Neueste Nachrichten

News-FVDZ Nachrichten 11. Juni 2019

Sehr geehrter Herr Dr.,

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik.

GOZ-Punktwertuhr:  11.484 Tage

Unsere Themen in dieser Ausgabe:

• ZApprO: Halbe Novelle nach 64 Jahren Stillstand
• TI: Kartellamt prüft Preisabsprachen
• gematik-Übernahme: 510.000 Euro für 51 Prozent
• Neue Leitlinie: Bewusstsein für das Knirschen
• Countdown läuft: Zahnärzte-Sommerkongress vom 17. bis 21. Juni 2019 auf Usedom
• Auch das noch: Die peinlichsten Beschwerden


Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

ZApprO: Halbe Novelle nach 64 Jahren Stillstand

Nach mehr als zweieinhalb Jahren und zähem Ringen der Länder mit dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat der Bundesrat am vergangenen Freitag eine Neuregelung der zahnärztlichen Approbationsordnung (ZApprO) verabschiedet. Aus den Ländern hatte es wegen angeblich fehlender Finanzierbarkeit erhebliche Widerstände gegeben. Gleich zwei Mal war die Verordnung im Bundesrat gescheitert und nun nur erneut durch Druck des BMG auf die Tagesordnung gekommen. Die verabschiedete Fassung ist jedoch nur eine halbe Novelle, denn der Bereich der fünf vorklinischen Semester bleibt ausgenommen und soll erst mit dem Masterplan 2020 Medizin neu geregelt werden. „Wir hätten uns eine Approbationsordnung aus einem Guss gewünscht,“ kommentierte der Bundesvorsitzende des Freien Verbandes, Harald Schrader, die Neuregelung. „Nach 64 Jahren Stillstand wäre es an der Zeit gewesen, die Innovationskraft, die in der Zahnmedizin steckt, auch in der Approbationsordnung für Zahnärzte sichtbar zu machen. Was nun geschieht, ist eher Stückwerk. Jetzt bleibt zu hoffen, dass sich der ‚Masterplan 2020 Medizin‘ nicht auch um Jahre verzögert.“ Zufrieden zeigte sich Schrader damit, dass die zahntechnische und prothetische Ausbildung im Zahnmedizinstudium erhalten bleibt. „Dafür ist der FVDZ in den vergangenen zwei Jahren massiv eingetreten, denn ein Zahnarzt muss in der Lage sein, zahntechnische Werkstücke beurteilen, herstellen und bearbeiten zu können.“ Eine bessere Betreuungsrelation und die Beibehaltung der Studienplatzkapazitäten seien aber nicht zum Nulltarif zu haben, betonte Schrader. „Wenn die Finanzierung nicht gesichert ist, wird sich auch mit einer Neuregelung der Approbationsordnung nichts ändern.“
sas

TI: Kartellamt prüft Preisabsprachen

Die Deutsche PsychotherapeutenVereinigung (DPtV) hat Anzeige beim Bundeskartellamt erstattet wegen des Verdachts illegaler Preisabsprachen. Der DPtV war bei der Zusammenstellung einer Preisübersicht der Konnektoranbieter aufgefallen, dass nahezu alle „identische Preise für die Konnektoren und deren Anbindung an die Praxissoftware erheben“, heißt es in einer Verbandsmitteilung. Fast alle Anbieter böten (mit einer Ausnahme) TI-Komplettpakete zu einem Preis von 2.882 Euro an, bestehend aus Konnektor, Kartenterminal, Installation in der Praxis, Anschluss an den VPN-Zugangsdienst, Lizenz und Einweisung des Praxispersonals. Von den Krankenkassen werden Kosten in Höhe von 2.882 Euro für das TI-Komplettpaket und die Kosten für den Betrieb erstattet, für die alle Anbieter pro Monat einen Betrag in Höhe von 82,67 Euro erheben. Werden einzelne TI-Komponenten von Fremdanbietern erworben, erhöben die Anbieter zusätzlich eine monatliche Wartungsgebühr – die sogenannte Schnittstellengebühr. Diese wird nicht von den Kassen erstattet. Dadurch sei die Anbieterwahl für TI-Komponenten „deutlich eingeschränkt“, bemängelt der DPtV. Für den Installationsaufwand sollen eigentlich die Praxisinhaber einen Erstattungsbeitrag von 900 Euro erhalten. Alle Softwarehäuser behielten diesen Betrag aber pauschal und vollständig ein bzw. stellen ihn in Rechnung, heißt es weiter. Man habe nun das Bundeskartellamt um Prüfung gebeten, ob sich die unterschiedlichen Konnektoranbieter unzulässigerweise über die Preise für die TI-Komplettpakete und die Preise für den Betrieb und die Wartung abgesprochen haben. Die gematik wurde zu einer Stellungnahme aufgefordert.
Quelle: änd

gematik-Übernahme: 510.000 Euro für 51 Prozent

Weil ihm der TI-Ausbau nicht schnell genug ging, hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sich bekanntlich per Gesetz die Mehrheit der Anteile an der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte (gematik) sichern lassen. Nun wurde der (materielle) Preis dafür bekannt: Für die vor gut drei Wochen erworbenen Anteile hat das Bundesgesundheitsministerium mehr als ein halbe Million (genau 510.000) Euro gezahlt. Das geht aus der Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Thomas Gebhart auf eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Wieland Schinnenburg (FDP) hervor. Damit hält der Staat nun 51 Prozent der Anteile des Stammkapitals der Gesellschaft in Höhe von einer Million Euro. Die Mehrheitsübernahme war mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz beschlossen worden.
Quelle: bmg, jh

