ZÄF Hochfranken e.V. zahnärztl.Fortbildung & Information

News-FVDZ Nachrichten 4. Juni 2019

Sehr geehrter Herr Dr                      ,

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik.

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Themen dieser Ausgabe:

• Deutscher Ärztetag: Reinhardt neuer BÄK-Präsident
• Deutscher Ärztetag: Freiberuflichkeit sichern
• KBV: Digitale-Versorgung-Gesetz ist „casus belli“
• 14. Praxis-Ökonomie-Kongress
• Auch das noch: Aufklärung mit Comic


Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

Deutscher Ärztetag: Reinhardt neuer BÄK-Präsident

Der 122. Deutsche Ärztetag hat am vergangenen Donnerstag im westfälischen Münster Klaus Reinhardt zum neuen Präsidenten der Bundesärztekammer gewählt. Der Allgemeinmediziner und Hausarzt aus Bielefeld setzte sich allerdings erst in einer zweiten Stichwahl mit 124 zu 121 Stimmen gegen die Klinikärztin Martina Wenker durch. Damit steht zum ersten Mal seit mehr als 40 Jahren kein Mitglied des Marburger Bundes, sondern ein Vertreter der Niedergelassenen an der Spitze der deutschen Ärzteschaft. Reinhard hatte vor der Wahl erklärt, sein Amt als Vorsitzender des Hartmannbundes weiter ausüben zu wollen.
Er übernimmt das Amt von Frank-Ulrich Montgomery, dem Ehrenvorsitzenden des Marburger Bundes, der vor kurzem zum Präsidenten des Weltärzteverbandes gewählt wurde. Vizepräsidentinnen wurden die Bremer Kinderchirurgin Heidrun Gitter und die Thüringer HNO-Ärztin Ellen Lundershausen. In seiner Vorstellungsrede hatte Reinhardt mit Blick auf die aktuelle Gesundheitspolitik kritisiert, dass den Patienten ein „unbegrenzter Leistungsanspruch“ versprochen und damit das Hamsterrad für die Ärzte in Klinik und Praxis beschleunigt werde. Der Bundesvorsitzende des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte, Harald Schrader, begrüßte das Votum des Ärztetages und erklärte: „Mit dem Hartmannbund verbinden uns viele Grundsatzpositionen. So die Überzeugung, dass Freiberuflichkeit und freie Arztwahl Grundpfeiler der medizinischen Versorgung in einem freiheitlichen Gesundheitssystem bleiben müssen.“ Mit Blick auf die Novellierung der GOÄ äußerte Schrader die Hoffnung, dass sich Reinhardts Forderung nach einer eigenständigen Gebührenordnung für den freien Beruf Arzt, unabhängig von sozialrechtlichen Vorgaben, durchsetzt.
Quelle: änd, ärztezeitung, jh

Deutscher Ärztetag: Freiberuflichkeit sichern

In dem mit überwältigender Mehrheit angenommenen Leitantrag forderte der Ärztetag die Bundesregierung unter anderem auf, die in ihrem Koalitionsvertrag festgeschriebene Stärkung der Freiberuflichkeit zur Richtschnur ihres politischen Handelns zu machen. Einschnitte in die Selbstverwaltung wie mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) seien immer auch Einflussnahmen auf die freiheitliche Berufsausübung. Die angestrebte ministerielle Einflussnahme auf die Gestaltung des Leistungskatalogs der GKV sei nichts anderes als Staatsbürokratismus. Originäre ärztliche Aufgaben und Tätigkeiten dürften nicht auf nichtärztliche Gesundheitsberufe verlagert werde, das gefährde die Patientensicherheit und führe zu einer schleichenden Deprofessionalisierung sowie Entwertung des Arztberufes. Die Versorgungsbereiche müssten besser vernetzt und telemedizinische sektorenübergreifende Angebote in die Regelversorgung integriert werden. Die öffentliche Hand wurde aufgefordert, ihrer Verpflichtung zur Daseinsvorsorge mit einer wohnortnahen und hochwertigen medizinischen Versorgung nachzukommen und die dafür notwendigen infrastrukturellen und personellen Voraussetzungen zu schaffen. Mit großer Sorge sieht die Ärzteschaft, dass neben zahnmedizinischen Versorgungszentren zunehmend ambulante ärztliche Einrichtungen in den Fokus fachfremder Investoren und Spekulanten rücken. Monopole durch Konzernbildung in der ambulanten Versorgung müssten vermieden und der freiberufliche Charakter der ärztlichen Tätigkeit sowie die Wahlfreiheit der Patienten erhalten werden. So wurde gefordert, weitere Maßnahmen zur Eindämmung von Übernahmen und Marktbeherrschung in diesem Bereich zu veranlassen. Die Auftaktrede von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) war zeitweise mit Buhrufen und Pfiffen quittiert worden. „Mir liegt an einer konstruktiven Debatte, nicht schreien, nicht pfeifen“, konterte Spahn. Er sei bereit, mit der Ärzteschaft über die Vor€schläge aus seinem Haus zu diskutieren.
Quelle: bäk, ärzteblatt, änd, jh


