ZÄF Hochfranken e.V. zahnärztl.Fortbildung & Information

News-FVDZ Nachrichten 25. Juni 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik.

GOZ-Punktwertuhr: 11.498 Tage

Unsere Themen in dieser Ausgabe:

  • DVG: Freier Verband sieht Chancen und Risiken
  • G-BA: Höheres Risiko durch schnellere Methodenbewertung
  • BEK-Report: Weniger Zahnersatz
  • Sommerkongress Usedom: Gebührenordnungen auf dem Prüfstand
  • Auch das noch: Paradoxe Ehrlichkeit

Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

DVG: Freier Verband sieht Chancen und Risiken

Für den Freien Verband birgt das derzeit in der Beratung befindliche „Gesetz für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation“ (Digitale Versorgung-Gesetz – DVG) einige positive Ansätze zur Nutzung neuer technischer Möglichkeiten aber auch erhebliche Risiken und Nebenwirkungen. Ziel des Gesetzes ist es (lt. Begründung), digitale Gesundheitsanwendungen zügig in die Versorgung zu bringen, mehr Leistungserbringer an die TI-Infrastruktur anzubinden, weitere Anwendungen (z.B. Impfausweise) in die elektronische Patientenakte (ePA) zu integrieren, telemedizinische Anwendungen auszubauen (z.B. Videosprechstunden) und den Krankenkassen mehr Möglichkeiten zur Förderung digitaler Innovationen zu geben – und das alles erneut unter Androhung von Zwangsmaßnahmen. „Je schwächer die Argumente, desto härter die Sanktionen“, sagte dazu der Bundesvorsitzende des Freien Verbandes, Harald Schrader. Die vorgesehene Verschärfung der Sanktionen für Verweigerer sei kontraproduktiv und nicht geeignet, Vertrauen und Akzeptanz aufzubauen. Nutzen und Mehrwert der Digitalisierung seien nicht immer erkennbar. Stattdessen würden mehr Bürokratie und neue Anforderungen an die Leistungserbringer herangetragen, während Haftungsfragen ungeklärt blieben. Das fördere nicht gerade die Bereitschaft, den Weg der Digitalisierung in der nun angestrebten Beschleunigung mitzugehen. „Wir fordern eine eindeutige Abgrenzung des Patientennutzens durch Digitalisierung vom institutionellen Nutzen, beispielsweise durch Erhebung, Nutzung und Verarbeitung von Patientendaten durch Krankenkassen“, so Schrader. Der damit mögliche direkte Einfluss der Krankenkassen auf medizinische Entscheidungen sei eine inakzeptable Grenzüberschreitung. Bei der Ausgestaltung der elektronischen Patientenakte (ePA) müsse der Patient jederzeit die Hoheit über seine Daten behalten und frei über die Nutzung und Weitergabe bestimmen können. Dazu müssten die technischen Voraussetzungen für ein differenziertes Berechtigungsmanagement geschaffen werden.
fvdz

G-BA: Höheres Risiko durch schnellere Methodenbewertung

Für Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geht offenbar im Gesundheitswesen alles nicht schnell genug.
So soll per Gesetz die Frist zur Bewertung neuer Leistungen künftig von drei auf zwei Jahre verkürzt werden. Zudem soll verpflichtend eine Erprobung folgen, wenn ein Potenzial einer Methode festgestellt wird. Die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen, Maria Klein-Schmeink, warnte jetzt vor einer Beeinträchtigung des Patientenschutzes bei schnelleren Bewertungen neuer Behandlungsmethoden. „Was als Patienteninteresse daherkommt, dient in dieser Form in Wahrheit eher den Interessen der Hersteller von Medizinprodukten und medizinischen Hilfsmitteln“, erklärte Klein-Schmeink. Zuvor hatte auch der GKV-Spitzenverband vor Risiken der Beschleunigung gewarnt. „Es macht keinen Sinn, eine neue Behandlungsmethode schnell einzuführen, wenn das Verhältnis von Nutzen und Risiko unbekannt ist“, mahnte die Chefin des GKV-SV, Doris Pfeiffer. Wenn Erprobungsstudien von einer „Kann-Regelung“ zur Pflicht würden, sei zu befürchten, dass reine Anwendungsbeobachtungen die bisher geforderten qualitativ hochwertigen Studien ersetzen.
Quelle: dpa, änd, jh

BEK-Report: Weniger Zahnersatz

Nach Angaben der Barmer Krankenkasse werden immer weniger über 20-Jährige in den vergangenen Jahren neu mit Zahnersatz versorgt werden. Zwischen 2014 und 2017 sei der Anteil der Versicherten, die Zahnersatz bekamen, um acht Prozent zurückgegangen, heißt es im aktuellen „Zahnreport“ der BEK. Auch die Gesamtzahl der Fälle, in denen Patienten mit Zahnersatz versorgt wurden, sei zurückgegangen von 5,31 auf 4,96 Millionen.
„Geringere Fallzahlen bei Zahnersatz sind der besseren Mundgesundheit in Deutschland zu verdanken“, sagte Barmer-Chef Christoph Straub. Im Schnitt gaben die Kassen für neuen Zahnersatz je Versichertem im Jahr 2017 rund 1.500 Euro aus, bei einem Eigenanteil von rund 850 bis 900 Euro. Knapp drei Viertel (71,5 Prozent) der Versicherten geht mindestens einmal im Jahr zum Zahnarzt. Bei Frauen sind es 75,4, bei Männern 67,5 Prozent - offenbar spielt hier das höhere Gesundheitsbewusstsein von Frauen eine Rolle. Am häufigsten zum Zahnarzt gingen lt. BEK die Sachsen, am seltensten die Saarländer.
Quelle: dpa, änd, jh