Neue Leitlinie: Bewusstsein für das Knirschen

Die erste deutsche Leitlinie zum Thema Bruxismus ist da. Die S3-Leitlinie wurde gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und -therapie (DGFDT), der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) und 30 weiteren Fachgruppierungen erstellt und vergangenen Donnerstag in Berlin vorgestellt. Das Mahlen mit den Zähnen gilt zwar nicht als Krankheit per se - die Folgen für Zähne, Kaumuskulatur und Kiefergelenke sind jedoch schnell erkennbar. Was gibt es für Möglichkeiten, die Folgen zu verringern? Grundsätzlich wird zwischen Schlaf- und Wachbruxismus unterschieden, wobei letzterer bei Erwachsenen häufiger ist. Entspannungstechniken werden nach wie vor empfohlen, denn es wird vermutet, dass Stress ein Auslöser ist. Die Michigan-Schiene ist oft Mittel der Wahl, zumal laut Studien bei manchen Patienten ein Fremdkörper im Mund bereits verhindern kann, dass zugebissen wird. Bruxismus ist generell bisher noch selten erforscht – das wird sich aber künftig ändern. Unter Leitung der Universität von Padua ist die „BruxApp“ entwickelt worden. Sie hilft Zahnärzten bei der Diagnosestellung und sorgt beim Patienten für ein größeres Bewusstsein hinsichtlich seiner mit Bruxismus verbundenen Aktivitäten. Daneben werden Daten erhoben, die derzeit weltweit von 25 Forschungszentren genutzt werden.  Unter https://www.dgfdt.de/richtlinien_formulare gibt es einen Befundbogen zum Bruxismus-Screening.
dh

Aus dem Verband:

Countdown läuft: Zahnärzte-Sommerkongress vom 17. bis 21. Juni 2019 auf Usedom

Der Freie Verband lädt Zahnärzte und Praxismitarbeiter zum 26. Sommerkongress auf die Ostseeinsel Usedom ein. Die traditionsreiche Fortbildungsveranstaltung findet vom 17. bis 21. Juni 2019 im Maritim Hotel Kaiserhof in Heringsdorf statt. Die Teilnehmer können aus einem umfangreichen Angebot an Seminaren und Vorträgen wählen. Schwerpunktthemen sind in diesem Jahr unter anderem Adhäsivtechnik und Zahnersatz. Auch an den Mehrwert für das Praxisteam haben wir mit einer Vielzahl von Teamseminaren gedacht. Eine große Dentalausstellung und ein buntes Rahmenprogramm runden die Fortbildungswoche ab. Die Teilnahme steht FVDZ-Mitgliedern wie Nicht-Mitgliedern offen. Das detaillierte Programm zum Zahnärzte-Sommerkongress können Sie auf der Verbandswebsite unter www.fvdz.de einsehen oder bei der FVDZ-Bundesgeschäftsstelle (Tel. 0228 – 8557 34) anfordern.
red


Auch das noch:

Die peinlichsten Beschwerden

Mit einer nicht-repräsentativen, bundesweiten Umfrage „Wofür schämt sich Deutschland?“ wollte eine Online-Arztpraxis herausfinden, worüber Patienten mit ihrem Arzt nicht gerne sprechen. Im Ergebnis gaben 44 Prozent der befragten Frauen und 36 Prozent der Männer an, bereits das persönliche Arztgespräch vermieden zu haben, weil ihnen ihre Beschwerden zu unangenehm waren. Auch der Austausch mit dem Partner (Frauen: 43 Prozent, Männer: 32 Prozent) fällt vielen Betroffenen nicht leicht. Als besonders peinlich empfinden die 1.502 Befragten der Umfrage zufolge starken Mund- oder Achselgeruch, übermäßiges Schwitzen, Blähungen oder auch Erkrankungen der Geschlechts- oder Ausscheidungsorgane. Bei Chlamydieninfektionen, Rosacea oder etwa Erektionsstörungen zögen es viele Patienten vor, schriftlich oder online Kontakt zu einem Arzt zu haben, statt damit in die Praxis zu gehen.
Quelle: ärztezeitung

Weitere Informationen zum Verband finden Sie auf unserer Homepage: www.fvdz.de

News-FVDZ Nachrichten 4. Juni 2019

Sehr geehrter Herr Dr                      ,

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik.

GOZ-Punktwertuhr:  11.477 Tage


 

Themen dieser Ausgabe:

• Deutscher Ärztetag: Reinhardt neuer BÄK-Präsident
• Deutscher Ärztetag: Freiberuflichkeit sichern
• KBV: Digitale-Versorgung-Gesetz ist „casus belli“
• 14. Praxis-Ökonomie-Kongress
• Auch das noch: Aufklärung mit Comic


Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

Deutscher Ärztetag: Reinhardt neuer BÄK-Präsident

Der 122. Deutsche Ärztetag hat am vergangenen Donnerstag im westfälischen Münster Klaus Reinhardt zum neuen Präsidenten der Bundesärztekammer gewählt. Der Allgemeinmediziner und Hausarzt aus Bielefeld setzte sich allerdings erst in einer zweiten Stichwahl mit 124 zu 121 Stimmen gegen die Klinikärztin Martina Wenker durch. Damit steht zum ersten Mal seit mehr als 40 Jahren kein Mitglied des Marburger Bundes, sondern ein Vertreter der Niedergelassenen an der Spitze der deutschen Ärzteschaft. Reinhard hatte vor der Wahl erklärt, sein Amt als Vorsitzender des Hartmannbundes weiter ausüben zu wollen.
Er übernimmt das Amt von Frank-Ulrich Montgomery, dem Ehrenvorsitzenden des Marburger Bundes, der vor kurzem zum Präsidenten des Weltärzteverbandes gewählt wurde. Vizepräsidentinnen wurden die Bremer Kinderchirurgin Heidrun Gitter und die Thüringer HNO-Ärztin Ellen Lundershausen. In seiner Vorstellungsrede hatte Reinhardt mit Blick auf die aktuelle Gesundheitspolitik kritisiert, dass den Patienten ein „unbegrenzter Leistungsanspruch“ versprochen und damit das Hamsterrad für die Ärzte in Klinik und Praxis beschleunigt werde. Der Bundesvorsitzende des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte, Harald Schrader, begrüßte das Votum des Ärztetages und erklärte: „Mit dem Hartmannbund verbinden uns viele Grundsatzpositionen. So die Überzeugung, dass Freiberuflichkeit und freie Arztwahl Grundpfeiler der medizinischen Versorgung in einem freiheitlichen Gesundheitssystem bleiben müssen.“ Mit Blick auf die Novellierung der GOÄ äußerte Schrader die Hoffnung, dass sich Reinhardts Forderung nach einer eigenständigen Gebührenordnung für den freien Beruf Arzt, unabhängig von sozialrechtlichen Vorgaben, durchsetzt.
Quelle: änd, ärztezeitung, jh

