewerbspolitisch unbefriedigend“ sei. Andererseits wäre eine einzige zentralisierte Aufsicht beim BVA gesundheitspolitisch genauso unbefriedigend. Ein Kompromiss sei also nicht nur aus politischen Gründen geboten, sondern auch der Sache dienlich.
Quelle: ärztezeitung, jh


Kosten für Konnektoren: Absenkung erst 2020

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und Kassen haben sich darauf verständigt, die Pauschale, die Arztpraxen für den Konnektor zum Anschluss an die Telematikinfrastruktur (TI) erhalten, erst ab 2020 abzusenken. Damit erhalten Ärzte und Psychotherapeuten weiterhin 1.547 Euro für den Konnektor erstattet. Erst ab 1. Januar 2020 erfolge eine Absenkung auf 1.014 Euro. Die KBV habe, wie sie betont, ferner erreichen können, dass der Erstattungsbetrag für stationäre Kartenterminals ab 1. Oktober 2019 angehoben wird. Die Krankenkassen zahlen demnach zukünftig 535 Euro für ein Gerät – 100 Euro mehr als bisher. Die Erstausstattungspauschale, die die notwendigen Kosten für einen Konnektor und ein Kartenterminal decken soll, beträgt bis zum Jahresende laut KBV weiterhin 1.982 Euro, ab 1. Januar 2020 dann 1.549 Euro. KBV-Vorstandsmitglied Thomas Kriedel geht davon aus, dass bis Jahresende alle Praxen an die TI angeschlossen sein werden. Im Juni waren es nach gematik-Angaben rund 100.000 Praxen.
Quelle: äz, jh


Antibiotika: Deutlich weniger Verordnungen

Allenthalben wird beklagt, Ärzte würden zu oft und vor allem zu undifferenziert Antibiotika verschreiben. Tatsächlich ist die Zahl der Verordnungen bei GKV-Versicherten von 562 Verordnungen pro 1.000 Versicherte im Jahr 2010 auf 446 im Jahr 2018 gesunken - ein Rückgang um insgesamt 21 Prozent. Das geht aus aktuellen Daten des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (ZI) hervor. Am stärksten war der Effekt bei Neugeborenen und Säuglingen (Altersgruppe 0-1 Jahr). Hier hat sich die Verordnungsrate von 2010 bis 2018 fast halbiert: Von 630 Verordnungen pro 1.000 Versicherte fiel die Rate auf 320 Verordnungen (minus 49 Prozent). In allen Jahren zeigten Kinder im Kindergartenalter (2-5 Jahre) die höchste Verordnungsrate, aber im Studienverlauf auch die stärkste absolute Reduktion von 1.213 (2010) auf 683 (2018) Verordnungen. Ein Grund für den starken Rückgang der Verordnungsraten könnten die zahlreichen Initiativen zur Stärkung eines angemessenen Antibiotikaeinsatzes (engl. Bezeichnung „Antibiotic Stewartship“) in Deutschland sein. Obwohl es starke Unterschiede zwischen KV-Bereichen gibt (die meisten Verordnungen im Saarland, die wenigsten in Sachsen), wurde ein deutlich rückläufiger Verbrauchstrend in nahezu allen KV-Bereichen und für die überwiegende Zahl der eingesetzten Wirkstoffgruppen beobachtet.
Quelle: änd, jh

