ZÄF Hochfranken e.V. zahnärztl.Fortbildung & Information

News-FVDZ Nachrichten 18. Juni 2019

Sehr geehrter Herr Dr.

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik.

GOZ-Punktwertuhr:  11.491 Tage

Unsere Themen in dieser Ausgabe:

  • DVG: KZBV sieht positive Ansätze, aber auch Fehlentwicklungen
  • DVG: Ewas Licht und viel Schatten
  • Selbstverwaltung: Grüne wollen gesetzliche Frauenquote
  • Sommerkongress Usedom: Kaiserbäder und Kaiserwetter
  • Auch das noch: GOZ-Uhr statt Stadion-Uhr

Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

DVG: KZBV sieht positive Ansätze, aber auch Fehlentwicklungen

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) hat die mit dem Entwurf eines „Gesetzes für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation“ (Digitale Versorgung-Gesetz – DVG) verfolgte Zielsetzung einer konsequenten Digitalisierung des Gesundheitswesens dem Grunde nach begrüßt. In einer Stellungnahme zum Gesetzentwurf wurde aber auch klargestellt, dass man sanktionsbewehrte Fristen für nicht zielführend erachtet, da Akzeptanz und Vertrauen für die Umsetzung erforderlich seien. Für die Zahnmedizin wird die Schaffung einer Grundlage zur Anpassung des BEMA gefordert, um auch in der vertragszahnärztlichen Versorgung entsprechende Potentiale nutzen zu können. Als „Systembruch“ bezeichnet die KZBV die Möglichkeit der Kassen, sich mit Wagniskapital an „digitalen Innovationen“ zu beteiligen. Zudem beeinträchtige das Bewerben von Versorgungsinnovationen durch direkte Kontaktaufnahme mit Versicherten die (freie) Arztwahl und führe zu einer Patientensteuerung. Vehement abgelehnt wird die Absicht, dem GKV-Spitzenverband (GKV-SV) neben den pseudonymisierten Versorgungsdaten der Versicherten künftig auch personenidentifizierbare Versichertendaten zu übermitteln. Das sei für die Aufgaben des GKV-SV nicht erforderlich und verstoße gegen den Grundsatz der Datensparsamkeit. Für aus der Versorgung ausscheidende Praxen fordert die KZBV den Verzicht auf Sanktionen ebenso wie eine „Schonfrist“ für Übernehmer von Praxen, die (noch) nicht zur Durchführung des Versicherungsstammdaten-Managements in der Lage sind. 
Quelle: kzbv, jh

DVG: Ewas Licht und viel Schatten 

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat den Gesetzentwurf zum DVG generell begrüßt, weil er die notwendige Präzisierung zu vorhergehenden Gesetzen schaffe. Es hätten zum Teil noch Bestimmungen zur Umsetzung gefehlt, sagte KBV-Vorstand Thomas Kriedel dem ärztlichen Nachrichtendienst. Kritisch sieht die KBV, dass der Sicherstellungsauftrag teilweise an die Krankenkassen übergehen solle. So dürften nur die Krankenkassen digitale Versorgungsprogramme für ihre Versicherten beschließen, digitale Anwendungen fördern und damit direkt in die Versorgung eingreifen. „Das wäre ein vollkommener Systembruch, den wir nicht mitgehen können“, erklärte Kriedel. Die KVen und das KV-System müssten dieselben Möglichkeiten haben. Der AOK-Bundesverband bescheinigt dem DVG gute Ansätze für echte Fortschritte, warnt aber vor hohen Folgekosten. Das Gesetz könne digitale Innovationen im Gesundheitswesen fördern und die Vernetzung voranbringen, sagte der Vorstandsvorsitzende Martin Litsch. Allerdings dürften die Finanzierungsmechanismen der Papierwelt nicht einfach auf die digitale Patientenakte übertragen werden. Es könne nicht Aufgabe der Krankenkassen sein, für jeden Klick der Ärzte extra zu bezahlen. Der Ausbau der Telematikinfrastruktur (TI) wird von der AOK ausdrücklich befürwortet. Allerdings hätten Erstausstattung und Betrieb für die Vertragsärzte schon 700 Millionen Euro während der vergangenen drei Jahre verschlungen. Die Kosten für weitere Konnektoren für 100.000 Leistungserbringer, die nach fünf Jahren wieder ausgetauscht werden müssten, belasteten die Beitragszahler. Es brauche eine rasche Entwicklung von Alternativen zu den Hardware-Konnektoren, bevor die TI weiter ausgerollt werde. Außerdem forderte Litsch belastbare Studien über digitale Anwendungen, „sonst werden wir nie wissen, ob der Nutzen einer solchen Anwendung tatsächlich größer ist als der Schaden.“
Quelle: änd, jh