Deutscher Ärztetag: Freiberuflichkeit sichern

In dem mit überwältigender Mehrheit angenommenen Leitantrag forderte der Ärztetag die Bundesregierung unter anderem auf, die in ihrem Koalitionsvertrag festgeschriebene Stärkung der Freiberuflichkeit zur Richtschnur ihres politischen Handelns zu machen. Einschnitte in die Selbstverwaltung wie mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) seien immer auch Einflussnahmen auf die freiheitliche Berufsausübung. Die angestrebte ministerielle Einflussnahme auf die Gestaltung des Leistungskatalogs der GKV sei nichts anderes als Staatsbürokratismus. Originäre ärztliche Aufgaben und Tätigkeiten dürften nicht auf nichtärztliche Gesundheitsberufe verlagert werde, das gefährde die Patientensicherheit und führe zu einer schleichenden Deprofessionalisierung sowie Entwertung des Arztberufes. Die Versorgungsbereiche müssten besser vernetzt und telemedizinische sektorenübergreifende Angebote in die Regelversorgung integriert werden. Die öffentliche Hand wurde aufgefordert, ihrer Verpflichtung zur Daseinsvorsorge mit einer wohnortnahen und hochwertigen medizinischen Versorgung nachzukommen und die dafür notwendigen infrastrukturellen und personellen Voraussetzungen zu schaffen. Mit großer Sorge sieht die Ärzteschaft, dass neben zahnmedizinischen Versorgungszentren zunehmend ambulante ärztliche Einrichtungen in den Fokus fachfremder Investoren und Spekulanten rücken. Monopole durch Konzernbildung in der ambulanten Versorgung müssten vermieden und der freiberufliche Charakter der ärztlichen Tätigkeit sowie die Wahlfreiheit der Patienten erhalten werden. So wurde gefordert, weitere Maßnahmen zur Eindämmung von Übernahmen und Marktbeherrschung in diesem Bereich zu veranlassen. Die Auftaktrede von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) war zeitweise mit Buhrufen und Pfiffen quittiert worden. „Mir liegt an einer konstruktiven Debatte, nicht schreien, nicht pfeifen“, konterte Spahn. Er sei bereit, mit der Ärzteschaft über die Vor€schläge aus seinem Haus zu diskutieren.
Quelle: bäk, ärzteblatt, änd, jh


KBV: Digitale-Versorgung-Gesetz ist „casus belli“

Vor dem Ärztetag hatte (ebenfalls in Münster) die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) getagt. KBV-Vize Stephan Hofmeister bezeichnete die geplanten Regelungen des Digitale-Versorgung-Gesetzes (DVG) als „casus belli“. Unter dem Deckmäntelchen der digitalen Innovation würden die Krankenkassen in die Lage versetzt, in das Versorgungsgeschehen einzugreifen, indem sie sich direkt an die Patienten wenden. Theoretisch wären die Kassen legitimiert, ihren Versicherten nicht nur eine App zum Symptomcheck anzubieten, sondern ihnen je nach Befundwahrscheinlichkeit einen Versorgungsweg – Hausarzt, Facharzt oder Klinik – zu empfehlen. Das komme einer Aufkündigung des Systemfundamentes gleich, warnte Hofmeister. Wer glaube, die Krankenkassen allein hätten ein Interesse an einer guten Versorgung ihrer Versicherten, der irre. Krankenkassen hätten ein Interesse an der Kassenlage, das sage schon der Name, so Hofmeister. Das sei zwar legitim und notwendig, aber umso wichtiger sei, dass die Vertragsärzteschaft hier ein Gegengewicht bilde. Beim geplanten so genannten Faire-Kassenwahl-Gesetz würden sich erneut die „unwürdigen Spielchen mancher Kassen“ zeigen, „uns Ärzte der Falschkodierung zu bezichtigen“, sagte der KBV-Vize. „Wenn die Kassen sich untereinander übervorteilen wollen, dann sollen sie das tun. Wenn sie das aber auf unserem Rücken austragen, dann wird es ernst.“  KBV-Chef Andreas Gassen hatte zuvor scharfe Kritik am Terminservice- und Versorgungsgesetz geübt. Das TSVG sei ein kleinteiliges Gesetz, „dessen komplexe Regelungen Tür und Tor für Bürokratie, Kontrolle und Bevormundung öffnen und dabei auch noch die Möglichkeit schaffen, das alles möglichst schlecht zu bezahlen“.
Quelle: änd, jh

Aus dem Verband:

14. Praxis-Ökonomie-Kongress

Aus dem gesamten Bundesgebiet und sogar aus der Schweiz waren sie auf die bekannteste Insel der Republik gereist: Fast 200 Zahnärztinnen und Zahnärzte hatten sich für den 14. Praxis-Ökonomie-Kongress des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte (FVDZ) in Westerland auf Sylt angemeldet. Und ihre Erwartungen wurden nicht enttäuscht: Unter dem Tagungsthema „Stärkung freiberuflicher Praxisstrukturen" widmeten sich neun versierte Referentinnen und Referenten zwei Tage lang den verschiedenen Aspekten, angefangen von der Ermittlung des Praxiswertes über erfolgversprechende Kooperationsmodelle bis hin zum Verkauf einer Praxis aus Sicht des
Steuerrechts. „Innovation in Verbindung mit Work-Life-Balance gestalten", nannte Kongressleiter Matthias Tamm einen der zentralen Inhalte des Kongresses. Ein anderer war der Blick auf die von Investoren finanzierten zahnmedizinischen Versorgungszentren (Z-MVZ), die den Markt immer mehr durchdringen. Dass die Novellierung des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) eine Beschneidung für Investoren-Z-MVZ vorsieht, sei ein richtiger Schritt, erklärte der FVDZ-Bundesvorsitzende Harald Schrader. „Doch ich kann heute noch nicht beurteilen, ob diese Regelungen letztlich wirklich ausreichen." Klar definierte Schrader vor dem Auditorium die Forderungen an die Politik: Die Aufhebung von Leistungsobergrenzen, die Aufhebung des Zuzahlungsverbots im Bewertungsmaßstab der zahnärztlichen Leistungen (BEMA) und gegebenenfalls eine Nachjustierung der Regelungen für Investoren-Z-MVZ, „falls diese den Wettbewerb verzerren".
fd

