ZÄF Hochfranken e.V. zahnärztl.Fortbildung & Information

News-FVDZ Nachrichten 2. Juli 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik.

GOZ-Punktwertuhr: 11.505 Tage

Unsere Themen in dieser Ausgabe:

  • Ärzte, Zahnärzte und IT-Experten einig: Telematikinfrastruktur ist nicht sicher
  • KZBV-VV: Einheit des Berufsstandes wahren
  • MIT: Erleichterungen beim Datenschutz
  • UPD: Deutlich weniger Beratungen
  • FVDZ Bayern: Aktualisierte Analogliste GOZ
  • Auch das noch: 370.000 Euro für zwei Palmen

Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

Ärzte, Zahnärzte und IT-Experten einig: Telematikinfrastruktur ist nicht sicher

Vor gefährlichen Sicherheitslücken in der Telematikinfrastruktur (TI) haben die Ärzteverbände MEDI GENO und Freie Ärzteschaft sowie der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) am vergangenen Donnerstag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin gewarnt. Neben den Vertretern der Ärzte- und Zahnärzteschaft schlugen auch zwei IT-Experten und ein Jurist Alarm, dass die Patientendaten durch Zwangsvernetzung und zentrale Speicherung massiv gefährdet seien. Ein Hauptkritikpunkt ist die fehlende Prüfung des Systems. Werner Baumgärtner, Vorsitzender von MEDI GENO, erklärte, Sicherheitstests beim Anschluss der Praxen an die TI seien gesetzlich verboten. Der zentralen Datenspeicherung attestierte Sicherheitsforscher Hartmut Pohl ein hohes Gefahrenpotenzial: „Wir haben 100 Millionen Zugriffberechtigte im Gesundheitswesen, bei einer zentralen Datenspeicherung sind Hackerangriffe leicht.“ Was dann mit Patientendaten passieren könne, sehe man in den USA, „wo eine Patientenakte auf illegalem Weg mit einer Summe zwischen 500 bis 1.000 Dollar gehandelt wird“. Die Stellvertretende Vorsitzende der Freien Ärzteschaft, Silke Lüder, sagte, dass die Digitalpolitik von Gesundheitsminister Jens Spahn die ärztliche Schweigepflicht aushebele: „Für mich ist das eine digitale Vergewaltigung, wenn ich gezwungen werde, die Daten meiner Patienten so zu speichern.“ FVDZ-Bundesvorstandsmitglied Bertram Steiner betonte, dass Zahnärzte für digitale Entwicklungen grundsätzlich aufgeschlossen seien. Aber sie müssten sinnvoll sein. „Wir wissen, wo Digitalisierung dem Patienten nützt und wo sie nur unnötig Geld verschlingt.“ Die Ärzteverbände planen jetzt, sowohl gegen die Kassenärztlichen Vereinigungen wegen der Honorarkürzungen als auch gegen fehlerhafte Installationen zu klagen.
mf

G-BA: Höheres Risiko durch schnellere Methodenbewertung

Für Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geht offenbar im Gesundheitswesen alles nicht schnell genug.
So soll per Gesetz die Frist zur Bewertung neuer Leistungen künftig von drei auf zwei Jahre verkürzt werden. Zudem soll verpflichtend eine Erprobung folgen, wenn ein Potenzial einer Methode festgestellt wird. Die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen, Maria Klein-Schmeink, warnte jetzt vor einer Beeinträchtigung des Patientenschutzes bei schnelleren Bewertungen neuer Behandlungsmethoden. „Was als Patienteninteresse daherkommt, dient in dieser Form in Wahrheit eher den Interessen der Hersteller von Medizinprodukten und medizinischen Hilfsmitteln“, erklärte Klein-Schmeink. Zuvor hatte auch der GKV-Spitzenverband vor Risiken der Beschleunigung gewarnt. „Es macht keinen Sinn, eine neue Behandlungsmethode schnell einzuführen, wenn das Verhältnis von Nutzen und Risiko unbekannt ist“, mahnte die Chefin des GKV-SV, Doris Pfeiffer. Wenn Erprobungsstudien von einer „Kann-Regelung“ zur Pflicht würden, sei zu befürchten, dass reine Anwendungsbeobachtungen die bisher geforderten qualitativ hochwertigen Studien ersetzen.
Quelle: dpa, änd, jh

