ZÄF Hochfranken e.V. zahnärztl.Fortbildung & Information

News-FVDZ Nachrichten 13.Nov.18

Sehr geehrter Herr Dr.

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitk. Darüber hinaus möchten wir Sie in eigener Sache auf die Seminare des FVDZ aufmerksam machen.

Unsere Themen in dieser Ausgabe:

  • KZBV-Vertretersitzung: Beschlüsse gegen das Vordringen von Finanzinvestoren
  • BZÄK-Bundesversammlung: Freiberufliche Praxisstrukturen nicht gefährden
  • apo-Bank: Einzelpraxis (k)ein Auslaufmodell
  • BZÄK: Zahnmedizin als Jobmotor
  • Große Koalition: Lauterbach lobt Spahn
  • Zu guter Letzt: Großes Kino: Freddie Mercurys Zähne

 

Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

KZBV-Vertretersitzung: Beschlüsse gegen das Vordringen von Finanzinvestoren

Es gibt derzeit ein Thema, das die Zahnärzteschaft in ihrer Ablehnung eint wie selten zuvor: Fremdinvestoren in der zahnärztlichen Versorgung. Deshalb dominierte das Thema die Vertretersitzung der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) ebenso wie die Bundesversammlung der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) beim Deutschen Zahnärztetag in Frankfurt. „Wir erleben eine erhebliche Bedrohung der Sicherstellung der zahnärztlichen Versorgung“, betonte der Vorstandsvorsitzende der KZBV, Dr. Wolfgang Eßer. Das Vordringen von versorgungsfremden Finanzinvestoren in den deutschen Gesundheitsmarkt und die damit verbundene Gründung von kapitalgetriebenen zahnmedizinischen Versorgungszentren (ZMVZ) sowie die Kettenbildung in diesem Bereich seien ein Signal für die schleichende Kommerzialisierung der medinischen Versorgung der Patienten.
Die KZBV-Vertreterversammlung forderte nach intensiver Debatte deshalb eine gesetzliche Neuregelung mit der die Gründungsberechtigung von Krankenhäusern für ZMVZ auf räumlich-regionale sowie medizinisch-fachliche Bezüge beschränkt wird. Darüber hinaus sprach sich die KZBV-Vertreterversammlung mehrheitlich dafür aus, die Wettbewerbsbedingungen für die bewährten Praxisformen (Einzel- und Mehrbehandlerpraxen) durch zusätzliche Anstellungsmöglichkeiten zu verbessern. So sollen pro Praxisinhaber drei (oder unter bestimmten Voraussetzungen auch vier) weitere Zahnärzte angestellt werden können. KZVen sollen zudem Sicherstellungszuschläge an junge Zahnmediziner zahlen, Strukturfonds einrichten oder Eigeneinrichtungen betreiben dürfen, um entstehender Unterversorgung zu begegnen, erläuterte KZBV-Chef Eßer. Diesen Vorstoß hält der Bundesvorsitzende des Freien Verbandes, Harald Schrader, für verfrüht und zum jetzigen Zeitpunkt nicht zielführend: „Das politische Signal ist doch, dass wir in vorauseilendem Gehorsam auf unsere Kosten und zu unseren Lasten die Fehler der Politik ausbügeln und die Politik nichts tun muss.“ Unterstützt wurde Schrader vom Vorstandsvorsitzenden der KZV Schleswig-Holstein, Dr. Michael Diercks.
sas

BZÄK-Bundesversammlung: Freiberufliche Praxisstrukturen nicht gefährden

Auch die Bundesversammlung der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) hatte beim Deutschen Zahnärztetag die Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) im Fokus. Nach ausgedehnter Diskussion appellierte das Gremium einstimmig an den Gesetzgeber, die Strukturen einer erfolgreichen zahnmedizinischen Versorgung im deutschen Gesundheitssystem nicht in Frage zu stellen. Neue Praxisformen dürften die zahnärztliche Autonomie nicht bedrohen, wie es die Interessen von Kapitalinvestoren derzeit täten. „Die Bundesversammlung fordert den Gesetzgeber auf, die freiberuflichen Praxisstrukturen nicht durch Zulassung versorgungsfremder Investoren zu gefährden“, heißt es in der Resolution. Die Kritik aus der Zahnärzteschaft wird offenbar auch im Bundesgesundheitsministerium (BMG) ernstgenommen. Wie der parlamentarische Staatssekretär im BMG, Dr. Thomas Gebhart (CDU), mitteilte, hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) das Thema „Finanzinvestoren in MVZ“ zum Chefthema gemacht und will bald alle Beteiligten an einen Tisch bringen. „MVZ sind eine Alternative für den Nachwuchs und haben sich bewährt. Aber sie sollen die niedergelassene Praxis nicht ersetzen“, betonte Gebhart.
Die Bundesversammlung hat darüber hinaus eine ganze Reihe von Beschlüssen gefasst, die sich unter anderem mit Bürokratieabbau, der GOZ-Punktwertanpassung und der berufspolitischen Nachwuchsarbeit befassen. So fordert die Bundesversammlung die zahnärztlichen Körperschaften und Verbände auf, ein Konzept zur Förderung des berufspolitischen Nachwuchses zu erstellen. Dies solle für Frauen und Männer gleichermaßen geschehen. Zwei Anträge des BZÄK-Vorstandes, nach denen der Anteil weiblicher Mitglieder in der Bundesversammlung perspektivisch erhöht und die Mitarbeit von Frauen in den Gremien der BZÄK aktiv unterstützt werden soll, wurden mehrheitlich abgelehnt.  
mf 