Selbstverwaltung: Grüne wollen gesetzliche Frauenquote

Der Gesundheitsausschuss des Bundestages hat sich Anfang Juni mit einem Antrag der Grünen zur Einführung einer Frauenquote befasst. Frauen seien in Führungspositionen der Krankenkassen und der Selbstverwaltung der Ärzte- und Zahnärzteschaft stark unterrepräsentiert, heißt es zur Begründung. Unter den Niedergelassenen beträgt der Frauenanteil derzeit 45 Prozent; bei Angestellten 55 Prozent. Die Sachverständige Antje Kapinsky, Fachleiterin Gesundheitspolitik der Techniker Krankenkasse, erklärte, es gebe einen Zusammenhang zwischen dem Frauenanteil in entscheidenden Positionen und medizinischen Entscheidungen. Eine stärkere Beteiligung von Frauen führe zu signifikant besseren Ergebnissen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung gab zu bedenken, um Frauen den Weg zu ebnen, müssten die Rahmenbedingungen stimmen und familiäre und berufliche Verpflichtungen besser vereinbar sein. Zudem könne eine starre Quote Frauen als Makel anhängen. Auch der GKV-Spitzenverband forderte eine bessere Vereinbarkeit beruflicher oder ehrenamtlicher Anforderungen mit bestehenden Erziehungs- und Betreuungspflichten. Die Grünen fordern eine gesetzliche Frauenquote in den Verwaltungsräten der GKV, den Vertreterversammlungen von KVen und KZVen sowie den Spitzenverbänden der Selbstverwaltungskörperschaften. Der Anteil der Frauen dort müsse mindestens ihrem Anteil an den Versicherten bzw. Mitgliedern entsprechen. In den Kammerversammlungen liege der Frauenanteil zwischen neun Prozent (Ärztekammer Baden-Württemberg) und 30 Prozent (Mecklenburg-Vorpommern). Auch in den Gremien der Kassen(zahn-)ärztlichen Vereinigungen seien Frauen „eklatant unterrepräsentiert“. 
Quelle: änd, jh

22. Juni – Berlin: Kongress der Freien Ärzte

Mit dem Thema Big Data, „Künstliche Intelligenz“ und E-Health befasst sich auch der Kongress Freier Ärzte 2019. Die stv. Vorsitzende Silke Lüder wird das Thema mit Prof. Gerd Antes (Deutsches Cochrane Zentrum) und dem IT-Sicherheitsfachmann Martin Tschirsich diskutieren. Am Nachmittag geht es u.a. mit dem Verfassungsrechtler Prof. Helge Sodan um die Frage: „Planwirtschaft und Konzernmedizin: Wo bleibt die ärztliche Freiberuflichkeit?
22. Juni - 11.00 bis 15.30 Uhr - Katholische Akademie - Hannoversche Straße 5b – Berlin.
Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung wird gebeten: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  Tel.: 0201 68586090.
Quelle: freie ärzteschaft, jh

Aus dem Verband:

Sommerkongress Usedom: Kaiserbäder und Kaiserwetter

Bei bestem Kaiserwetter konnte Kongressleiter Peter Bührens am Montag mehr als 600 Teilnehmer zum 26. Sommerkongress des Freien Verbandes im Maritim Hotel Kaiserhof in Heringsdorf auf der Ostseeinsel Usedom begrüßen. Geboten werden in dieser Woche Seminare und Vorträge mit den Schwerpunkten Adhäsivtechnik und Zahnersatz sowie eine standespolitische Standortbestimmung. In seinem Auftaktstatement gab der Bundesvorsitzende Harald Schrader einen Abriss zu den aktuellen Themen der (zahn)ärztlichen Berufspolitik.
„Nach dem TSVG ist vor dem DVG!“. Positiv seien neben den Beschränkungen für MVZ in Investorenhand die Beseitigung der Degression und die Mehrleistungsregelung bei KFO. Notwendig sei aber eine generelle Aufhebung von Leistungsobergrenzen/Budgets und Zuzahlungsverboten. Mit dem „Digitale Versorgung-Gesetz“ (DVG) werde die Schlagzahl der gesetzlichen Eingriffe in das Gesundheitswesen weiter erhöht. Dabei komme es darauf an, dass die Patienten die Datenhoheit behalten, denn: „Wer die Daten hat, bestimmt, was gemacht wird!“, so Schrader.
Am Donnerstag wird ab 11:15 Uhr mit Vertretern der politischen Parteien das Thema „Herausforderung Europa - Freie Berufsausübung im europäischen Vergleich" diskutiert.
Quelle: jh

Auch das noch:

GOZ-Uhr statt Stadion-Uhr

Nach dem verpassten Wiederaufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga soll die Hamburger Stadionuhr nun endgültig verschrottet werden. Die Kult-Uhr demonstrierte die Dauer der Erstliga-Zugehörigkeit des HSV, des einzigen Vereins, der von Beginn an ununterbrochen dabei war: Nach 54 Jahren, 261 Tagen, 00 Stunden, 36 Minuten und 02 Sekunden war dies am Ende der Vorsaison vorbei. Seitdem zeigte die Uhr im Volksparkstadion die Zeitspanne seit der Gründung des Traditionsvereins an. Jetzt möchten die Norddeutschen offenbar nicht mehr an ihre Vergangenheit erinnert werden. Nach einem Konzert am 8. Juli sollen Handwerker die Uhr ausbauen.
Der Freie Verband nimmt das zum Anlass, künftig stetig auch auf seiner Homepage an ein unsägliches Jubiläum mit einer GOZ-Punktwert-Uhr zu erinnern: seit 31 Jahren, 5 Monaten und (heute) 17 Tagen wurde der GOZ-Punktwert nicht angehoben – obwohl der Verordnungsgeber sich seinerzeit selbst dazu berechtigt (und verpflichtet) hat. Die kumulierte Preissteigerung beträgt nach amtlichen Angaben bis heute satte 75 Prozent. Kein Wunder also, dass etliche Gebührenpositionen der GOZ inzwischen weit unter den GKV-Sätzen liegen. Wer’s genau wissen will, schaut in den GOZ-Navigator für Android und IOS. Kostenlos für Mitglieder hier zu erhalten:
Zum Playstore  Zu iTunes
Quelle: dpa, welt, jh
Weitere Informationen zum Verband finden Sie auf unserer Homepage: www.fvdz.de

Nachrichten

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