ZÄF Hochfranken e.V. zahnärztl.Fortbildung & Information

News-FVDZ Nachrichten 11. Juni 2019

Sehr geehrter Herr Dr.,

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik.

GOZ-Punktwertuhr:  11.484 Tage

Unsere Themen in dieser Ausgabe:

• ZApprO: Halbe Novelle nach 64 Jahren Stillstand
• TI: Kartellamt prüft Preisabsprachen
• gematik-Übernahme: 510.000 Euro für 51 Prozent
• Neue Leitlinie: Bewusstsein für das Knirschen
• Countdown läuft: Zahnärzte-Sommerkongress vom 17. bis 21. Juni 2019 auf Usedom
• Auch das noch: Die peinlichsten Beschwerden


Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

ZApprO: Halbe Novelle nach 64 Jahren Stillstand

Nach mehr als zweieinhalb Jahren und zähem Ringen der Länder mit dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat der Bundesrat am vergangenen Freitag eine Neuregelung der zahnärztlichen Approbationsordnung (ZApprO) verabschiedet. Aus den Ländern hatte es wegen angeblich fehlender Finanzierbarkeit erhebliche Widerstände gegeben. Gleich zwei Mal war die Verordnung im Bundesrat gescheitert und nun nur erneut durch Druck des BMG auf die Tagesordnung gekommen. Die verabschiedete Fassung ist jedoch nur eine halbe Novelle, denn der Bereich der fünf vorklinischen Semester bleibt ausgenommen und soll erst mit dem Masterplan 2020 Medizin neu geregelt werden. „Wir hätten uns eine Approbationsordnung aus einem Guss gewünscht,“ kommentierte der Bundesvorsitzende des Freien Verbandes, Harald Schrader, die Neuregelung. „Nach 64 Jahren Stillstand wäre es an der Zeit gewesen, die Innovationskraft, die in der Zahnmedizin steckt, auch in der Approbationsordnung für Zahnärzte sichtbar zu machen. Was nun geschieht, ist eher Stückwerk. Jetzt bleibt zu hoffen, dass sich der ‚Masterplan 2020 Medizin‘ nicht auch um Jahre verzögert.“ Zufrieden zeigte sich Schrader damit, dass die zahntechnische und prothetische Ausbildung im Zahnmedizinstudium erhalten bleibt. „Dafür ist der FVDZ in den vergangenen zwei Jahren massiv eingetreten, denn ein Zahnarzt muss in der Lage sein, zahntechnische Werkstücke beurteilen, herstellen und bearbeiten zu können.“ Eine bessere Betreuungsrelation und die Beibehaltung der Studienplatzkapazitäten seien aber nicht zum Nulltarif zu haben, betonte Schrader. „Wenn die Finanzierung nicht gesichert ist, wird sich auch mit einer Neuregelung der Approbationsordnung nichts ändern.“
sas

TI: Kartellamt prüft Preisabsprachen

Die Deutsche PsychotherapeutenVereinigung (DPtV) hat Anzeige beim Bundeskartellamt erstattet wegen des Verdachts illegaler Preisabsprachen. Der DPtV war bei der Zusammenstellung einer Preisübersicht der Konnektoranbieter aufgefallen, dass nahezu alle „identische Preise für die Konnektoren und deren Anbindung an die Praxissoftware erheben“, heißt es in einer Verbandsmitteilung. Fast alle Anbieter böten (mit einer Ausnahme) TI-Komplettpakete zu einem Preis von 2.882 Euro an, bestehend aus Konnektor, Kartenterminal, Installation in der Praxis, Anschluss an den VPN-Zugangsdienst, Lizenz und Einweisung des Praxispersonals. Von den Krankenkassen werden Kosten in Höhe von 2.882 Euro für das TI-Komplettpaket und die Kosten für den Betrieb erstattet, für die alle Anbieter pro Monat einen Betrag in Höhe von 82,67 Euro erheben. Werden einzelne TI-Komponenten von Fremdanbietern erworben, erhöben die Anbieter zusätzlich eine monatliche Wartungsgebühr – die sogenannte Schnittstellengebühr. Diese wird nicht von den Kassen erstattet. Dadurch sei die Anbieterwahl für TI-Komponenten „deutlich eingeschränkt“, bemängelt der DPtV. Für den Installationsaufwand sollen eigentlich die Praxisinhaber einen Erstattungsbeitrag von 900 Euro erhalten. Alle Softwarehäuser behielten diesen Betrag aber pauschal und vollständig ein bzw. stellen ihn in Rechnung, heißt es weiter. Man habe nun das Bundeskartellamt um Prüfung gebeten, ob sich die unterschiedlichen Konnektoranbieter unzulässigerweise über die Preise für die TI-Komplettpakete und die Preise für den Betrieb und die Wartung abgesprochen haben. Die gematik wurde zu einer Stellungnahme aufgefordert.
Quelle: änd