Auch das noch:

 

Aufklärung mit Comic

Aufklärung tut not – besonders vor medizinischen Eingriffen – sonst kommt kein rechtsgültiges Einverständnis zu stande. Aber wie findet man den richtigen Ton, verständlich aufzuklären, ohne zu verharmlosen? Ärztinnen der Berliner Charité haben jetzt dazu einen knapp 20-seitigen Comic entwickelt, den Patienten ergänzend vorab bekommen. Darin wird etwa in Wort und Bild erklärt, wie die Herzkranzgefäße untersucht werden und wie sich der Patient danach verhalten sollte. Eine frühere Studie hatte gezeigt, dass viele Patienten trotz Aufklärung das Prinzip der Herzkatheteruntersuchung nicht vollständig erfassten und somit falsche Vorstellungen vom Nutzen hatten. Das Heft erinnert an so genannte Graphic Novels - ins Comicformat übertragene Romane, meist für erwachsene Leser.  „Der Comic soll natürlich nicht das persönliche Gespräch mit dem Patienten ersetzen", betont Kardiologin Verena Stangl. Nachfragen bei Patienten kämen manchmal aber erst auf, wenn der Arzt gerade zur Tür hinaus sei. Ein Comic habe dann im Vergleich zu Videos den Vorteil, dass der Patient die Geschwindigkeit beim Erfassen des Inhalts selbst bestimmen könne. Die Rückmeldungen seien positiv gewesen, sagt Stangl. Probanden, die zusätzlich die Bildergeschichte erhielten, hatten weniger Angst vor dem Eingriff und konnten mehr Fragen dazu richtig beantworten als Teilnehmer nach der Standard-Aufklärung mit Gespräch und Infobogen.
Quelle: dpa, änd, jh


Weitere Informationen zum Verband finden Sie auf unserer Homepage: www.fvdz.de

News-FVDZ Nachrichten 28.Mai 2019

Sehr geehrter Herr Dr.,

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik. Darüber hinaus möchten wir Sie in eigener Sache auf die Seminare des FVDZ aufmerksam machen.

Unsere Themen in dieser Ausgabe:

      • Europawahl 2019: Starkes Signal für europäischen Zusammenhalt

 

      • Hauptstadtkongress Gesundheit erstmals mit zahnärztlicher Beteiligung

 

      • EPA: Datenschutz offenbar zweitrangig

 

      • Treffen der Landes- und Bezirksgruppenvorsitzenden

 

      • GOZ-Punktwertuhr gestartet

 

Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

Europawahl 2019: Starkes Signal für europäischen Zusammenhalt

Das große Beben in der Europäischen Union (EU) ist bei der Europawahl ausgeblieben. Dennoch lässt sich an diesem vorher als „Schicksalswahl“ eingeordneten Votum einiges ablesen: Fast überall in der EU haben die sozialistischen und sozialdemokratischen Parteien Verluste hinnehmen müssen, aber auch die konservativen Parteien haben verloren. Der rechte Rand ist deutlich breiter geworden, allerdings legten die liberalen Parteien und auch die Grünen ebenso zu. Ein „Weiter so, Europa“ ist damit ausgeschlossen, denn das Europaparlament ist bunter geworden – Mehrheiten und Koalitionen lassen sich nicht mehr so leicht organisieren. Der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) sieht in dieser Neuverteilung auch Chancen. „Diese Wahl zeigt zweierlei: Zum einen wurde der Vereinheitlichung aller einzelstaatlichen Gesundheits- und Sozialsysteme eine klare Absage erteilt, zum anderen ist das Votum deutlich für gemeinsame europäische Werte, Freizügigkeit und eine gemeinsame Wirtschafts- und Klimapolitik ausgefallen“, sagte der FVDZ-Bundesvorsitzende Harald Schrader. „Die freie Berufsausübung ist ein Garant für einen Mindeststandard der Zahnheilkunde in allen EU-Ländern, und solche Mindeststandards sind Voraussetzung für den sozialen Zusammenhalt in der EU.“ Der FVDZ erwarte vom Europäischen Parlament eine klare Positionierung zur Subsidiarität und zu nationalen Entscheidungsbefugnissen gegenüber sozialen Sicherungssystemen. Schrader sieht in der vergleichsweise hohen Wahlbeteiligung zur Europawahl ebenfalls einen klaren Auftrag an die EU: „Die Bevölkerung will ein starkes Europäisches Parlament mit klaren parlamentarischen Befugnissen, wie beispielsweise einem Initiativrecht in der Gesetzgebung, das bisher der Kommission vorbehalten ist.“
sas

Hauptstadtkongress Gesundheit erstmals mit zahnärztlicher Beteiligung

Es gibt vor allem zwei Themen, um die der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit vergangene Woche kreiste: Digitalisierung und (Fach-)Ärztemangel. Tausende Vertreter aus Gesundheitswesen und Politik kamen zu diversen Podiums- und Gesprächsrunden nach Berlin. Erstmalig war auch der Freie Verband bei zwei Diskussionsrunden mit dabei – natürlich mit dem wichtigen Thema der Nachwuchsgewinnung zur freien Berufsausübung. Der FVDZ-Bundesvorsitzende Harald Schrader referierte beim Podium „Neue Strategien der Ärztegewinnung in strukturschwachen Regionen“ zu möglichen Genossenschaftsmodellen. Er stellte die Vorteile für junge (zahn-)ärztliche Kolleginnen und Kollegen dar, flexibler und risikofrei innerhalb einer Genossenschaft freiberuflich tätig werden zu können. Gerade in strukturschwachen Regionen stelle das Modell eine gute Möglichkeit dar, wie ältere (Zahn-)Ärzte ihre Praxis in Genossenschaften einbringen könnten, um so die Schließung zu vermeiden, erläuterte Schrader. Die stellvertretende FVDZ-Bundesvorsitzende, Gudrun Kaps-Richter, machte sich beim Thema „Angestellte Ärzte in der ambulanten Versorgung: Traumjob oder Ausbeutung“ für die „lebenslänglich freie Berufsausübung“ stark. Zwischen Anstellung und Selbstständigkeit gebe es mittlerweile sehr viele Berufsausübungsformen, berichtete Kaps-Richter. Entscheidend für einen freien Beruf sei aber die lebenslange Möglichkeit, von einer Form in die andere wechseln zu können. Kaps-Richter wies darauf hin, dass die selbstständige Niederlassung in der Zahnärzteschaft mit mehr als 80 Prozent weiterhin das gängige Berufsmodell sei und dass die Einzelpraxis eher wieder beliebter werde. Mit Blick auf Medizinische Versorgungszentren von Fremdinvestoren schloss sie die Frage an: „Möchte ich Zahnarzt und Unternehmer sein oder Erntehelfer für internationale Investoren?“
sas /mf