KZBV-VV: Einheit des Berufsstandes wahren

Den Zusammenhalt des Berufsstandes hat der Vorstandsvorsitzende der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), Wolfgang Eßer, bei der Vertreterversammlung in Köln vergangene Woche herausgestellt. Die politischen Erfolge der Zahnärzteschaft beim Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) seien auf diese Einigkeit zurückzuführen. „Geschlossenheit ist die Stärke der Zahnärzteschaft, davon hängt die Glaubwürdigkeit und Nachhaltigkeit unserer Forderungen ab“, betonte Eßer. Die Wirkung des TSVG gelte es nun zu analysieren. Das Gesetz sei eventuell nachzujustieren. Der Bundesvorsitzende des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte (FVDZ), Harald Schrader, bekräftigte: „Wenn die Zahnärzteschaft mit einer Stimme spricht, dann wird sie auch gehört.“ Die Politik habe verstanden, dass sie eigenständige Regelungen unabhängig von der Ärzteschaft brauche. Eßer forderte die Politik auf, die im Koalitionsvertrag festgeschriebene Stärkung der Freiberuflichkeit wieder zur Richtschnur politischen Handelns zu machen: „Die freiberufliche Selbstverwaltung ist ein Erfolgsgarant unseres Gesundheitswesens.“ Als wichtiges Thema für die Zukunft der Selbstverwaltung hat die KZBV die Förderung von Frauen für die Gremien erkannt. Deshalb ist jetzt unter Leitung der baden-württembergischen KZV-Chefin Ute Maier eine Arbeitsgruppe entstanden. „Die Mitwirkung von Frauen in der Selbstverwaltung und die Nachwuchsgewinnung insgesamt sind ein überlebenswichtiges Thema für die Selbstverwaltung“, machte Eßer deutlich. Große Chancen für die Versorgung sieht die KZBV in der Digitalisierung. Das vom BMG vorgelegte Digitale Versorgung-Gesetz (DVG) bewertete Karl-Georg Pochhammer, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes, jedoch als „einen Entwurf mit Licht und Schatten“. 
sas

MIT: Erleichterungen beim Datenschutz

Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT) hat begrüßt, dass die Datenschutz-bestimmungen für viele Betriebe entschärft werden sollen. Schon vor der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) habe nur in Deutschland die Pflicht zur Bestellung eines Datenschutzbeauftragten für viele Mittelständler und Vereine bestanden, erklärte MIT-Bundesvorsitzender Carsten Linnemann. Künftig müssen Unternehmer oder Vereine erst dann einen Datenschutzbeauftragten bestellen, wenn mindestens 20 Personen regelmäßig mit automatisierter Verarbeitung von Personendaten beschäftigt sind. Bislang lag die Grenze bei 10 Personen. Linnemann betonte, dass es trotz des Erfolges weitere Punkte gebe, bei denen die DSGVO mittelstands- und ehrenamtsfreundlicher werden müsse: „Wir erwarten, dass die neue EU-Kommission und das Europaparlament die DSGVO an den Stellen nachbessern, an denen sie zu bürokratisch und unpraktikabel ist.“

Quelle: mit, jh

UPD: Deutlich weniger Beratungen

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) hat im vergangenen Jahr deutlich weniger Versicherte beraten. 2018 wandten sich 128.586 Menschen an die UPD - 2017 waren es noch 154.921. Die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Claudia Schmidtke (CDU), rief dazu auf, weitere Anstrengungen zu unternehmen, um die Bekanntheit der UPD zu erhöhen. Patientinnen und Patienten müssten sich auf Qualität, Sicherheit und Transparenz im Gesundheitswesen verlassen können. „Dabei geht es vor allem um Augenhöhe mit den Leistungserbringern, aber auch gute Informationen durch die Krankenkassen“, betonte die Lübecker Herzchirurgin, die seit Januar 2019 Patientenbeauftragte ist. Den Rückgang der Beratungsgespräche um 17 Prozent erklärte UPD-Geschäftsführer Thorben Krumwiede unter anderem damit, dass bei Einführung der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) den Ratsuchenden eine längere Datenschutzerklärung vorgelesen wurde, was offenbar dazu geführt hatte, dass viele wieder aufgelegt hätten. 88 Prozent der Beratungen fänden am Telefon statt. Im Mittelpunkt der Beratung hätten erneut unverständliche Schreiben der Krankenkassen gestanden. An zweiter Stelle folgte demnach die Bitte um Einblick in die eigene Patientenakte.