Aus dem Verband:

Sommerkongress Usedom: Gebührenordnungen auf dem Prüfstand

Deregulierung und Bürokratieabbau im Gesundheitswesen waren die bestimmenden Themen der berufspolitischen Diskussionsrunde beim 26. Zahnärzte Sommerkongress in Heringsdorf auf der Insel Usedom. Kurz nach der Europawahl standen unter dem Motto „Herausforderung Europa“ Themen im Vordergrund, die großen Einfluss auf die zahnärztliche Praxis haben werden, auch wenn es keine EU-Gesundheitspolitik im eigentlichen Sinn gibt. So war in der von FVDZ-Bundesvorstandsmitglied Thomas Wolf moderierten Runde neben der Zuwanderung von Zahnärzten aus nicht EU-Staaten auch das Thema Deregulierung von besonderer Bedeutung. Kann die Abkehr von staatlichen Gebührenordnungen für Zahnärzte als Chance begriffen werden oder nicht? FVDZ-Bundesvorsitzender Harald Schrader plädierte für die Möglichkeit, wie in anderen freien Berufen auch Zeithonorare für zahnärztliche Leistungen mit den Patienten zu vereinbaren. Beim Schweriner CDU-Bundestagsabgeordneten Dietrich Monstadt, selbst Rechtsanwalt, stieß das auf Interesse: „Ich werde das gern politisch aufgreifen und mich dafür einsetzen“, versprach er. Dass die derzeit vor dem Europäischen Gerichtshof anhängige Klage zur Rechtmäßigkeit der Gebührenordnung von Architekten auf den Gesundheitsbereich durchschlagen wird, hält Monstadt allerdings für zweifelhaft. Weiteres Thema war die um sich greifende Akademisierung der Heil- und Hilfsberufe, wie bspw. Dentalhygieniker/Innen, die in den Niederlanden bereits zahnärztliche Tätigkeiten verrichten dürfen. Der FDP-Generalsekretär aus Mecklenburg-Vorpommern, David Wulff, sieht darin ein künftiges Konfliktfeld. Gute Ausbildung und Qualifikation auch für die nichtakademischen Berufe seien dringend geboten, allerdings sei fraglich, ob eine nicht weisungsgebundene Tätigkeit wirklich erstrebenswert sei. „Darunter könnte auch das Patientenwohl leiden“, sagte Wulff. In der anschließenden Diskussion kristallisierte sich das Thema „Praxispersonal“ als virulent heraus. „Wir konkurrieren alle um dieselben Leute“, erklärte Digital-Unternehmer Wulff. „Entweder wir finden Lösungen, oder wir müssen Kompromisse eingehen.“
red

Zu guter Letzt:

Paradoxe Ehrlichkeit

Eine Studie in 355 Städten und 40 Ländern erbrachte das überraschende Resultat: Je höher der Betrag in einer gefundenen Brieftasche war, desto größer war die Wahrscheinlichkeit, dass der Besitzer sie tatsächlich zurückerhält. Erwartet wird allgemein, dass die Versuchung bei größeren Beträgen größer wird. Das Team um Michel André Maréchal von der Universität Zürich hatte gut 17.000 Geldbörsen mit Visitenkarten, teils mit Schlüsseln und Geldbeträgen verschiedener Höhe am Empfang von Institutionen als angeblich gefunden abgeben lassen - an Hotelrezeptionen, Bankschaltern, Kinokassen, Poststellen, Polizeiwachen oder Ämtern. Ergebnis: Geldbörsen mit Schlüssel wurden unabhängig vom Geldbetrag öfter zurückgegeben. Finder haben also oft selbstlose Motive, denn Schlüssel haben nur für den Besitzer einen Wert, nicht für den Finder. Erstaunlich war, dass Geldbörsen mit höheren Beträgen häufiger zurückgegeben wurden. Ohne Geld waren es nur 40 Prozent, bei zwölf Euro 51 und bei 80 Euro immerhin 71 Prozent – offenbar fühlt man sich bei höheren Beträgen eher kriminell. Allerdings gab es starke regionale Unterschiede: Bei leeren Börsen waren die Schweizer am ehrlichsten, bei größeren Geldbeträgen Dänen, Schweden und Neuseeländer. Verschwunden blieben übrigens auch zwei Fundstücke, die bei zwei Korruptionsbehörden abgegeben worden waren. Mein Tipp: Legen Sie (irgendeinen) Schlüssel in die Geldbörse!
Quelle: die welt, jh

Weitere Informationen zum Verband finden Sie auf unserer Homepage: www.fvdz.de

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