EPA: Datenschutz offenbar zweitrangig

Es wird in den seltensten Fällen beachtet, ist aber schon lange Rechtslage: Auch im Krankenhaus dürfen nur die jeweils behandelnden Ärzte Zugriff auf die Patientendaten haben. Bei der jetzt forciert vorangetriebenen Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) wird dieser Grundsatz nun offenbar systematisch und bewusst missachtet. So erklärten Vertreter der Gematik, angesichts der kurzen Fristen müsse man Abstriche machen und habe sich entschieden, die Patientenakte erst einmal einzuführen und später selektive Zugriffsrechte zu ermöglichen. Das heißt, wenn ein Patient einem Arzt Zugriff gewährt, gilt „alles oder nichts“. Will eine Patientin beispielsweise ihrem Zahnarzt Informationen aus der Akte geben, so kann dieser auch die Daten des Gynäkologen einsehen. „Es ist ein Grundversprechen der elektronischen Patientenakte, dass die Versicherten selbst entscheiden können, wem sie welche Daten zur Verfügung stellen wollen“, erklärte dazu die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen, Maria Klein-Schmeink. So werde die Akzeptanz aufs Spiel gesetzt. Die Verantwortung dafür trage Spahn durch seine „ausschließlich politisch motivierte Fristsetzung“. Die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP, Christine Aschenberg-Dugnus, beklagte: „Dass die Regierung ein halbfertiges Produkt vorlegt, ist ein weiterer Vertrauensverlust in die Digitalisierung.“ Patienten hätten ein Recht auf eine sichere Patientenakte. Das Bundesgesundheitsministerium bestätigte unterdessen, dass es keine Möglichkeit für Patienten geben werde, ihre elektronische Akte individuell so einzustellen, dass je nach Arzt nur ein Teil der Informationen einsehbar ist. Daran arbeite man aber, sagte ein Sprecher.
Quelle: änd, jh

Aus dem Verband:

Treffen der FVDZ-Landes- und Bezirksgruppenvorsitzenden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) legt ein Gesetz nach dem anderen auf den Tisch. Wie der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) mit aktuellen politischen Entwicklungen umgeht, welche Einflussmöglichkeiten die Zahnärzteschaft auf Bundes- sowie auf Europaebene hat und wie sich der FVDZ positioniert, darüber hat der Bundesvorstand (BV) die Landes- und Bezirksgruppenvorsitzenden vergangenes Wochenende bei einem Treffen in Berlin informiert. „Im Monatstakt bekommen wir neue Gesetze, die unsere Berufsausübung komplett umkrempeln und langfristige Auswirkungen haben werden, die jetzt noch keiner richtig absehen kann“, erläuterte der FVDZ-Bundesvorsitzende Harald Schrader. Mit Blick auf das geplante Digitalisierungsgesetz kündigte er an, dass sich die Hauptversammlung im Oktober mit dem Thema intensiv auseinandersetzen werde. „Das Gesetz trifft uns ganz essenziell“, sagte Schrader und berichtete, dass der BV jetzt eine Projektgruppe „Digitalisierung“ ins Leben gerufen hat. Auch das Thema Lobbying stand bei der Sitzung auf der Agenda. So kurz vor der Europawahl erfuhren die Landes- und Bezirksgruppenvorsitzenden Interessantes über die Lobbyarbeit des Freien Verbandes auf EU-Ebene und wie man auf Schlüsselentscheider in Brüssel einwirken kann. Über das FVDZ-Mitgliedermanagement und den Erfolg des Existenzgründerprogramms berichtete Geschäftsführer Heinrich Bolz. In dem Bereich sei es besonders wichtig, wenn die Basis vor Ort – also die Mitglieder der Landes- und Bezirksgruppen – das Programm für Studierende und junge Zahnärzte unterstützten, indem sie als Ansprechpartner und erfahrene Zahnärzte zur Verfügung stünden. Darüber hinaus wurde eine Arbeitsgruppe „Mitgliedermanagement“ gegründet, die unter anderem zum Ziel hat, die Verbandskommunikation zu modernisieren.  
mf

GOZ-Punktwertuhr gestartet

Seit mehr als 30 Jahren – per heute seit 11.471 Tagen – ist der GOZ-Punktwert eingefroren. An dieser Tatsache zeigt sich mehr als an allen Lippenbekenntnissen, die Wertschätzung für die zahnärztliche Profession.
Der Verordnungsgeber macht keine Anstalten, daran etwas zu ändern. Das sollte jede zahnärztliche Praxis sich selbst und ihren privatversicherten Patienten klarmachen. Sie werden daher künftig in jedem FVDZ aktuell die aktuelle Zahl in der Kopfzeile finden. Zur Überwindung dieser Situation bedarf es neuer Wege.
 „Brauchst Du eine helfende Hand, schau ans Ende Deines Armes“ – oder in die App vom Freien Verband. In der neuen App für Android und IOS finden Sie alle GOZ-Positionen sowie die vergleichbaren BEMA-Positionen auf einen Blick. Sie sehen sofort, wieviel Honorar Sie bei verschiedenen Steigerungsfaktoren für Ihre Leistung erhalten und welche Gebührennummern über Faktor 2,3 gesteigert werden müssten, um das sozialrechtlich definierte Kassenleistungshonorar zu erhalten. Einzelne Gebührennummern finden Sie schnell über die Suchfunktion, oft genutzte Leistungsnummern speichern Sie in einer Favoritenliste. So haben Sie das Abrechnungs- und Honorarmanagement auf schnelle und ergonomische Art immer parat. Exklusiv für Mitglieder gibt’s den Navigator hier: Zum Play-Store  Zu iTunes
jh

News-FVDZ Nachrichten 7.Mai 2019

Sehr geehrter Herr Dr.