gematik-Übernahme: 510.000 Euro für 51 Prozent

Weil ihm der TI-Ausbau nicht schnell genug ging, hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sich bekanntlich per Gesetz die Mehrheit der Anteile an der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte (gematik) sichern lassen. Nun wurde der (materielle) Preis dafür bekannt: Für die vor gut drei Wochen erworbenen Anteile hat das Bundesgesundheitsministerium mehr als ein halbe Million (genau 510.000) Euro gezahlt. Das geht aus der Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Thomas Gebhart auf eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Wieland Schinnenburg (FDP) hervor. Damit hält der Staat nun 51 Prozent der Anteile des Stammkapitals der Gesellschaft in Höhe von einer Million Euro. Die Mehrheitsübernahme war mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz beschlossen worden.
Quelle: bmg, jh

Neue Leitlinie: Bewusstsein für das Knirschen

Die erste deutsche Leitlinie zum Thema Bruxismus ist da. Die S3-Leitlinie wurde gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und -therapie (DGFDT), der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) und 30 weiteren Fachgruppierungen erstellt und vergangenen Donnerstag in Berlin vorgestellt. Das Mahlen mit den Zähnen gilt zwar nicht als Krankheit per se - die Folgen für Zähne, Kaumuskulatur und Kiefergelenke sind jedoch schnell erkennbar. Was gibt es für Möglichkeiten, die Folgen zu verringern? Grundsätzlich wird zwischen Schlaf- und Wachbruxismus unterschieden, wobei letzterer bei Erwachsenen häufiger ist. Entspannungstechniken werden nach wie vor empfohlen, denn es wird vermutet, dass Stress ein Auslöser ist. Die Michigan-Schiene ist oft Mittel der Wahl, zumal laut Studien bei manchen Patienten ein Fremdkörper im Mund bereits verhindern kann, dass zugebissen wird. Bruxismus ist generell bisher noch selten erforscht – das wird sich aber künftig ändern. Unter Leitung der Universität von Padua ist die „BruxApp“ entwickelt worden. Sie hilft Zahnärzten bei der Diagnosestellung und sorgt beim Patienten für ein größeres Bewusstsein hinsichtlich seiner mit Bruxismus verbundenen Aktivitäten. Daneben werden Daten erhoben, die derzeit weltweit von 25 Forschungszentren genutzt werden.  Unter https://www.dgfdt.de/richtlinien_formulare gibt es einen Befundbogen zum Bruxismus-Screening.
dh

Aus dem Verband:

Countdown läuft: Zahnärzte-Sommerkongress vom 17. bis 21. Juni 2019 auf Usedom

Der Freie Verband lädt Zahnärzte und Praxismitarbeiter zum 26. Sommerkongress auf die Ostseeinsel Usedom ein. Die traditionsreiche Fortbildungsveranstaltung findet vom 17. bis 21. Juni 2019 im Maritim Hotel Kaiserhof in Heringsdorf statt. Die Teilnehmer können aus einem umfangreichen Angebot an Seminaren und Vorträgen wählen. Schwerpunktthemen sind in diesem Jahr unter anderem Adhäsivtechnik und Zahnersatz. Auch an den Mehrwert für das Praxisteam haben wir mit einer Vielzahl von Teamseminaren gedacht. Eine große Dentalausstellung und ein buntes Rahmenprogramm runden die Fortbildungswoche ab. Die Teilnahme steht FVDZ-Mitgliedern wie Nicht-Mitgliedern offen. Das detaillierte Programm zum Zahnärzte-Sommerkongress können Sie auf der Verbandswebsite unter www.fvdz.de einsehen oder bei der FVDZ-Bundesgeschäftsstelle (Tel. 0228 – 8557 34) anfordern.
red


Auch das noch:

Die peinlichsten Beschwerden

Mit einer nicht-repräsentativen, bundesweiten Umfrage „Wofür schämt sich Deutschland?“ wollte eine Online-Arztpraxis herausfinden, worüber Patienten mit ihrem Arzt nicht gerne sprechen. Im Ergebnis gaben 44 Prozent der befragten Frauen und 36 Prozent der Männer an, bereits das persönliche Arztgespräch vermieden zu haben, weil ihnen ihre Beschwerden zu unangenehm waren. Auch der Austausch mit dem Partner (Frauen: 43 Prozent, Männer: 32 Prozent) fällt vielen Betroffenen nicht leicht. Als besonders peinlich empfinden die 1.502 Befragten der Umfrage zufolge starken Mund- oder Achselgeruch, übermäßiges Schwitzen, Blähungen oder auch Erkrankungen der Geschlechts- oder Ausscheidungsorgane. Bei Chlamydieninfektionen, Rosacea oder etwa Erektionsstörungen zögen es viele Patienten vor, schriftlich oder online Kontakt zu einem Arzt zu haben, statt damit in die Praxis zu gehen.
Quelle: ärztezeitung

Weitere Informationen zum Verband finden Sie auf unserer Homepage: www.fvdz.de

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