Quelle: aerzteblatt, jh

Aus dem Verband:

FVDZ Bayern: Aktualisierte Analogliste GOZ

Wegen großer Nachfrage präsentiert der FVDZ Bayern eine aktualisierte Neuauflage seiner GOZ-Analogliste. In dem 34-seitigen Ratgeber geht es um Analogleistungen, Chairside-Leistungen, Wunschleistungen und um die GOZ 2012. Bislang gibt es kaum Empfehlungen zu Gebührenziffern, die bei der Analogabrechnung ansetzbar sind. Mit der Analogliste von Autorin Kerstin Salhoff will der FVDZ Bayern Hilfestellung für die Praxis geben, weil die korrekte Anwendung der gesetzlichen Regeln nicht einfach ist und Kostenerstatter die Abrechnung häufig beanstanden. Die Analogabrechnung soll als flexibles Instrument zur laufenden Anpassung der Zahnarzthonorare an die allgemeine Kostenentwicklung dienen, weil Zeit- und Kostenaufwand im Rahmen des § 6 Abs. 1 GOZ praxisindividuell abbildbar sind. Autorin Salhoff: „Täglich in der Praxis erbrachte Leistungen korrekt zu liquidieren, stellt sich als Herausforderung dar, da viele nicht Bestandteil der GOZ 2012 sind. Honorareinbußen lassen sich nur durch die zusätzliche Berechnung mit einer analogen Position verhindern“.
Die Broschüre kann durch Zusendung eines adressierten und frankierten Rückumschlags (1,55 Euro-Briefmarke) bestellt werden – solange der Vorrat reicht: FVDZ Bayern, Herzog-Heinrich-Str. 10 80336 München 
Quelle: fvdz-bayern

Auch das noch:

370.000 Euro für zwei Palmen

Der neue Hauptsitz des Bundesnachrichtendienstes (BND) in Berlin ist das zweitgrößte Ge¬bäude der Stadt – nach dem Flughafen Tempelhof. Aber nicht nur deswegen macht das Gebäude Schlagzeilen. So kamen vertrauliche Bauunterlagen abhanden und ein Millionenschaden entstand, als Wasser¬hähne entwendet und Teile des Baus geflutet wurden. Mehr als 12 Jahre, 20.000 Tonnen Stahl und 135.000 Kubikmetern Beton nach Baubeginn wurden aus den ursprünglich veranschlagten 720 Mio. dann satte 1,085 Mrd. Euro. Großzügig war man auch bei der Kunst am Bau – rund 1,6 Mio. Euro wurden für sieben Kunstwerke bezahlt. Zwei 22 Meter hohe künstliche Metallpalmen (die an als Palmen getarnte Mobilfunk-Sendemasten auf der Insel Mauritius erinnern) haben 327.000 Euro gekostet. Ein rostfarbener Klotz aus Stahl für 499.000 Euro soll laut Bundes¬amt für Bauwesen und Raumordnung  „als autarkes, fremdes, unergründliches Ding [...] einen subtilen Hin¬weis auf die Funktion des Bundesnachrichtendienstes geben: Das Unbekannte aufklären und die eigenen Geheimnisse bewahren".
Quelle: bdst, jh

Dies ist das letzte FVDZ-aktuell vor den Sommerpause. Die Redaktion wünscht allen Leserinnen und Lesern einen schönen Sommer und ggf. einen erholsamen Sommerurlaub.
Die nächste Ausgabe erscheint am 30. Juli 2019 – bis dahin: Bleiben Sie uns gewogen!

Weitere Informationen zum Verband finden Sie auf unserer Homepage: www.fvdz.de

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