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik. Darüber hinaus möchten wir Sie in eigener Sache auf die Seminare des FVDZ aufmerksam machen.

Unsere Themen in dieser Ausgabe:

  • TI-Sicherheitslücken: Minister hält sich bedeckt
  • TSVG noch nicht in Kraft
  • Impfpflicht: Spahn legt Gesetzentwurf vor
  • ERO: Dr. Michael Frank neuer Präsident
  • Weltärztebund: Montgomery neuer Vorsitzender
  • Jetzt anmelden: Praxis-Ökonomie-Kongress vom 30. Mai bis 1. Juni auf Sylt
  • Praxispool: Das Online-Suchportal für Praxisabgabe und Praxisübernahme
  • Zu guter Letzt: Praxisnachfolger via ebay gesucht


Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

TI-Sicherheitslücken: Minister hält sich bedeckt

Rund 170.000 Arzt- und Zahnarztpraxen müssen bis zur Jahresmitte an die Telematikinfrastruktur (TI) angeschlossen sein. Mitte April sind Sicherheitslücken bekanntgeworden. Bei der Installation der TI in Arztpraxen sind Recherchen eines IT-Systemadministrators zufolge wiederholt Firewalls und Virenschutzprogramme in den Praxissystemen abgeschaltet worden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) versicherte auf Nachfrage, dass sein Ministerium Datenschutz und Datensicherheit größte Bedeutung beimesse. Die Frage nach dem „Was nun?“ beantwortete Spahn jedoch spärlich: „Die für den Aufbau der Telematikinfrastruktur zuständige Gematik untersucht den Sachverhalt und ist in engen Abstimmungsgesprächen mit allen Beteiligten.“ Indes hat die Freie Ärzteschaft (FÄ) ein sofortiges Moratorium für die Einführung der TI gefordert. „Es gibt eine Menge offene Fragen, die dringend zu klären sind. Jetzt mit der Online-Anbindung der Arztpraxen fortzufahren, ist unverantwortlich“, sagte der FÄ-Bundesvorsitzende Wieland Dietrich. „Wir lassen nicht zu, dass die Verantwortung für die eklatanten Datenschutzprobleme den Ärzten angehängt wird.“ Es sei höchste Zeit für eine grundlegende Überprüfung der Gesamtkonzeption des TI-Projektes als Ausdruck verantwortungsvoller Politik, betonte Dietrich.
Quelle: änd

TSVG noch nicht in Kraft


Eigentlich hätte das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) am 1. Mai in Kraft treten sollen - ist es aber nicht. Es fehlt nämlich noch die Unterschrift von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, denn erst danach wird das Gesetz im Bundesanzeiger veröffentlicht und kann dann offiziell in Kraft treten. Ein konkreter Termin ist dafür noch nicht bekannt, allerdings wird im Bundesgesundheitsministerium von Mitte Mai ausgegangen.
Viele Regelungen des TSVG werden wohl erst im September aktuell, zum Beispiel die offene Sprechstunde, weil hier noch erörtert werden muss, welche Fachgruppen diese und in welcher Form anbieten müssen.
Quelle: änd

Impfpflicht: Spahn legt Gesetzentwurf vor

In der Debatte um Impfmüdigkeit, Impfgegner und eine mögliche Impfpflicht hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn einen Gesetzentwurf zur Einführung einer verpflichtenden Masern-Impfungen für Kita- und Schulkinder vorgelegt – gleich mit Strafmaß. Bis zu 2500 Euro solle es kosten und den Ausschluss vom Kita-Besuch zur Folge haben, wenn Kinder nicht geimpft sind. Die Maßnahme soll ab 1. März 2020 gelten. Die SPD unterstützt verpflichtende Masern-Impfungen für Kinder in Kitas und Schulen. „Wer aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden kann, muss auch das mit einer ärztlichen Bescheinigung nachweisen“, sagte Spahn gegenüber Bild am Sonntag. Impfungen gegen Masern sollten künftig bei allen Ärzten außer Zahnärzten möglich sein und auch in Schulen und Kitas angeboten werden, so Spahn. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hatte zuvor vorgeschlagen, statt einer Impfpflicht Impfungen in Schulen anzubieten. Die meisten Ungeimpften seien keine Impfgegner, sondern die Hürden für eine Impfung seien ihnen zu hoch. „Wir sollten die Fakten besser vermitteln und den Zugang zu Impfungen erleichtern, etwa durch Impfungen in Schulen und Betrieben“, so die Ministerin.
Quelle: dpa, änd, ärzteblatt, BamS

ERO: Dr. Michael Frank  neuer Präsident

Im Rahmen der Vollversammlung der European Regional Organisation (ERO) der World Dental Association (FDI) am 26. und 27. April in Frankfurt am Main hat der bisherige President-Elect Dr. Michael Frank das Amt des Präsidenten der ERO von Dr. Anna Lella aus Polen übernommen. Frank, niedergelassener Zahnarzt im hessischen Lampertheim und seit 1997 Präsident der Landeszahnärztekammer Hessen, hat lange Erfahrung in internationalen zahnärztlichen Gremien. Die Interessen der Zahnärztinnen und Zahnärzte in ganz Europa seien ein persönliches Anliegen und ein zentraler Aspekt seiner standespolitischen Arbeit, betonte der langjährige Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer. Als Unterorganisation der FDI vertritt die ERO die Interessen der Zahnärzteschaft aus 37 europäischen Staaten. 
Quelle: lzk hessen


Weltärztebund: Montgomery neuer Vorsitzender

Der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Frank Ulrich Montgomery, wurde auf der Sitzung des Vorstandes des Weltärztebundes (World Medical Association, WMA) in Santiago de Chile als Nachfolger von Dr. Ardis Dee Hoven aus den USA einstimmig für zwei Jahre zum Vorsitzenden gewählt. „Die globale Gesundheitsversorgung steht vor großen Herausforderungen, die das Engagement und die Zusammenarbeit der internationalen Ärzteschaft erfordern“, sagte Montgomery. Als wichtigste Themen nannte der scheidende Bundesärztekammerpräsident (er hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, auf dem diesjährigen Ärztetag nicht erneut zu kandidieren) die Überarbeitung des Internationalen Medizinethikkodex, Impfungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung. Der Weltärztebund hat 112 nationale Mitgliedsverbände.
Quelle: ärztezeitung

