ZÄF Hochfranken e.V. zahnärztl.Fortbildung & Information

News-FVDZ Nachrichten 12.Feb.19

Hinweis: Wird das FVDZ aktuell nicht korrekt angezeigt, können Sie es hier auf unserer Website einsehen. 

 

Sehr geehrter Herr Dr.,

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik. Darüber hinaus möchten wir Sie in eigener Sache auf die Seminare des FVDZ aufmerksam machen.

Unsere Themen in dieser Ausgabe:

  • Bundesmantelvertrag ermöglicht mehr angestellte Zahnärzte
  • ePA: KBV erhält Verantwortung für Interoperabilität
  • ePA: EU will grenzübergreifenden Zugriff 
  • Mecklenburg-Vorpommern prüft Stipendien für Zahnmedizin
  • Bundessozialgerichtschef kritisiert Spahn
  • 51. Zahnärzte Winterkongress zum ersten Mal in Schladming
  • Zu guter Letzt: 95-jähriger Zahnarzt praktiziert immer noch

Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

Bundesmantelvertrag ermöglicht mehr angestellte Zahnärzte

Ab sofort dürfen niedergelassene Vertragszahnärzte in Einzelpraxen oder Berufsausübungsgemeinschaften mehr angestellte Zahnärztinnen und Zahnärzte beschäftigen. Darauf verständigten sich die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV-SV). Die bisherigen Richtlinien des Bundesmantelvertrages-Zahnärzte (BMV-Z) sahen vor, dass niedergelassene Vertragszahnärzte maximal zwei Zahnärzte in Vollzeit anstellen durften. Für eine Erhöhung dieser Grenze hatte sich auch die KZBV-Vertreterversammlung im vergangenen November ausgesprochen. Damit werde den Wünschen junger Zahnärztinnen und Zahnärzten Rechnung getragen, die zu Beginn ihres Berufslebens häufig zunächst als Angestellte arbeiten wollten, erläuterte KZBV-Chef Dr. Wolfgang Eßer. Ab sofort können drei beziehungsweise mit Begründung auch vier Angestellte je Vertragszahnarzt in Vollzeit oder entsprechend mehr in Teilzeit tätig werden. Die Neuregelung wird unter anderem damit begründet, Wettbewerbsnachteile der „klassischen“ Niederlassungsformen gegenüber Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) zumindest teilweise auszugleichen. Für MVZ gibt es nach wie vor keinerlei Begrenzung der Angestelltenzahl.
Quellen: KZBV, red

ePA: KBV erhält Verantwortung für Interoperabilität

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) soll die Verantwortung für die Interoperabilität elektronischer Patientenakten (ePA) erhalten. Dies ist das Ziel eines von CDU/CSU und SPD eingebrachten Änderungsantrages zum Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG). Damit soll „die semantische und syntaktische Interoperabilität“ verbrieft werden, um „strukturierte elektronische Dokumente von allen Leistungserbringern und den Versicherten gleich interpretieren und darüber hinaus maschinell verarbeiten zu können“, heißt es zur Begründung. Die Definitionen sollen zudem „die Basis für zukünftige Anwendungen im Bereich Big Data und künstliche Intelligenz“ schaffen. Aufgabe der KBV ist es, internationale Standards und die zuvor getroffenen Festlegungen für den elektronischen Medikationsplan und die Notfalldaten einzubeziehen. Die KBV begrüßte die Entscheidung. Man wisse nun mal am besten, welche Erfordernisse diesbezüglich für die Versorgung der Patienten bestünden, erklärte KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel. Gleichzeitig wies er Kritik seitens der Industrie und der Deutschen Krankenhausgesellschaft zurück. Selbstverständlich werde die KBV die Expertise aus Wissenschaft und Industrie einbinden. Ziel sei eine „sinnvolle Arbeitsteilung zwischen den Akteuren, die von den Konsequenzen betroffen sind“.
Quellen: Ärzteblatt, änd, KBV


ePA: EU will grenzübergreifenden Zugriff

Die EU-Kommission will, dass Patienten bei medizinischen Notfällen auch im europäischen Ausland so schnell wie möglich Zugriff auf ihre Gesundheitsdaten haben. Dafür hat die Behörde die Installation eines Systems zum grenzübergreifenden Zugriff auf Patientenakten empfohlen. Damit sollen Behandlungsfehler sowie Doppeluntersuchungen verhindert werden. Deutschland hinkt beim digitalen Zugang zu Patientenakten hinterher, in einigen anderen Staaten ist die Entwicklung weit vorangeschritten. Überdies gibt es bereits erste grenzüberschreitende Kooperationen in anderen europäischen Ländern. Seit Ende Januar können zum Beispiel finnische Staatsbürger in Estland elektronische Rezepte einlösen. Die offizielle Empfehlung der EU-Kommission lautet, dies auszubauen und gemeinsame technische Standards zu erarbeiten. Angestoßen wurde ein formaler Koordinierungsprozess, zu dem auch Vertreter der Patienten und der Gesundheitsbranche gehört werden. Ziel ist die Europäische Patientenakte (European Electronic Health Records). KBV-Chef Dr. Andreas Gassen äußerte sich skeptisch: Der langwierige Ausbau der Datenautobahn im Gesundheitswesen in Deutschland habe gezeigt, wie schwierig die Abstimmungsprozesse bereits auf nationaler Ebene seien, ungleich schwieriger dürfte ein Mammutprojekt für 27 Mitgliedsstaaten sein. Quelle: änd