Haushalt 2020: Gesundheitsetat steigt

Im Bereich des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) sind im Haushaltsentwurf für 2020 Ausgaben in Höhe von rund 15,33 Mrd. Euro vorgesehen, knapp 20 Mio. mehr als 2019. Mit Abstand größter Posten ist erneut der Bundeszuschuss an den Gesundheitsfonds, der seit 2017 bei 14,5 Mrd. festgeschrieben ist. Steuerfinanziert werden damit Aufwendungen der Krankenkassen für gesamtgesellschaftliche Aufgaben, wie die beitragsfreie Familienversicherung sowie Leistungen bei Mutterschaft und Schwangerschaft. Die Personalausgaben steigen von rund 267 auf rund 272 Mio. Euro. 80,3 Mio. Euro stehen für die Förderung privater Pflegezusatzversicherungen sowie eine bessere Pflegeversorgung zur Verfügung, ein Plus von rund 2,6 Mio. zum Etat 2019. Für die Förderung der privaten Pflegezusatzversicherungen werden Mittel in Höhe von rund 56,6 Mio. veranschlagt. Zur Verbesserung der Versorgung Pflegebedürftiger, die Pflegekampagne und die Qualifizierung für Pflegeberufe im Ausland stehen insgesamt 8,9 Mio. zur Verfügung. Auf Prävention und Gesundheitsverbände entfallen Ausgaben in Höhe von 63,5 Mio., rund fünf Mio. Euro mehr als 2019. Für Aufklärungskampagnen auf dem Gebiet von sexuell übertragbaren Krankheiten sind 13,9 Millionen Euro vorgesehen. Vier Millionen Euro stehen für Aufgaben im Zusammenhang mit der Migration und Integration im Gesundheitswesen zur Verfügung. Für die Errichtung eines nationalen Gesundheitsportals sind 4,5 Mio. Euro vorgesehen, Modellprojekte zur telemedizinischen integrierten Versorgung und zur Förderung von Testregionen sollen mit 6,5 Mio. Euro gefördert werden.
Quelle: bmg


Umfrage: Hausarzt wichtiger als Internet

Nach der KBV (s. letztes FVDZ aktuell) hat auch die AOK-Nordwest eine Umfrage zur Zufriedenheit der Bürger mit Infrastruktur und medizinischer Versorgung vorgestellt. Forsa befragte dazu telefonisch 400 Deutschsprachige ab 18 Jahren aus Westfalen-Lippe. 97 Prozent gaben an, die Verfügbarkeit von Hausärzten sei wichtig, 92 Prozent nannten die Internetversorgung, 91 Prozent Einkaufsmöglichkeiten. Zugang zu Krankenhäusern und Apotheken war jeweils für 88 Prozent wichtig. Fachärzte spielen für 82 Prozent eine entscheidende Rolle. 94 Prozent gaben an, mit der Versorgung durch Apotheken zufrieden oder sehr zufrieden zu sein, 83 Prozent mit dem Angebot an Hausärzten, 74 Prozent mit Krankenhäusern. Die Bewertung der Versorgung mit Fachärzten und ambulanten Pflegeangeboten (jeweils 56 Prozent) sowie stationären Pflegeangeboten (50 Prozent) fiel schlechter aus. Etwa ein Fünftel der Befragten gab an, eine Verschlechterung der Versorgung festzustellen. Überdurchschnittlich oft war das in kleinen und mittelgroßen Städten bis 100.000 Einwohnern der Fall. Eine Befundbesprechung per Videosprechstunde halten 78 Prozent für akzeptabel, die Nutzung im Notfall ist nur für 32 Prozent der grundsätzlich Aufgeschlossenen eine Option, beim Erstkontakt mit dem Arzt sind es nur 28 Prozent
Quelle: äz, jh

Auch das noch:


Ist Nachtarbeit cancerogen?

Nachtarbeit ist von der International Agency for Research on Cancer (IARC) als „wahrscheinlich für Menschen krebserregend“ eingestuft worden und steht damit auf derselben Risikostufe wie Glyphosat oder der Verzehr roten Fleisches. Die bereits 2007 erfolgte Einschätzung wurde in einer aktuellen Folgeevaluation bestätigt. Grund dafür war eine hohe Zahl neuer Studien zum Thema. Die Einschätzung der Wissenschaftler ist in „Lancet Oncology“ erschienen. Im Schnitt arbeiten 20 Prozent der Beschäftigten außerhalb der typischen Arbeitszeiten. In der Begründung heißt es, es gebe eine beschränkte Datenlage in Studien am Menschen, eine gute in Tierexperimenten und eine starke biologische Plausibilität. Einige neuere Studien fanden demnach keinen Zusammenhang zwischen Nachtschichtarbeit und Krebs, andere wiederum zeigten überzeugend Risiken auf. Außerdem sei die Einordnung der biologischen Befunde teils hoch kompliziert, erklärte Prof. Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie. Er war einziges deutsches Mitglied der Expertenkommission. Es gebe eine relativ deutliche Assoziation zwischen Nachtarbeit und malignen Tumoren der Brust, der Prostata und des Darms. Allerdings ließen sich andere Erklärungen nicht vollkommen ausschließen.
Quelle: änd, jh
 

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