Aus dem Verband:

Jetzt anmelden: Praxis-Ökonomie-Kongress vom 30. Mai bis 1. Juni auf Sylt

Wollen Sie auch zurück nach Westerland? Dann fahren Sie doch zum 14. Praxis-Ökonomie-Kongress! Der Freie Verband lädt vom 30. Mai bis zum 1. Juni 2019 auf die größte nordfriesische Insel Sylt ein. Das Hauptaugenmerk liegt in diesem Jahr auf der Stärkung freiberuflicher Praxisstrukturen. Die Möglichkeiten der Gründung zahnärztlicher Medizinischer Versorgungszentren und das Vordringen versorgungsfremder Kapitalinvestoren in den Markt sind aktuell eine große Gefahr für die freiberufliche Praxis. In Seminaren und Fortbildungen werden unterschiedliche Kooperationsformen und Handlungsoptionen vorgestellt und diskutiert. Überdies stehen Themen wie Praxismarketing, Steuerrecht sowie die GOZ-Abrechnung auf der Agenda. Veranstaltungsort ist das zentral gelegene Congress Centrum Sylt in Westerland. Die Teilnahme steht FVDZ-Mitgliedern wie Nicht-Mitgliedern offen. Das detaillierte Programm zum 14. Praxis-Ökonomie-Kongress können Sie auf der Verbandswebsite unter www.fvdz.de/sylt einsehen oder bei der FVDZ-Bundesgeschäftsstelle (Tel. 0228 – 8557 0) anfordern.
red

Praxispool: Das Online-Suchportal für Praxisabgabe und Praxisübernahme

Der FVDZ bietet mit dem Praxispool ein Online-Suchportal für Zahnärzte, die sich in einer eigenen Praxis niederlassen wollen, für Zahnärzte, die ihre Praxis abgeben möchten oder für Zahnärzte, die eine Sozietät gründen möchten. Mit Hilfe eines Online-Fragebogens werden (unter strengen Datenschutzbestimmungen) Angaben zur Region oder Praxisausstattung gespeichert. Sobald Übereinstimmungen beider Nutzer vorhanden sind, wird dies den beiden bekannt gegeben und der Kontakt kann per E-Mail hergestellt werden. Der Praxispool kann sowohl von Mitgliedern als auch von Nichtmitgliedern kostenfrei genutzt werden.
Weitere Informationen zum Praxispool finden Sie auf der Homepage: www.fvdz.de/praxispool
red

Zu guter Letzt:

Praxisnachfolger via eBay gesucht

Auf dem weltweit größten Online-Marktplatz eBay kann man so gut wie alles suchen und finden – warum nicht auch einen Praxisnachfolger? Das dachte sich wohl auch eine Allgemeinmedizinerin aus Thüringen. Die Ärztin Cornelia Heß sucht nämlich einen Praxisnachfolger bei eBay-Kleinanzeigen. Verschiedene Annoncen, die sie vorher schaltete, blieben erfolglos. Deswegen versucht Heß jetzt per eBay einen Nachfolger für ihre Arztpraxis zu finden, die sie zu aus Altersgründen abgibt. Vor kurzem hatte eine weitere Arztpraxis aus Thüringen einen Nachfolger gesucht und tatsächlich war diese Suche, nicht zuletzt durch das große Medienecho, von Erfolg gekrönt.
Quelle: änd

News-FVDZ Nachrichten 9.April 2019

Sehr geehrter Herr Dr. ,

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik. Darüber hinaus möchten wir Sie in eigener Sache auf die Seminare des FVDZ aufmerksam machen.

Unsere Themen in dieser Ausgabe:

  • Bundeskabinett beschließt Errichtung eines Implantate-Registers
  • Digitalisierung: Bundesgesundheitsministerium (BMG) stellt Expertenteam auf
  • Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): Hecken wehrt sich gegen Kritik
  • Behandlungsfehlerstatistik: Fehler im Promillebereich
  • Online-Umfrage für angestellte Zahnärztinnen und Zahnärzte
  • Zu guter Letzt: Schmucke Zähne

Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

Bundeskabinett beschließt Errichtung eines Implantate-Registers

Um mehr Sicherheit und Qualität für alle Versicherten bei Implantaten zu erreichen, hat das Bundeskabinett der Errichtung eines Implantate-Registers zugestimmt. Patienten, Kliniken sowie Krankenkassen sollen verpflichtend im Rahmen des Implantateregister-Errichtungsgesetzes (EIRD) die Anwendung an die Datenbank melden. Die Hersteller müssen wiederum ihre Produkte registrieren. Verstoßen sie gegen die Meldepflicht oder werden nicht registrierte Implantate genutzt, ist ein Vergütungsausschluss vorgesehen. Die Datenbank wird beim Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information, das dem Bundesministerium für Gesundheit untersteht, eingerichtet. Voraussichtlich ab Mitte 2021 sollen Hüftgelenk- und Knie-Endoprothesen sowie Brustimplantate registriert werden. Zahnimplantate werden in dem Register nicht vermerkt. Das Robert Koch-Institut richtet eine unabhängige Vertrauensstelle ein, die alle personenbezogenen Daten pseudonymisiert. Der Gesetzentwurf enthält ferner Regelungen, mit denen das Verfahren des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Bewertung von Untersuchungs- und Behandlungsmethoden in der vertragsärztlichen Versorgung beschleunigt werden soll. Hierzu wird die bisherige Fristvorgabe für den G-BA von drei auf zwei Jahre verkürzt. Das Gesetz bedarf nicht der Zustimmung durch den Bundesrat. Die Verkündung ist für das Jahresende vorgesehen.
Quellen: BMG, Ärzte Zeitung