KBV: Digitale-Versorgung-Gesetz ist „casus belli“

Vor dem Ärztetag hatte (ebenfalls in Münster) die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) getagt. KBV-Vize Stephan Hofmeister bezeichnete die geplanten Regelungen des Digitale-Versorgung-Gesetzes (DVG) als „casus belli“. Unter dem Deckmäntelchen der digitalen Innovation würden die Krankenkassen in die Lage versetzt, in das Versorgungsgeschehen einzugreifen, indem sie sich direkt an die Patienten wenden. Theoretisch wären die Kassen legitimiert, ihren Versicherten nicht nur eine App zum Symptomcheck anzubieten, sondern ihnen je nach Befundwahrscheinlichkeit einen Versorgungsweg – Hausarzt, Facharzt oder Klinik – zu empfehlen. Das komme einer Aufkündigung des Systemfundamentes gleich, warnte Hofmeister. Wer glaube, die Krankenkassen allein hätten ein Interesse an einer guten Versorgung ihrer Versicherten, der irre. Krankenkassen hätten ein Interesse an der Kassenlage, das sage schon der Name, so Hofmeister. Das sei zwar legitim und notwendig, aber umso wichtiger sei, dass die Vertragsärzteschaft hier ein Gegengewicht bilde. Beim geplanten so genannten Faire-Kassenwahl-Gesetz würden sich erneut die „unwürdigen Spielchen mancher Kassen“ zeigen, „uns Ärzte der Falschkodierung zu bezichtigen“, sagte der KBV-Vize. „Wenn die Kassen sich untereinander übervorteilen wollen, dann sollen sie das tun. Wenn sie das aber auf unserem Rücken austragen, dann wird es ernst.“  KBV-Chef Andreas Gassen hatte zuvor scharfe Kritik am Terminservice- und Versorgungsgesetz geübt. Das TSVG sei ein kleinteiliges Gesetz, „dessen komplexe Regelungen Tür und Tor für Bürokratie, Kontrolle und Bevormundung öffnen und dabei auch noch die Möglichkeit schaffen, das alles möglichst schlecht zu bezahlen“.
Quelle: änd, jh

Aus dem Verband:

14. Praxis-Ökonomie-Kongress

Aus dem gesamten Bundesgebiet und sogar aus der Schweiz waren sie auf die bekannteste Insel der Republik gereist: Fast 200 Zahnärztinnen und Zahnärzte hatten sich für den 14. Praxis-Ökonomie-Kongress des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte (FVDZ) in Westerland auf Sylt angemeldet. Und ihre Erwartungen wurden nicht enttäuscht: Unter dem Tagungsthema „Stärkung freiberuflicher Praxisstrukturen" widmeten sich neun versierte Referentinnen und Referenten zwei Tage lang den verschiedenen Aspekten, angefangen von der Ermittlung des Praxiswertes über erfolgversprechende Kooperationsmodelle bis hin zum Verkauf einer Praxis aus Sicht des
Steuerrechts. „Innovation in Verbindung mit Work-Life-Balance gestalten", nannte Kongressleiter Matthias Tamm einen der zentralen Inhalte des Kongresses. Ein anderer war der Blick auf die von Investoren finanzierten zahnmedizinischen Versorgungszentren (Z-MVZ), die den Markt immer mehr durchdringen. Dass die Novellierung des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) eine Beschneidung für Investoren-Z-MVZ vorsieht, sei ein richtiger Schritt, erklärte der FVDZ-Bundesvorsitzende Harald Schrader. „Doch ich kann heute noch nicht beurteilen, ob diese Regelungen letztlich wirklich ausreichen." Klar definierte Schrader vor dem Auditorium die Forderungen an die Politik: Die Aufhebung von Leistungsobergrenzen, die Aufhebung des Zuzahlungsverbots im Bewertungsmaßstab der zahnärztlichen Leistungen (BEMA) und gegebenenfalls eine Nachjustierung der Regelungen für Investoren-Z-MVZ, „falls diese den Wettbewerb verzerren".
fd

Auch das noch:

 

Aufklärung mit Comic

Aufklärung tut not – besonders vor medizinischen Eingriffen – sonst kommt kein rechtsgültiges Einverständnis zu stande. Aber wie findet man den richtigen Ton, verständlich aufzuklären, ohne zu verharmlosen? Ärztinnen der Berliner Charité haben jetzt dazu einen knapp 20-seitigen Comic entwickelt, den Patienten ergänzend vorab bekommen. Darin wird etwa in Wort und Bild erklärt, wie die Herzkranzgefäße untersucht werden und wie sich der Patient danach verhalten sollte. Eine frühere Studie hatte gezeigt, dass viele Patienten trotz Aufklärung das Prinzip der Herzkatheteruntersuchung nicht vollständig erfassten und somit falsche Vorstellungen vom Nutzen hatten. Das Heft erinnert an so genannte Graphic Novels - ins Comicformat übertragene Romane, meist für erwachsene Leser.  „Der Comic soll natürlich nicht das persönliche Gespräch mit dem Patienten ersetzen", betont Kardiologin Verena Stangl. Nachfragen bei Patienten kämen manchmal aber erst auf, wenn der Arzt gerade zur Tür hinaus sei. Ein Comic habe dann im Vergleich zu Videos den Vorteil, dass der Patient die Geschwindigkeit beim Erfassen des Inhalts selbst bestimmen könne. Die Rückmeldungen seien positiv gewesen, sagt Stangl. Probanden, die zusätzlich die Bildergeschichte erhielten, hatten weniger Angst vor dem Eingriff und konnten mehr Fragen dazu richtig beantworten als Teilnehmer nach der Standard-Aufklärung mit Gespräch und Infobogen.
Quelle: dpa, änd, jh


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