Mecklenburg-Vorpommern prüft Stipendien für Zahnmedizin

Um einen etwaigen Zahnärztemangel in Mecklenburg-Vorpommern zu verhindern, hat der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Sebastian Ehlers, eine Vergrößerung des Stipendienprogramms vorgeschlagen. „Die Zahlen über die Entwicklung der Versorgungsdichte und des Durchschnittsalters der Zahnärzte erfordern entschiedenes Handeln", sagte Ehlers. Besonders in ländlichen Gebieten drohe eine zahnärztliche Unterversorgung, deswegen müssten Anregungen geschaffen werden, die die Versorgungsdichte sichern. „Die Anreize für die Vergabe der Stipendien im Bereich der Humanmedizin wurden offenbar richtig gesetzt. Da im Bereich der Zahnmedizin ebenfalls Herausforderungen hinsichtlich der Versorgungsdichte absehbar sind, sollte die Erweiterung des Kreises der Zuwendungsempfänger von der Human- auf die Zahnmedizin zeitnah geprüft werden“, erläuterte Ehlers. Mecklenburg-Vorpommern unterstützt Studierende der Humanmedizin an den Universitäten Rostock oder Greifswald mit Stipendien von 300 Euro monatlich. Im Gegenzug verpflichten sich die Stipendiaten, nach dem Studium und der entsprechenden Facharztweiterbildung für mindestens fünf Jahre in ländlichen Regionen oder im öffentlichen Gesundheitsdienst Mecklenburg-Vorpommerns ärztlich tätig zu sein.
Quelle: zm online, Homepage Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit MV

Bundessozialgerichtschef kritisiert Spahn

Der Präsident des Bundessozialgerichts (BSG), Dr. Rainer Schlegel, hat die Vorstellung des Tätigkeitsberichts des BSG zu scharfer Kritik an Bundesgesundheitsminister Spahn (CDU) genutzt. Wenn nicht mehr der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), sondern das Bundesgesundheitsministerium (BMG) über Leistungen entscheide, öffne das Lobbygruppen Tür und Tor, sagte Schlegel in Kassel bei der Vorstellung des Berichts. Er bezog sich dabei auf die im Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) vorgesehene Ermächtigung des BMG, ohne Stellungnahme und Entscheidung des G-BA über die Aufnahme von Leistungen in den Katalog der gesetzlichen Krankenversicherung zu entscheiden. Ein solcher Eingriff in die Selbstverwaltung sei der falsche Weg. Nicht die Stärke der jeweiligen Lobbygruppe dürfe darüber entscheiden, ob eine denkbare Leistung von den Krankenkassen finanziert werde, eine andere dagegen nicht, betonte Schlegel. Die Rechtsprechung sei dafür verantwortlich, dass „Gesetze und untergesetzliche Normen eingehalten und rechtmäßig ausgeführt werden“, betonte Schlegel, nicht aber, um Partikularinteressen durchzusetzen. Spahns kurzfristige Änderung der Verjährungsfristen habe überdies zu einer Klageflut geführt, die nicht nur zu erheblichem Mehraufwand bei den Gerichten geführt, sondern auch „Porzellan zwischen den Beteiligten zerschlagen“ habe.
Quelle: äz


Aus dem Verband:

51. Zahnärzte Winterkongress zum ersten Mal in Schladming

Der bekannte Winterkongress des FVDZ an einem neuen Tagungsort: Über die Karnevalszeit – vom 3. bis 8. März 2019 – lädt der Freie Verband Deutscher Zahnärzte zum 51. Zahnärzte Winterkongress ins moderne Kongresszentrum in den Skiort Schladming (Österreich) ein. Vertiefen Sie in der Kongresswoche gemeinsam mit Ihrem Praxisteam Ihre Kenntnisse und lernen Sie von international anerkannten Referenten klinisch- und praxisrelevantes Grundlagen- und Expertenwissen. Abgerundet wird die niveauvolle Fortbildung von einem attraktiven Rahmenprogramm. Die Region bietet Ihnen perfektes Skivergnügen für das Praxisteam und die ganze Familie. Wir empfehlen eine rechtzeitige Hotelbuchung über den Tourismusverband Schladming und freuen uns, Sie im März 2019 in der schönen Winterkulisse der Steiermark begrüßen zu dürfen. Anmeldungen sind online (www.fvdz.de/schladming) oder per E-Mail möglich: (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) / Fax (+49 (0) 22 8 34 06 - 71).
red


Zu guter Letzt:


95-jähriger Zahnarzt praktiziert immer noch

Für Dr. Kenneth Gordon aus dem Bundesstaat New York ist der Zahnarztberuf eine echte Berufung, denn mit 95 Jahren behandelt er immer noch seine Patienten. Viele von ihnen kennen und vertrauen ihm seit Jahrzehnten. Schließlich arbeitet er schon seit rund 70 Jahren in seinem Beruf. Seine eigene Zahnarztpraxis hat Gordon zwar schon vor 26 Jahren verkauft, allerdings versteht er sich mit seinem Praxisnachfolger so gut, dass er nach wie vor dort tätig ist. Somit ist der US-Amerikaner der wahrscheinlich älteste noch praktizierende Zahnarzt der Welt.
Quelle: ZWP online

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