Digitalisierung: Bundesgesundheitsministerium (BMG) stellt Expertenteam auf

Die Digitalisierung ist bekanntermaßen eines der Lieblingsthemen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Um ein Bindeglied zur digitalen Szene zu schaffen, hat das BMG ein elfköpfiges Expertenteam aufgestellt. Die Experten sollen unter dem Namen „Health Innovation Hub – Gesundheit neu denken“ das Ministerium beraten, jedoch unabhängig agieren. Träger ist die BWI GmbH, ein IT-Dienstleister des Bundes. „Die rasanten Fortschritte in der Digitalisierung bieten große Chancen für Patientinnen und Patienten. Die müssen wir nutzen, um das Gesundheitssystem für die Zukunft fit zu machen“, erklärte Spahn. Sein Ziel sei es, die digitale Revolution zu nutzen und zu gestalten, aber nicht zu erleiden. Geleitet wird das Team von Prof. Dr. Jörg Debatin, dem ehemaligen Chef des Uniklinikums Hamburg-Eppendorf. Debatin hat in seiner Zeit als Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender das Klinikum konsequent digitalisiert. 2011 wechselte er als Vice-President zu GE Healthcare. Das Projekt ist angelegt auf drei Jahre. Bisher sind vier Stellen besetzt. Weitere Ausschreibungen laufen.
Quelle: BMG

Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): Hecken wehrt sich gegen Kritik

Die unparteiische Vorsitzende des G-BA, Josef Hecken, hat sich erneut gegen die Kritik gewehrt, dass das Gremium zu langsam arbeite und daher eine fachliche Aufsicht durch das BMG benötige. „Wir freuen uns über eine enge fachliche Begleitung, hoffen aber, durch die Begleitung nicht erdrosselt zu werden“, erklärte er beim Frühlingsempfang des Gremiums in Berlin. „Lieber Jens, lieber Herr Minister, wir ziehen doch am gleichen Strick und auch in die gleiche Richtung“, sagte Hecken zum Bundesgesundheitsminister, der auch anwesend war. Aus dem €Ministerium wurden in den vergangenen Wochen immer wieder Empfehlungen laut, wie es im G-BA mit Verfahrensänderungen zu schnelleren Ent€scheidungen besonders bei den Methodenbewertungen kommen könnte. Die vorgeschlagenen Regelungen sind mittlerweile im Gesetzentwurf zum Implantate-Register enthalten (s. erste Meldung).
Quelle: Ärzteblatt

Behandlungsfehlerstatistik: Fehler im Promillebereich

Im vergangenen Jahr haben insgesamt 10.839 Patienten ein Schlichtungsverfahren wegen möglicher Behandlungsfehler beantragt. Das erklärten der Vorsitzende der Ständigen Konferenz der Gutachterkommission und Schlichtungsstellen der Ärztekammern, Prof. Dr. Andreas Crusius, und Prof. Dr. Walter Schaffartzik, Vorsitzender der Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen der norddeutschen Ärztekammern in der vergangenen Woche in Berlin. Damit ist die Zahl der Beschwerdefälle seit 2013 weiter rückläufig: Im Jahr 2017 lagen 11.100 Beschwerden wegen Behandlungsfehlern vor, im Jahr 2016 waren es noch 11.559. Von den im Jahr 2018 insgesamt von der Schlichtungsstelle entschiedenen 5.972 Fällen lag bei 1.499 (25 Prozent) untersuchten Fällen tatsächlich ein Fehler mit Kausalität vor, in 359 (sechs Prozent) Fällen lagen Fehler ohne Kausalität vor, in 4.114 Fällen (69 Prozent) wurde kein Behandlungsfehler festgestellt.  Die rückläufige Entwicklung führt Schaffartzik darauf zurück, dass Ärzte mehr Bewusstsein für die Fehlervermeidung entwickelt hätten. Es könne aber auch daran liegen, dass es mit der Einführung des Patientenrechtegesetzes 2013 einen vorübergehenden „Peak“ gegeben habe, der nun allmählich abebbe, so Schaffartzik. Eine hundertprozentige Fehlervermeidung sei nicht möglich, betonte Crusius. „Überall, wo Menschen arbeiten und kommunizieren, passieren Fehler.“ Außerdem würden von der Politik Strukturen geschaffen, die auf Effizienz und Gewinnmaximierung ausgelegt seien. Da überall gespart werde, arbeiteten die Ärzte immer mehr am Limit. Angesichts von 19,5 Millionen Behandlungsfällen in deutschen Krankenhäusern und einer Milliarde Arztkontakten in Praxen bewege sich die Fehlerquote im Promillebereich und zeige die große Professionalität der Ärztinnen und Ärzte, so Crusius. Behandlungsfehler in Zahnarztpraxen werden in der ärztlichen Statistik nicht berücksichtigt.
mar

Aus dem Verband:

Online-Umfrage für angestellte Zahnärztinnen und Zahnärzte

Der FVDZ möchte Sie besser kennenlernen, um Sie auf Ihrem Karriereweg unterstützen zu können. Gemeinsam mit der apoBank hat der FVDZ eine kurze Online-Umfrage speziell für angestellte Zahnärztinnen und Zahnärzte entwickelt, die sich mit den Themen Gehalt, Arbeitszeiten und Work-Life-Balance beschäftigt. Anonymisiert verwendet die apoBank die Ergebnisse, um einen Gehalts- und Arbeitszeitrechner zu erstellen. Bitte helfen Sie uns und nehmen Sie an der Befragung teil.
Hier geht’s direkt zur Umfrage: http://ow.ly/j2lC50ofh8Z
red

Zu guter Letzt:

Schmucke Zähne

Im besten Fall sind schöne Zähne für die Trägerin oder den Träger ein besonders schöner Schmuck, aber der menschliche Zahn inspiriert auch die Schmuckdesignerin Polina Verbytska aus der Ukraine. Die junge Künstlerin greift in ihren Schmuckstücken bestimmte Körperteile auf, beispielsweise Augen, Herzen, aber auch Zähne und Zahnfleisch werden zu Ringen, Ketten, Armbändern und Anhängern verarbeitet. Ihre Zahnkreationen, gerne auch täuschend echt mit Parodontitis und Plaque in Szene gesetzt, sorgen für Aufsehen, obwohl die junge Künstlerin ausschließlich Kunststoffe gebraucht. Bei Interesse können Sie die exotischen Schmuckstücke erwerben. Ab 20 Euro sind Sie dabei: https://www.etsy.com/shop/livesculpture
Quelle: ZWP online

Nachrichten

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12. Juni 2019

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Hinweis: Wird das FVDZ aktuell nicht korrekt angezeigt, können Sie es hier auf unserer Website einsehen.    Sehr geehrter Herr Dr., mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in...

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