apo-Bank: Einzelpraxis (k)ein Auslaufmodell

Allen Unkenrufen zum Trotz ist die angeblich nicht überlebensfähige Einzelpraxis nach wie vor der beliebteste Weg in die zahnärztliche Selbständigkeit: 2017 entschieden sich 71 Prozent der zahnärztlichen Existenzgründer dafür. Das ist das Ergebnis der jüngsten „Existenzgründungsanalyse Zahnärzte“ von Deutscher Apotheker- und Ärztebank (apoBank) und dem Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ). Am häufigsten (64 Prozent) wird demnach eine bestehende Praxis übernommen, um diese als Einzelpraxis weiterzuführen. Neugründungen von Einzelpraxen sind dagegen selten, seit 2015 liegt der Anteil bei sieben Prozent. Die Preise für die Übernahme einer Einzelpraxis haben sich 2017 um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert auf durchschnittlich 184.000 Euro erhöht. Die Ausgaben für Modernisierung und Neu-Ausstattung der Praxen lagen im Schnitt bei 125.000 Euro. Damit erreichten die gesamten durchschnittlichen Praxisinvestitionen mit 309.000 Euro einen Höchststand.
Überraschenderweise steigt das Alter der Niederlassungswilligen nicht, sondern sinkt. So waren die Existenzgründer 2017 mit 35,5 Jahren im Vergleich zum Vorjahr etwas jünger (2016: 35,9 Jahre). Jeder zweite Zahnarzt war bei seiner Niederlassung jünger als 35 Jahre. Ausgewertet wurde eine Stichprobe von rund 500 zahnärztlicher Existenzgründungen, die die apoBank 2017 finanzierte.
Quelle: red, aend

BZÄK: Zahnmedizin als Jobmotor

Jeder in der Zahnmedizin erwirtschaftete Euro generiert weitere 1,20 Euro in anderen Bereichen. Nach Angaben der BZÄK im aktuellen Statistischen Jahrbuch liegt der „ökonomische Fußabdruck“ der Zahnärzte bei 2,2. Somit entstehen insgesamt 2,20 Euro Wertschöpfung. Die direkte Bruttowertschöpfung des ganzen zahnärztlichen Systems liegt bei rund 21,4 Milliarden Euro. Darin berücksichtigt sind die ambulante und stationäre Versorgung, Industrie, Handwerk und Versicherungen. Theoretisch fiele das deutsche Bruttoinlandsprodukt ohne zahnärztliche Versorgung durch zusätzliche Effekte in anderen Branchen sogar um über 46 Milliarden Euro niedriger aus. Laut BZÄK wurde die wirtschaftliche Gesamtleistung der Zahnmedizin in Deutschland erstmals auf der Grundlage des so genannten Zahnärztlichen Satellitenkontos (ZSK) erfasst, einem neuen Rechenmodell, das auf der Methodik Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen basiert. Danach hängen 878.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt von der zahnmedizinischen Versorgung ab. Auf jeden Arbeitsplatz bei Zahnärzten oder deren Zulieferern kommt durchschnittlich fast ein weiterer Arbeitsplatz in anderen Bereichen. 391.000 Personen arbeiten in Praxen, Krankenhäusern oder dem Öffentlichen Gesundheitsdienst für die zahnmedizinische Versorgung.
Quelle: BZÄK

Große Koalition: Lauterbach lobt Spahn

Der Gesundheitsexperte der SPD, Prof. Karl Lauterbach, hat in einem Pressegespräch angekündigt, dass er gemeinsam mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wichtige Gesetze so schnell wie möglich verabschieden will. Lauterbach lobte die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit Spahn. Er sei optimistisch, dass das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) im nächsten halben Jahr in Kraft trete. Besonders wichtig sei dabei die „Digitalisierung der medizinischen Versorgung“ über die elektronische Patientenakte (ePA). Diese soll anwendungsbereit bis 2020 vorliegen. Die Krankenkassen sollen bis dahin verpflichtet werden, eine App-basierte ePA zur Verfügung zu stellen - konkret und sicher in der Ausgestaltung (nach BSI-Maßgaben). In dieser so genannten "Killer-App" soll es eine Option geben, nach der der Patient alle seine Gesundheitsdaten für Drittanbieter freischalten kann. Ein weiteres großes Vorhaben ist ein neues Organspendegesetz, für das noch vor Jahresende ein Entwurf auf dem Tisch liegen soll (mit doppelter Widerspruchslösung). Auch zum Zustand der Großen Koalition äußerte er sich: Er wisse nicht, „wie lange die Koalition noch hält“, erklärte Lauterbach.
Quelle: sas, aend

Zu guter Letzt:

Großes Kino: Freddie Mercurys Zähne

Der Film „Bohemian Rhapsody“ über den Werdegang der Band Queen läuft sehr erfolgreich in den deutschen Kinos, besonders der Freddie Mercury-Darsteller Rami Malek brilliert in seiner Rolle. Auch optisch ist kaum ein Unterschied zum Original auszumachen. Dies liegt unter anderem auch an der Arbeit von Christian Lyons. Der Brite designt mit seiner Firma „Fangs FX“ seit Jahrzehnten Zähne und Prothesen für zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen. Auch bei „Bohemian Rhapsody“ ist Lyons für Mercurys charakteristisches Gebiss verantwortlich, inklusive dem unverwechselbaren Vorbiss. Um das perfekte Modell für Rami Malek zu finden, wurden fünf verschiedene Sets in unterschiedlichen Größen angefertigt, von denen eines vollkommen war.
It´s a kind of magic!
Quelle: New York Times


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